Lenovo Yoga C940 im Test

Vor wenigen Monaten gab es bei uns in der Schweiz ein Lockdown. Man möchte meinen, dass die meisten das schon wieder vergessen hatten. Ich selber, war die ersten sechs Wochen komplett zu Hause und da wollte ich etwas Neues ausprobieren.
Im Februar dieses Jahres war, durfte ich nach Bologna mit Lenovo. Daher bot sich ein Test mit einem aktuellen Produkt an. Die neuen, in Bologna vorgestellten Produkte, waren noch nicht auf dem Markt, deshalb hab ich mir das Yoga C940 etwas genauer angeschaut. Das hatte ich schon seit der Vorstellung im Blick.

Hardware

Daheim in den eigenen vier Wänden, draussen auf dem Balkon, unten am Pool oder auf dem Tennisplatz hab ich das Ultrabook fleissig getestet. Oben im Büro (temporär im Schlafzimmer errichtet) hab ich noch den Lenovo Q27q-10 Monitor im Einsatz für den zweiten Monitor. Dafür hab ich den HiRise für MacBook genutzt, damit die beiden Screens auf einem ähnlichen Niveau angesiedelt sind.
Um die SD-Karten von meiner Kamera zu nutzen und den Computer via Ethernet ans Internat anzuschliessen, hab ich den StayGo, auch von Twelve-South genutzt.

Lieferumfang

  • Lenovo Yoga C940
  • Stromadapter
  • Bedienungsanleitung

Verpackung

Die Verpackung vom Ultrabook ist extrem chic. Ich war sehr überrascht, als ich den dünnen Karton zum ersten Mal in den Fingern gehalten hab.
Zumindest beim inneren, in dem nur das Yoga und die Bedienungsanleitung verstaut ist.

Die Oberseite ist in einem matten schwarz/grau gehalten. In der Mitte ist gross der YOGA-Brand und seitlich in klein das Lenovo-Logo aufgedruckt. Seitlich links findet ihr die vier möglichen Positionen, die das Ultrabook einnehmen kann.
Die Verpackungsrückseite hat einen shiny-glänzenden Aufdruck. Das ganze wirkt sehr edel und gefällt mir extrem gut.
Es wäre eine Verpackung, die ich auf jeden Fall behalten und aufstellen würde.

Das innere ist dann weniger spektakulär, dafür Umweltschonend. Die Halterung ist aus Karton und in Schwarz gehalten. Das Ultrabook selber ist in einer Kunststoff-Fliess-Hülle und auf der Tastatur liegt auch ein solches «Tuch».

Verarbeitung

Das Lenovo Yoga C940 ist ein 14″ Ultrabook mit einem stylishen Gehäuse. Das silberne Gehäuse wirkt schon beim ersten Anfassen sehr wertig. Die (optisch) scharfen Kanten, verleihen dem mobilen Rechner ein chic’es äusseres.
Seitlich ist die Unter-, wie auch Oberseite leicht Keilförmig und verlaufen vorne spitz zusammen. Neben dem harten Keil vorne findet ihr in der Mitte eine kleine Ausbuchtung. Auf ca. fünf Zentimeter findet ihr die folgenden Worte eingraviert: «Yoga 9 Series» und damit kann das Ultrabook mit einer Hand geöffnet werden. Das ist etwas, was ich bei meinem MacBook sehr schätze und bei vielen anderen Geräten nicht so bekomme. Somit war mir das Yoga C940 schon beim ersten Aufklappen extrem sympathisch.

Die Oberseite ist auch sehr clean gehalten, einzig der YOGA Brand ist im unteren rechten Ecken (aufgeklappt natürlich oben) eingelassen.

Seitlich findet ihr rechts einzig den Ein- und Ausschalt-Knopf. Darin integriert findet ihr eine kleine Status-LED, die euch über den aktuellen Zustand des Gerätes informiert.
Zur rechten Seite ist es ein 3.5 mm Klinken-Port, zwei Thunderbolt 3- und einen USB-A-Port (USB 3.1 Gen2 Port mit 10 GBit/s maximalem Durchsatz). Derjenige, welche näher am USB-A-Port platziert ist, könnt ihr zum Aufladen vom Ultrabook genutzt werden. Hier setzt Lenovo auf ein 65-Watt-Netzteil. Praktischerweise verfügt das Kabel vom Adapter zum Ultrabook über ein L-Kabel und kann somit gut verstaut werden, ohne dass das Kabel abgebogen wird.

Die beiden Thunderbolt-Schnittstellen sind jeweils mit einer USB-C-Buchse versehen. An diesen beiden Ports könnt ihr eine externe eGPU anschliessen, dafür schläft Lenovo jeweils vier PCIe-Gen3-Lanes durch. Auch könnt ihr, dank DisplayPort Unterstützung, das Laptop damit direkt mit einem kompatiblen Monitor verbinden (oder dazu natürlich einen entsprechenden Hub verwenden).

Hinten auf der rechten Seite findet ihr einen direkt eingebauten kleinen Tablet-Stift. Damit ihr diesen aus dem Gehäuse bekommt, braucht ihr einen stabilen und vor allem nicht frisch geschnittenen Fingernagel. Hier wünschte ich mir eine bessere Lösung. Positiv ist natürlich, dass der Stift darin sehr gut haftet und nicht so schnell rausfällt. Auch hätte ich mir einen etwas längeren Stift gewünscht. Mit grossen Händen wird es beim Schreiben fast etwas frickelig.
Am Stift selber befinden sich zwei kleine Bedien-Knöpfe. Diese könnt ihr in der «Lenovo Pen Settings» App anpassen. Dafür stehen euch einige verscheiden Funktionen zur Verfügung. Darunter sind neben System-Einstellungen auch spezielle Zeichnungsfunktionen mit dabei.
In der App findet ihr auch einen aktuellen Akku-Status vom Stift wieder.

Auf auf der Rückseite findet ihr die «Soundbar», zu der komm ich etwas weiter unten nochmals etwas genauer zu sprechen.

Fast über die komplette Unterseite ziehen sich zwei breite Gummistreifen. Diese bieten dem Ultrabook einen sehr stabilen halt auf allen flachen Oberflächen. Zusätzlich heben sie das ganze um ein paar Millimeter an. Damit kann zum einen, der Sound der beiden unteren Speaker gut entweichen und das Gleiche gilt für die Abwärme der Innereien.

Die Tastatur

Nachdem ich das erste Mal das Ultrabook aufgeklappt hatte, war ich natürlich gespannt auf Tastatur. Gleich aufgefallen ist mir, rechts unten an der Tastatur ist eine kleine Einbuchtung. Damit – und der Windows Hello-Technologie – lässt sich das Ultrabook per Fingerabdruck entsperren. Dieser funktioniert extrem fix und das gefällt mir sehr gut. So kann ich, nach dem raschen Einschalten des Rechners mich auch sehr schnell in mein Profil einloggen.

Die einzelnen Tasten der Tastatur fallen in einer angenehmen Grösse aus. Das Gleiche gilt für den Druckpunkt der einzelnen Tasten. Das Schreiben auf der Tastatur ist sehr angenehm und man gewöhnt sich sehr schnell daran. Beim Trackpad bin ich mir das von Apple an seinen MacBooks gewöhnt. Daran kommt leider nach wie vor kein anderes Trackpad heran.
Das Klacksen des Pads war für mich etwas zu spitzig und geht zu weit nach unten. An das habe ich mich über die ganze Test-Zeit nicht wirklich gewöhnt. Vor allem wen ich immer wieder zurück an das MacBook ging zwischendurch.

Ganz ausser acht habe ich jetzt mal die drei Aufkleber gelassen. Etwas was mich früher schon an den ganzen Windows-basierten Rechnern gestört hat. Doch diese lassen sich ja zum Glück einfach und schnell entfernen. Was ich auch gleich gemacht hätte, wäre es nicht ein Testgerät, welches mir Lenovo zum ausführlichen Test zur Verfügung gestellt hat und nächstens wieder zurückgeht.

Display

Beim Display setzt Lenovo auf ein 14″ 1’080p-IPS-Display. Überzogen ist das Touch-Display mit einer Glossy-Oberfläche. Das ist beim Tippen und Gleiten mit dem Finger auf dem Display sehr angenehm, kann aber beim Arbeiten unterwegs und bei Sonnenlicht schnell mal stören. Etwas was ich aber von meinem Acer Swift 7 und meinem MacBook nicht anders kenne.

Alternativ kann das Yoga C940 auch mit einem 4K-Display bestellt werden. Wie sich das auf die Akku-Laufzeit auswirkt, weiss ich aber nicht. Auch kann ich mir die Touch-Bedienung etwas schwieriger vorstellen.

Heute geht der Trend immer mehr in Richtung Randlosen-Display. Seitlich sind es knapp fünf Millimeter oben und unten sind es dann doch deutlich mehr Millimeter. Am oberen Rand sicherlich der integrierten 720p-Webcam. Diese wird geschützt durch eine mechanische Verriegelung. Der Riegel dazu ist aber sehr klein ausgefallen und bedingt einen starken und nicht zu kurzen Fingernagel. Kleiner Tipp, macht den Schieber immer vor der Nutzung frei, sonnst es unangenehme Geräusche beim Lautsprecher eures gegenüber. Solltet ihr es dennoch vorher mal vergessen. In der obersten Reihe der Tastatur findet ihr einen Knopf, um das Mikrofon zu muten. Den solltet ihr betätigen, bevor ihr während laufender Kommunikation den Riegel vorschiebt.

Prozessor

Im inneren vom Ultrabook arbeitet ein Intel Prozessor der 10. Generation. Namentlich ein Ice Lake U Core i7-1065G7 Pro Prozessor.
Unterstützt wird der Rechner von 8 oder 16 GB RAM, je nachdem, wie viel ihr beim Kauf wählt. Hier solltet ihr weise wählen und ich rate euch, lieber etwas tiefer in die Tasche zu greifen und die 16 GB Variante zu wählen. Damit habt ihr länger Freude an eurem neuen Rechner und könnt mehr aus der «Kiste» holen. Der Arbeitsspeicher wird fest verlötet und lässt sich somit später nicht erweitern.

Dennoch könnt ihr, die Schrauben an der Unterseite, lösen und ein zwei Hardware-Teile später Updaten. Zum einen ist das die M.2-SSD und die WLAN/Bluetooth-Chip-Karte. In meinem ist ein ax-WLAN Chip verbaut und dieser ist somit zukunftstauglich.
Eigentlich hätte vor zwei Wochen mein erster Wi-Fi 6 Router eintreffen sollen, damit hätte ich gerne ein paar erste Tests gemacht. Doch das hat leider nicht geklappt.

Wenn euch das Wi-Fi 6 interessiert, im #GeekTalk Podcast haben wir eine Sonderfolge dazu gemacht.

Akku

Die Akkuleistung vom Yoga C940 gefällt so mittelmässig. Ich habe das Ultrabook über die letzten zwei Monate ausgiebig testen können. Je nachdem, was ich damit angestellt haben, hat der Akku angenehm lange gehalten. Das gilt vor allem bei meiner Schreibarbeit für meine Blogs. Lenovo selber gibt beim Full HD Modell eine Laufzeit von 17.8 Stunden an. Diese habe ich, auch beim Blogposts schreiben nie erreicht, aber über den Tag bin ich mit dem Ultrabook sehr gut gekommen.

Sobald es aber an Leistungshungrige Prozesse geht, wie einem Spiel (meine zweite Tochter hat vor Kurzem Minecraft für sich entdeckt) oder das editieren von einem Video dann verhält sich der Akkuverbrauch schon weniger angenehm. Im Maximum hab ich drei Filme an einem Tag geschnitten und hab den Feierabend dennoch erreicht.

Wenn ich gerade beim Bearbeiten von Videos bin, muss ich kurz einen Exkurs machen.
Das Weglassen des micro- oder dem SD-Kartenreaders gefällt mir gar nicht. Das ist aber ein Weg, den schon Apple gegangen ist und dem immer mehr andere Hersteller folgen. Man möchte das Ultrabook ja möglichst schlank haben, denken sich die meisten Hersteller.

Angenehm ist sicherlich auch die integrierte Schnellladefunktion. Innerhalb von 15 Minuten am original Ladekabel/-Adapter könnt ihr  ganze zwei Stunden Arbeitszeit herausholen.

Audio

Die oben erwähnte Soundbar zieht sich fast komplett über die ganze Rückseite. Links und rechts findet ihr nur noch die beiden Scharniere und natürlich den oben erwähnten verbauten Stift.
Das coole, die Soundbar strahlt ihren Ton (von den beiden Lautsprechern) immer nach vorne raus. So bekommt ihr den Ton im Laptop-Modus genauso präsentiert, wie auch im Tablet-Modus, oder aufgestellt als Display. Ihr seid immer im Zentrum.
Zusätzlich findet ihr auf der Unterseite noch zwei kleine, mit feiner Löcheroptik versehen Öffnungen geboten. Diese unterstützten die Wiedergabe vom Sound zusätzlich.

Der Ton, der unten angesiedelten Speaker kommt dank den beiden grosszügigen Gummistreifen sehr gut zu tragen.

Die vier Lautsprecher bringen einen satten und tollen Ton hervor. Vor allem wirkt es sehr stimmig und ist vom Bass her nicht übertrieben. Das wirkt sich natürlich auch auf die lauteren Regionen aus. So überschlägt sich der Lautsprecher auch bei knapp 90 % noch nicht wirklich, ausser ihr hört extrem basslastige Musik.

OS / Software

Windows 10

Neben Skype (und generell den Officetools), vier Leonov (Einstellungs-)Apps findet ihr auch eine Testversion vom McAffe Virenschutz. Dieser läuft aber nur eine gewisse Zeit und beginnt dann gehörig an zu nerven, mit der Information, dass man doch die Vollversion kaufen sollte.

Seit Windows 10 vertraue ich Microsoft und nutze deshalb keinen externen Virenschutz. Generell bin ich allergisch auf vorinstallierte Virenschutz auf Windows Rechnern. Das Ganze hat eine Vorgeschichte aus früherer Zeit. Es ist mir klar, dass mit sogenannter Bloatware ein Hersteller zusätzlich Geld verdienen und/oder hoffentlich dem Kunden den Rechner günstiger abgeben kann.

Was mir sehr positiv aufgeladen ist, beim Schneiden von meinen Videos habe ich den Lüfter selten gehört. Das ist sehr angenehm und erfreut mich. Natürlich, beim Rendern verhält sich das ganze dann schon anders, vor allem wenn man ein 4K UHD Video für YouTube exportieren möchte.

Vorteile

  • Schlankes Ultrabook
  • Gute Akku Werte
  • WiFi-6

Nachteile

  • Trackpad dürfte etwas besser sein

Testbericht

Was mir am Yoga C940 fehlt, ist der SD- oder microSD-Kartenslot für das direkte Einstecken der Karte von der Kamera oder dem DJI Osmo Pocket. Der Stift ist praktisch, vor allem, da er immer dabei ist. Doch gebraucht hatte ich ihn kaum, da er mir zu dünn und kurz ist. Doch beim Zeichnen funktioniert das ganze sehr gut.

Mit hat bei der Bedienung die Kombination zwischen Tastatur, Trackpad und dem Touch-Display sehr gut gefallen. Hier haben sich schnell ein paar Workflows eingefleischt, die ich nach dem rückenden des Gerätes sicherlich vermissen werde.

Laut Produktseite sollte die Tastatur auch über eine Hintergrundbeleuchtung verfügen, das hatte ich bei mir nicht, oder ich war einfach zu doof diese zu finden.

Das Trackpad verfügt auch über eine Unterstützung für Gesten. Das kenn ich von meinem MacBook seit vielen Jahren und nutze ich auch intensiv. Leider aber funktioniert diese an diesem Ultrabook nicht ganz so flüssig wie gewohnt.

Alle Peripherie ist auf der linken Seite das ist, wenn man sich daran gewöhnt hat, vor allem unterwegs praktisch. Ausser man sitzt auf der falschen Seite im Zug.

Der Lüfter braucht ein Weilchen bis er anläuft. Auch unter Volllast wird er nicht allzu laut. Doch zwischendurch ist der Ton vom Lüfter sehr unangenehm hoch.

Alles in allem ist das Lenovo Yoga C940 ein tolles und stylishes Produkt für einen guten Preis!

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Technische Daten

 
Benutzeroberfläche
Betriebssystem:
Sprachen:
Preis Schweiz:
Preis Deutschland:
Display
Grösse:
Auflösung:
Technologie:
Technisches
Prozessor:
RAM:
Speicherplatz:
Akkulaufzeit:
Schnittstellen:
Multimedia
Webcam:
Allgemeines
Akku:
Gewicht:
Grösse:
Lieferumfang:

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