Wilmaa Box

TV schauen mit einem Dienst der keinen fixen Internet Provider bedingt und somit auch flexibel in der Anwendung ist. Dies ermöglicht euch die Wilmaa Box welche wir in den letzten Wochen ausgiebig testen durften.
Nicht nur durch die freie Providerwahl unterscheidet sich die Wilmaa Box von seinen Mitbewerbern. Wie ihr in meinem Artikel über unser Zukünftiges TV-Setup nachlesen könnt haben wir uns in den letzten Wochen aktiv mit dem Thema auseinander gesetzt.
Im heutigen Testbericht könnt ihr unsere Erfahrungen mit der Box von Wilmaa nachlesen.

Hardware

Gleich vorneweg, ein endgültiges Ergebnis auf welche Plattform wir in der Zukunft setzen werden ist noch nicht gefallen, dazu möchten wir uns noch die kommenden Updates der veschiedenen Möglichkeiten etwas im Auge behalten. Da wir nicht die allergrössten Fernsehprogramm-Konsumenten sind ist unser Entscheid auch nicht so dringen nötig und darf deshalb gut überlegt sein.

Wilmaa Box

Der Vorteil gegenüber einem gebundenen Angebot sind natürlich die gekoppelten Eingenschaften. Egal ob zu Hause im Wohnzimmer, mal spontan ein Film im Schlafzimmer oder auch in einem anderen Raum. Die kleine Box ist universell einsetzbar und kann auch mal in die Ferien Wohnung mit genommen werde.
Die ist gegen über den Mitbewerbern natürlich ein Riesen Vorteil. Keine aufgezwungene TV-/Internet-/Telefonie-Lösung über euren Provider. Doch diese Freiheit kostet auch. Für einen möglichst reibungslosen Ablauf, benötigt ihr eine mindestens 10 Mbit/s Leitung.

Damit ihr die volle Leistung aus der kleinen Box herausholen kannst, kostete euch das ganze CHF 29.- im Monat für das Wilmaa Premium Abo. Zusätzlich kommen noch eine einmalige Einrichtungsgrundgebühr von CHF 199.- dazu.

Verarbeitung

Die kompakte Box kommt in einem matten schwarz daher. Verpackt in einer schlichten Schachtel im Wilmaa blau mit der weissen Wilmaa Aufschrift. Darin befindet sich neben dem Stromkabel, zwei Fernbedienungen auch ein HDMI und Ethernet Kabel. Nicht schlecht da könnten sich einige Media-Center-Boxen ein Beispiel nehmen.

Auf der Rückseite der Box sind von links nach rechts die folgenden Anschlüsse verbaut.
Ganz links ist ein feines Loch für das Reseten. Daneben ist der Line Out, der SPDIF, ein Ethernet, gefolgt vom HDMI und dem Strom-Anschluss. Abschliessend folgt ganz rechts der An- und Ausschalter für das vom Strom nehmen der Box.

An der Front befinden sich links zwei USB Ports und rechts der Schlitz für die SD Karte sowie die Infrarot Schnittstelle. Über die ersten beiden könnt ihr neben USB Sticks (Flash-Speicher) auch externe Festplatten (HDDs) anschliessen. Umso grösser dieser Speicher ist, umso praktischer natürlich wenn ihr auch lokale Aufnahmen machen möchtet. Bei externen Festplatten ist natürlich immer zu bedenken dass diese zu zusätzlichen Stromkosten führen. Dies ist wenn man den niedrigen Verbrauch der Wilmaa Box bedenkt natürlich kontraproduktiv. wir haben uns für einen kompakten USB Stick von Elecom entschieden, mehr dazu bald hier im Blog in einem separaten Review.

Ansonsten findet ihr hier im Blog Testberichte zu 2.5″ externen Platten und auch verschiedenen USB Sticks (bei ersteren ist zu beachten dass diese nur funktioniert sofern diese über einen externen Stromzufuhr gespiesen wird).

Software

Beim TV Konsum hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Neben den technischen Möglichkeiten sind in den letzten Jahren auch viele intelligente Fernseher (Smart TVs) dazugekommen. Diese und die zahlreichen TV-Dienstleister versuchen ihr Angebot zu erweitern und bieten zahlreiche Zusatzfunktionen in ihren Boxen mit an. Dazu gehört die Radiofunktion, Internet, Zusatzinformationen und vereinfachte oder auch manchmal etwas kompliziertere Bedienung.

Bedienung

Der Wilmaa Box wurden zwei Fernbedienungen beigelegt. Bei uns zu Hause hat sich die grössere durchgesetzt. Zum einen weil sie mehr Knöpfe hat und dank des Gewichtes liegt sie auch angenehmer in der Hand. Dazu kommt, dass sie einen besseren Bedienungswinkel bietet als die kleine. Hier wäre natürlich unser Wunsch nach einer Smartphone App da wir generell nicht die grössten Fans von Hardware-Steuerungen sind.

Das Menü (oder auch Wilmaa Living Room) genannt

Dargestellt mit einem Bücher-/Film-Regal optisch aufbereitet findet ihr nebem dem Smart TV, dem TV Program, dem Video Rekorder, euren Aufnahmen, den Favoriten, den verpassten Sendungen und dem TXT auch noch das Analoge TV, ein Aquarium und der Hilfebereich. Während dem ihr euch im Menü befindet habt ihr die aktuelle Sendung in einem kleinen Mini TV oberhalb eingeblendet, sowie eine analoge Uhr auf der rechten Seite.

Sehr schade ist das dabei die Menüführung nicht ganz durchdacht ist. Hier hoffe ich auf ein rasches Firmware Update, damit man auch mit dem «zurück»-Knopf navigieren kann und nicht immer mühsam über den «Menü»-Knopf zurück navigieren muss.

Aufnahme

Die aufgenommenen Dateien werden im MPEG-2 Format (*.ts) abgespeichert. Bestehend aus drei Dateien, einer Infodatei, einem Vorschaubild welches ihr im Aufnahmemenü sehen könnt und der eigentlichen Aufnahme. Bei uns wandern die aufgenommenen Dokus und Filme direkt auf dem NAS.

Das tolle ist, wenn wie bei uns mehrfach passiert der Stick überfüllt ist, nimmt die Wilmaa Box weiterhin auf. Dabei werden die von euch aufgezeichneten Sendungen für euch in der Cloud Markiert und bei den Aufnahmen angezeigt. Wenn ihr dann euren Stick leert und wieder ansteckt werden die Filme aus der Cloud übertragen. Hier müsst ihr einfach darauf achte, dass diese Filme in der Cloud nach sieben Tagen verfallen. Somit könnt ihr auch mal etwas über euer Speicherplatz aufzeichnen.

Replay-Funktion

Sehr praktisch ist natürlich die 7-Tage-Relay Funktion. Wilmaa bietet euch das komplette TV Program der letzten 7 Tage rückwärts an. Über das Meni könnt ihr beim Punkt «Verpasste Sendungen» jeweils durch den Tag über die folgenden Kategorien zappen:

  • ganzer tag
  • Primetime
  • Highlights
  • Top 10

Wenn ihr beim zappen auf eine Sendung, ein Film oder eine Doku trefft die euch gefällt, müsst ihr euch die nicht erst aufnahmen und dann abspielen, sondern könnt direkt auf den Anfang zurück hüpfen. Dies gelingt euch durch das drücken auf die «OK» Taste und da auf «Live TV».
über das «Info-Fenter» könnt ihr weitere Funktionen ansteuern. Die Info über den Film, der aktuellen Top 10, das was gerade auf anderen Kanälen läuft, den weg in die Time-Machine (zurück durch den Tag des aktuellen Senders gehen. Des weiteren findet ihr die Möglichkeit das aktuelle auf zu nehmen, die Sendung zu liken oder als Favorit zu definieren. Die von euch Favoritisierten Sendungen findet ihr anschliessend wieder im Menü beim entsprechenden Punkt.

Was mir auch noch sehr gut gefällt, ist die Möglichkeit, Filme aus der Replay-Funktion heraus lokal aufzuzeichnen.

Vorteile

  • Provider Unabhängig
  • niedriger Stromverbrauch

Nachteile

  • Diverse Kleinigkeiten die aber mit eine Software Update aus der Welt geschaffen werden könnten

Testbericht

Was mir während des Testes immer wieder gefehlt hatte (und dabei hab ich dann doch wieder meine Teleboy App herausgeholt) war das fehlende elektronische Programm Guide (kurz EPG genannt). Sicherlich könnt ihr während des Film Schauens mit der Fernbedienung durch die einzelnen Sender Schalten. Dabei zeigt euch die Infobox den Film an, wie lange er dauert und was danach kommt auf dem jeweiligen Sender inkl. dem aktuellen Stand der Sendung, doch gibt es keine Vorschau, ausser einem kleinen Bild.
Die über das Menü zu erreichende Tele-App zeigt euch wie oben schon erwähnt nur das Programm in den vier Kategorien und das ist etwas umständlich. Oder sagen wir mal so ich konnte mich in den paar Wochen meines Testes nicht daran gewöhnen da einfach zu viele Klicks nötig waren und ich das aktuelle Programm nicht mehr in den Augen hatte (nur den Ton im Hintergrund).

Ein zweiter kleiner Negativ Punkt betrifft mich selber jetzt nicht, da ich nicht in die Zielgruppe gehöre. Das Zappen ist schon mit etwas Geduld verbunden. Kann ein Wechsel zweier Sender doch schon mal 1-2 Sekunden dauern was für einen Extrem-Zapper natürlich nicht wirklich spannend ist. Doch im Gegensatz zu anderen Lösungen hat man nach dem kurzen schwarzen Bild ein sauberes Bild, bei HD sogar sofort ein gestochen scharfes Bild. Von dem her ist das, so finde ich zu verkraften und wer weiss vielleicht wird da ja bald schon nachgebessert.

Das waren sie aber auch schon die Negativen Punkte, wie gesagt für mich der normalerweise nur aufgezeichnete Sendungen anschaut und selten durch die Sender Zappt kein Problem.

Die Wilmaa Box ist einfach zu konfigurieren, braucht kaum Zeit für den Installationsvorgang und kann somit gleich genutzt werden. So wie man es sich eigentlich von einer jeden Media-Box wünscht.

Das tolle an der Wilmaa Box ist, ihr könnt sie überall mit nehmen und betreiben sofern ihr eine genügend starke Internetverbindung habt. Wenn ihr eure Ferien hier in unserem schönen Land verbringt und da einen Zugang habt, müsst ihr nicht auf das gewohnte Programm verzichten, die Wilmaa ist immer bei euch. Das gleiche gilt auch für einen Fernsehabend bei Freunden einfach die Box einpacken (Stromkabel natürlich auch – HDMI hat es in den meisten Haushalten mittlerweilen) und schon könnt ihr es euch gemütlich machen.

In kurzen Worten, ich kann einem jeden der gerne und viel TV schaut und das am liebsten noch nicht Ortsgebunden die Wilmaa Box empfehlen.

Gadget passt zu ...

Einem jeden der viel und gerne TV schaut und unabhängig sein möchte.
Natürlich auch allen die gerne die aufgezeichneten Sendungen/Filme weiter verwenden möchte, z.B. für das Speicher auf dem eigenen NAS System oder ähnlichem für das heimische Kino.

Technische Daten

 
Benutzeroberfläche
Betriebssystem:
Sprachen:
Preis Schweiz:
Preis Deutschland:
Technologie:
Technisches
Prozessor:
RAM:
Speicherplatz:
Auflösung Signal:
Schnittstellen
Netzwerk:
Audio:
Sonstige:
Formate
Video:
Foto:
Audio:
Dienste:
Allgemeines
Gewicht:
Grösse:
Lieferumfang:

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