Sony Xperia Z Ultra

Smartphone in Übergrösse, mit solchen hatte ich zum ersten mal beim Samsung Galaxy Note und ein Jahr später mit dem Galaxy Note II Kontakt. Gut, wenn man es genau nimmt, ist es ja kein Smartphone mehr sondern ein Phablet. Dieser Name beschreibt Smartphones mit einer Display-Grösse zwischen 5″ und 6.9″.
Wer meine Testbericht dazu gelesen hat und/oder gelegentlich in den #GeekTalk Podcast rein hört, weiss sicherlich was ich von solchen übergrossen Smartphones halte. Dennoch, oder besser gesagt genau deswegen wollte ich mich wiedermal mit dem Phänomen Phablet auseinandersetzten.

Hardware

Ohne euch jetzt gleich mein Fazit vorneweg zu nehmen, der ganze Test, welcher mehr als drei Wochen dauerte hatte viele Hochs, viele Tiefs und vor allem ein wildes durcheinander und warum das dass so war das könnt ihr hier jetzt im Testbericht nachlesen.

Sony Xperia Z Ultra

Ich war sehr gespannt, als das Sony Xperia Z Ultra zusammen mit der Sony Cyber-Shot DSC RX100M2 (Testbericht folgt hier im Blog) meinem Briefkasten erreichte. Wie immer bei neuen Gadgets werden diese, sobald meine Mädels da sind ausgepackt und gleich mal auf die Akku-Ladestation verbannt.
Beim ersten Auspacken erschrak ich gerade etwas, ist doch das Z Ultra nochmals um einiges grösser als die Note Serie von Samsung. Auch meine beiden kleinen meinten «Oh, Papa schau ein neues Tablet». Da konnte ich mich gleich einmal in einen Phablet-Käufers versetzten und bemerkte wie schwierig es war ein solches Gadget zu erklären. Gut, das kann auch daran liegen dass ich bis dahin keinen Nutzen/Sinn oder Einsatzzweck für ein solches Phablet gefunden habe (mehr dazu im Fazit).

Verarbeitung

Das Riesen Smartphone oder ist es doch ein kleines Tablet ist unglaublich schön verarbeitet. Für mich (vom iPhone) her gewohnt, eine Doppelte Glasfläche, vorne und hinten ist schon mal sehr sympathisch. Umgeben ist das komplette Z Ultra von einem Aluminum-Rahmen, welcher schön abgeschrägt und leichte gebürstet ist. Der erste Eindruck hat es somit schon mal sehr gut bestanden. Ein zweiter Faktor der gleich auffällt ist der Formfaktor, trotzt seiner Grösse von 179 x 92 mm ist es «nur» 6.5 mm dick. Irgendwie wurde ich während des kompletten Testzeitraum das Gefühl nicht los, dass ich es verbrechen könnte.
Trotz seiner Grösse und den verwendeten Materialien bringt es aber nur 212 g auf die Briefwaage, was schon mal sehr sympathisch ist
Im direkten Vergleich mit anderen Sony Smartphones muss man zum Z Ultra sagen, dass es kein Gorilla Glass ist. Hier wird auf ein gehärtetes Mineralglas gesetzt, welches von einer Bruchschutzfolie überzogen ist.

An Oberseite befindet sich das Sekundäre Mikrofon für die Geräuschunterdrückung und sonnst nichts.

Rechts ganz oben ist der 3.5 mm Klinkenstecker verbaut für den Anschluss eines Kopfhörerkabels. Gleich danach folgt eine ca. 45 mm lange Abdeckung unter dieser die microSIM, sowie microSD Karte verstaut wird. Gefolgt wird die Abdeckung mit dem Power-Button der Optisch wie auch Phyisch gut heraussticht. Somit findet ihr von Beginn an den An- und Ausschalt Knopf sofort, auch Blind oder in der Nacht. Knapp darunter befindet sich die Lautstärkewippe, welche für die Grösse des Gadgets eher klein geraten ist.

Unten in der rechten Ecken findet ihr die Öffnung für die Handschlaufe, welche bei dem grossen Phablet sicherlich sinn macht auch zu nutzen. Gefolgt vom Lautsprecher, der auch bei grösseren Händen im Landscape Modus nicht verdeckt wird.

Links befindet sich in der Mitte des Z Ultra eine Schnittstelle für die mitgelieferte Dockingstation. Ganz oben, ist noch eine kleine Abdeckung unter der sich der microUSB Port befindet über den ihr euer geliebtes Telefon aufladen könnt.

An der Rückseite oben ist die 8 mp Kamera verbaut zu deren Bildqualität ich mich weiter unten noch äussern werde. Gleich darunter ist der NFC Chip unter dem bekannten Logo verbaut und die beiden Brands «Sony» und «XPERIA» sind noch ins Glas eingelassen.

Display

Wie schon einleitend erwähnt, ein auf und ab durfte ich durchleben beim Sony Xperia Z Ultra Test. Das Display ist genial zum Filme schauen auch Spiele machen darauf spass. Dabei überzeugt der Full-HD-Screen mit seiner Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Auch das Surfen im Web macht natürlich bei der Grösse Freude, in den meisten Fällen wird einem auch keine mobile Seite angeboten sondern gleich die komplette.
Bei den Apps verhält es sich noch speziell, einige wie z.B. der Google Play Store zeigen sich gleich in der Tablet Ansicht, die Smartphone Version der Apps sehen teilweise schon eher sehr speziell aus. Aber hier schlafen die meisten Entwickler ja zum Glück nicht und reichen nach und nach Updates weiter.
Auch wenn mit dem Snapdragon 800-Chipsatz der aktuell potenteste Mobile-SoC für Android verbaut ist würde ich mir wünschen dass der Wechsel vom Hoch- in das Querformat etwas flüssiger von statten gehen würde. Dies hat aber mehr mit dem Effekt zu tun als mit der Hardware, für mich persönlich ist der Wechsel zu hart (aber wie so vieles natürlich persönliches Empfinden und vor allem Jammern auf hohem Niveau).

Prozessor

Wie gerade vorher erwähnt wird das Xperia Z Ultra angetrieben von der aktuell schnellsten CPU für Androide Devices. Das bemerkt man auch und das ist auch einer der Punkte die mir an dem Z Ultra sehr gut gefällt.
Der 2.2 GHz getaktete Qualcomm-MSM8974 Prozessor wird unterstützt von 2 GB RAM. Diese geballte Power im Zusammenspiel mit dem Adreno 330-GPU lässt auch Spiele (wie z.B. Real Racing 3) auf dem Androiden Gadget fast komplett flüssig spielen. Hier spielt natürlich auch noch die App eine grosse Rolle da sie für Dutzende Androide Devices ausgelegt ist und nicht nur aufs Ultra Z geschrieben ist.

Akku

Leistungsstarke Smartphones mit Android als Betriebssystem gab es in diesem Jahr einige, doch die meisten vermochten mich nicht wirklich überzeugen was die Leistung des Akkus anbelangt. Hier bemerkt man, dass bei der Entwicklung des Snapdragon 800 neben der Power vor allem das Energie-Management im Blickfeld lag.
Ich hätte (aus Erfahrung) nicht gedacht dass bei einem solche Grossen Display der Akku so gut mitmacht. Sicherlich die Grundkonfiguration ist sehr sparsam, sind doch einige Funktionen nicht aktiviert dazu kommt, dass das Display sich sehr schnell auch bei nur kurzem nicht gebrauch deaktiviert. Das ist schon etwas nervig, wenn man das Phablet nur kurz mal hinlegt. In den Einstellungen lässt sich der Punkt aber ändern – natürlich immer mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Akku-Lebensdauer.

Kamera

Auf der Rückseite hat Sony eine 8 mp- und an der Front eine 2 mp-Kamera verbaut. Die Rückseitige Kamera hat einen Sony eigenen Exmor RS-Sensor verbaut. Im Vergleich mit anderen aktuellen Smartphone Kameras (und nach dem Test der Sony Cyber-Shot DSC RX100M2) ist das Ergebnis derer Bilder natürlich nicht gerade berauschend.
Solange die Lichtverhältnisse mitspielen bekommt ihr auch gute Schnappschüsse hin, sobald es etwas dunkler wird wirds aber schwach, dies liegt vor allem am nicht existenten LED-Blitz. Dieser Umstand ist sicherlich der Grösse und Tablet-Verwandtschaft anzurechnen.

Besser schläft sich die Kamera aber im Film-Modus. Video-Aufnahmen mit 1080p sind fast ohne Probleme Möglich. Einzig solltet ihr bei Schwenkbewegungen eine ruhige Hand haben, ist doch sonnst schnell einen «Rolling Shutter-Effekt» ersichtlich im Endergebnis.

Audio

Ein Punkt bei dem das Sony Xperia Z Ultra in vielen Tests schlecht abgeschnitten hat ist der Ton. Wenn man es natürlich vergleich mit den Speakern vom HTC One vergleicht sind das schon Welten.
Bei der Display Grösse wäre es natürlich auch schön gewesen, wenn an beiden enden ein Lautsprecher verbaut wäre. Das hätte das Filme schauen gleich nochmals auf ein anderes Niveau gehoben.

Docking Station

Ein Punkt welchen ich fast verpasst hätte ist die Docking Station. Fast hätte ich sie nicht ausgepackt da ich von den diversen Tests bei mein iPhones aufgrund des geringen Gewichtes schlechte Erfahrungen gemacht habe. Nicht das der Stand nicht genügend wäre sondern das herausnehmen, welches meist zwei Hände bedingt.

Dank des integrierten Magnetes ist das reinstellen sehr simple und gelingt auch mit nur einer Hand, da die Magnete das Positionieren übernehmen. Beim herausnehmen sind aber wie schon einleitend erwähnt, dank des geringen Eigengewichts zwei Hände nötig.

Das positive an der Docking Station ist zum einen das lange Kabel, dank dem ist man beim positionieren auf dem Schreibtisch sehr flexibel. Doch die wahre «Magie» zeigt sich schon beim ersten an-docken. Smart Connect nennt sich die App welche sich beim koppeln startet. Über diese könnt ihr Aufgaben definieren die abgewickelt werden sobald sich die beiden verbinden.
Ihr könnt darüber z.B. beim einstecken des Z Ultra automatisch ein Bilderalbum starten und dazu Musik abspielen. Wenn ihr Filme schauen möchtet, und das Phablet in die Docking Station steckt aktiviert sich automatisch der Flugmodus und die Systemtöne werden auf ein Minimum reduziert. Am besten gleich mal damit rumspielen, macht wirklich Spass.

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Software

Wie fast jeder Hersteller der auf das offene Android System setzt, stülpt  auch Sony dem nackten Betriebsystem noch sein eigenes Aussehen über. Wie schon mehrfach im #GeekTalk Podcast angesprochen bin ich eher der Fan vom original Android. Ansonsten gefällt mir die HTC Sense und noch besser das Sony UI, da es nur geringfügig modifiziert wurde.

Sony UI

Meist ergänzt Sony damit sinnvolle Features aus kommenden Android Versionen um oder setzt damit selber neue Standards. Über den App Drawer könnt ihr durch einfaches Wischen vom linken Rand her eine Seitenleiste mit zusätzlichen Einstellmöglichkeiten einblenden lassen.

Dazu kommen eigene Hubs für Musik, Video, Fotos und einen eigenen App Store «Sony Select». Gut, nicht ganz ein eigener App Store im Sinne von dem welcher z.B. Amazon anbietet. Über diese App findet ihr ausgewählte Apps, welche euch Sony aktuell vorschlägt, sobald ihr auf den Kaufen Button klickt landet ihr im Play Store von Android.

Sehr sympathisch ist natürlich auch, dass Sony nicht wie andere Hersteller das Smartphone schon mit massenweise Apps vorinstalliert auf den Markt bringt – Stichwort «Bloatware».

Spielen

Ein interessanter Ansatz ist auch, dass ihr den Wireless Controller (DUALSHOCK 3) von eurer Playstation mit dem Xperia Z Ultra verbinden könnt. Somit lässt sich auch Unterwegs oder auf dem Balkon in ruhe etwas zocken. Natürlich wie immer, nur wenn die zu spielende App auch das spielen mit einem Controller erlaubt.

Vorteile

  • Sehr starker Prozessor
  • gute Akku-Leistung
  • Sauber verarbeitet
  • Briliantes Full-HD-Display
  • Staub- und Spritzwasserschutz

Nachteile

  • Kamer dürfte besser sein und fehlender Blitz
  • Audio-Qualität dürfte besser sein

Testbericht

Schwierig zu sagen, ich bin ein Typischer Smartphone und Tablet Benutzer (der kein Laptop nutzt). Mein Smartphone (iPhone – Maximal 4″) brauche ich für die schnellen Infos, um auf dem laufenden zu bleiben und alles mitzubekommen. Sobald es etwas mehr sein darf oder es etwas mehr zum lesen gibt, wechsle ich auf mein iPad mini oder ein grosses iPad. Eines von beiden ist eigentlich auch immer mit dabei, zu Hause aber auch unterwegs.

Wenn man sich an die unglaublichen Masse gewöhnt hat kommt der Teil mit dem mobilen Einsatz. Man möchte das Z Ultra wie jedes Smartphone natürlich immer mit dabei haben. Für die Hosentasche ist er aber zu gross, heisst es muss eine Hülle her, doch dann verliert das Phablet wieder eines seiner positiven Merkmale, der dünnen Bauart.

Versteht mich nicht falsch, das Phablet ist in vielerlei Hinsicht genial vor allem von der verbauten Hardware. Für mich vor allem im mobilen Einsatz ist es aber nicht wirklich brauchbar.

Meist hatte ich es doch in der Dockingstation geparkt und als «kleinen» externen Monitor für meine Social Media Kanäle genutzt. Dieser «intelligente» Ständer würde meinem iPhone auch nicht schlecht stehen.

Sympatisch ist der «breite» Rand unten und oben. Vor allem da keine Kapazitativen Buttons verbaut sind und somit das Phablet sich gut halten lässt auch von Kinderhänden. Sehr lobenswert Sony.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Sony Xperia Z Ultra
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android 4.2.2
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 6.44"
Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Technologie: TFT
Technisches
Prozessor: 2,2 GHz Qualcomm Snapdragon MSM8974 Quad-Core-Prozessor
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 16
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • 3.5 mm Klinkenstecker
  • aGPS
  • DLNS
  • GLONASS
  • NFC
  • microUSB
  • Bluetooth 4.0
  • microSD bis zu 64 GB
Sensoren:
Multimedia
Kamera Front: 2 mp
Kamera Hinten: 8 mp
Audio: -
Textformate:
Videoformate:
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Ja
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 3'000 mAh
Gewicht: 212 g
Grösse: 179 x 92 x 6,5 mm
Lieferumfang:

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