Huawei Ascend P7

Vor kurzem durfte ich in Paris die Geburt vom neuen Huawei Flaggschiff dem Ascend P7 miterleben. Das tolle daran war, dass ich gleich ein P7 mit nach Hause nehmen durfte und es somit in den letzten Tagen/Wochen schon fleissig für euch austesten konnte.
Vom ersten Kontakt am Touch & Try Tisch von Huawei bis heute fasziniert die flache Bauweise des Smartphones. Diejenigen die auch beim #GeekTalk Podcast reinhören haben meine anfängliche Begeisterung vom P7 sicherlich mitbekommen, doch konnte es auch über die ganze Testzeit begeistern?

Hardware

Von Version zu Version, genauer gesagt vom P1 über das P2 bis zum P6 wurde mir das Flaggschiff von Huawei immer wie sympathischer, deshalb war ich natürlich extrem gespannt auf die neuste Version des Chinesischen Smarpthones.

Huawei Ascend P7

Und das mit dem gefallen scheint nicht nur mir so ergangen zu sein, konnte sich doch Huawei mit dem P6 das erste mal auf dem dritten Platz der weltweiten Smartphone Liga einnisten.

Verarbeitung

Schon beim ersten anheben vom Smartphone auf dem Touch & Try Tisch in Paris war ich verblüfft, wie leicht es doch ausgefallen ist. Trotz den beiden Gorilla Glass 3 und dem Alu-Rahmen kommen insgesamt nur 124 g auf die Waage.
Somit ist es das aktuell dünnste Smartphone welches auf dem Europäischen Markt zu kaufen ist. Wiedermal hat sich Huawei selber überboten, den die Höhe des Smartphones war in den letzten zwei Modellen jeweils die Messlatte für andere Hersteller. Genauso jetzt auch wieder im 2014er Modell.

Von drei Seiten ist das Ascend P7 von einem drei geteilten Alu-Rahmen eingeschlossen. Die Teilung ist jeweils links und rechts etwa 6 mm vor dem oberen Rand. Vorne und hinten ist jeweils über die gesamte Fläche ein Gorilla 3 Glas verbaut was dem ganzen Stabilität und Schutz vor Kratzern bietet. Am unteren Rand ist das Smartphone schön abgerundet und verbindet somit das Design vom Ascend P1 mit dem P6. Auch wenn man an einigen Stellen die Designsprache eines anderen sehr bekannten Smartphone Herstellers nicht abstreiten kann haben sie dennoch eigene Akzente gesetzt und ihre eigene Designsprache weiter gebracht.

Am oberen Rand im Alu-Rahmen ist neben dem sekundären Mikrofon für die Geräuschunterdrückung noch der 3.5 mm Klinkenstecker verbaut. Dieser fand bei seinem Vorgänger noch seinen Platz auf der linken unteren Seite was auf nicht wirklich viel Gegenliebe stiess.

Auf der rechten Seite findet ihr von oben nach unten die Lautstärkerwippe, der Ein- und Aus-schalt Knopf sowie zwei Schächte. Ersterer ist für eure microSD Karte zuständig und in den zweiten könnt ihr eure SIM Karte verbauen damit ihr auch unterwegs ins Netz könnt. Interessant war an der Keynote der Bericht, dass sich der microSD Karten Slot einfach in einen zweiten SIM-Karten-Slot umbauen lassen kann. Das ist für all diejenigen Praktisch die zwei Telefonnummern haben. Leider aber stellte sich im Anschliessenden Interview mit Jerry von Huawei leider heraus, dass genau dieses Feature dem Asiatischen Markt vorenthalten bleibt. Dies ist wiedermal eine Revolution im Smartphone-Markt was noch kein anderer Hersteller so bieten kann.

An der Unterseite befindet sich ganz zentral der microUSB Anschlüss für das aufladen des Smartphones. Links daneben ist das erste Mikrofon, welches für eure Stimme zuständig ist verbaut.

Die komplette linke Seite hat keine Bedienelemente und/oder sonstige Anschlüsse verbaut.

Display

Beim Display setzt Huawei nach wie vor auf die IPS Technologie und bietet euch mit dem P7 nun auch ein 5″ Display. Das Display Löst mit 1’920 x 1’080 Pixeln in Full-HD auf und bietet eine breiten Blickwinkel.
Auch auftrumpfen konnte Huawei mit der Pixeldichte. Den diese beträgt ganze 445 ppi und das ist einiges mehr als es z.B. das aktuelle iPhone 5S oder das Samsung Galaxy S5 aufs Display bringt.
Dank der IPS-Technologie wirken die Farben sehr natürlich und mir als iPhone Nutzer sowieso bekannt.

Prozessor

Bei der CPU baut Huawei auf den nicht mehr ganz neusten Hisillcon Kirin 910T, einem 1.8 GHz Quad-Core Prozessor. Dennoch muss ich gleich vorneweg nehmen, dank den zusätzlich verbauten 2 GB RAM ruckelt dennoch nichts in der Bedienung des Betriebssystems. Dass das möglich ist bewiest Apple schon seit Jahren genauso wie seit ca. 1.5 Jahren auch Microsoft mit seinem Windows Phone Smarpthone System. Das kommt natürlich auch dem Akku verbrauch gelegen und bietet euch mehr Nutzungszeit.

Akku

Der Akku ist im Vergleich zu anderen Flaggschiffen der Mittbewerber etwas kleiner ausgefallen. Wie aber schon oben erwähnt braucht natürlich der Prozessor auch nicht eine solch Riesen Leistung. Dennoch hielt während meiner Testzeit der Akku erstaunlich lange aus bis dass ich wieder zu der nächsten Steckdose mit Adapter und USB Kabel watscheln musste.
Wie z.B. auch das HTC One bietet euch das Ascend P7 einen Energiespar-Modus an, bei dem ihr mit 10 % Akku Leistung noch bis zu einem Tag weiter gehen könnt. Natürlich ist das Smaprthone und sein Betriebssystem dann auf das aller nötigste zurück gestuft.

Kamera

Bei den Kameras hat Huawei fleissig geschraubt. Was gänzlich neu ist, ist natürlich die an der Frontseite verbaute 8 mp Kamera über die ihr die perfekten Selfies machen könnt. Neben den 5 Linsen greift die Kamera noch auf einen eigenen Chipsatz zurück. Eine solche Kamera verbauen andere Hersteller auf der Rückseite ihrer Smartphones. In der dazugehörigen Kamera App gibt es noch etliche praktische Helferchen für die Frontkamera, dazu aber im Bereich der Software unten mehr.

Auf der Rückseite findet ihr eine 13 mp Kamera. Dabei setzen sie auf den neusten BSI Sensor von Sony (4. Generation) welcher vor allem auch in nicht allzu idealem Licht ein gutes Ergebnis liefert.

Groufies

Was ist ein Groufie? Huawei ist der Meinung, dass man bei einem Selfie nicht nur das eigentliche Bild mitgeben möchte, sondern auch die Geschichte dahinter. Das ist meinst nicht möglich da beim Selfie die Person/en im Vordergrund fast das komplette Bild abdecken. Mit dem Groufie könnt ihr zusätzlich mit aufnehmen was links und rechts von euch passiert.
Diese Funktion ist neu in der Selfie Szene und ich bin sehr gespannt darauf wie sie angenommen wird. Bietet es einem doch sehr viele und interessante Möglichkeiten. Huawei hat an der Keynote ein Beispiel gezeigt auf dem in der Mitte (dem Selfie selber) der Ehemann abgelichtet ist, links und rechts davon eine Frau. Bei genauerer Betrachtung sah man dass dies nur eine Frau ist einfach mit unterschiedlicher Kleidung. Somit ist eurer Fantasie natürlich freies Geleit geboten und ihr könnt damit herumexperimentieren.
Da ich selber für mich das Selfie noch nicht wirklich entdeckt habe kann ich euch hier auch nicht wirklich ein Beispiel dazu liefern. Aber wer weiss, vielleicht packt mich das Selfie-Fieber doch plötzlich auch noch.

Audio

Da das Huawei Ascend P7 in der neusten Ausgabe nochmals fleissig geschrumpft ist, fand auch der Speaker keinen Platz mehr in dessen Seitenprofil. Hinten unten rechts ist ein ca. ein cm langer Speaker-Schlitz angebracht aus dem die ganzen System und/oder Musik-/Film- oder sonstige Töne verteilt werden. Dies ist natürlich nicht ganz so praktisch wenn ihr das Smartphone komplett flach aufliegen habt. Beim Film/TV-Serien Konsum ist das aber sicherlich eher sehr selten der Fall. Genauso beim Video-Anruf, somit ist der Umstand nicht ganz so schlimm. Meine erste Befürchtung den Speaker zu verdecken beim normalen in den Händen halten hat sich aber dann doch nicht bestätigt. Das kommt sicherlich auch vom grossen Display womit die eigenen Finger nicht ganz so nah anliegen.

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Software

Beim System hat Huawei auf Android gesetzt und bietet euch da von Werk gleich eine der neusten Versionen an.

Android 4.4.2

Wer mich kennt, der weiss dass Android nicht mein Favorit unter den mobilen Betriebssystemen ist. Da sich aber seit der Version 4.1 einiges geändert hat und das ganze immer wie flüssiger wird, hab ich mich wiedermal zu einem noch intensiveren Test bewegen lassen.

Von Android 4.4.2 sieht man zum Glück oder leider (wie auch immer die eigene Sichtweise ist) nicht mehr allzu viel. Huawei hat da ganz stark gebastelt und bietet euch eine eigene Benutzerführung.

Huawei Emotion UI 2.3

Das nennt sich dann Huawei Emotion UI 2.3 und kommt im Vergleich zu der letztjährigen Ausgabe um einiges funktionaler daher. Nach wie vor sind Ähnlichkeiten mit einem anderen System sehr gegeben, in meinem Fall ist das aber nicht mal ganz so schlimm, da ich natürlich an das System sehr gewohnt bin.

Beim Hands-On und in den ersten zwei, drei Tage war ich nicht wirklich happy mit der Oberfläche welche Huawei dem Ascend P7 verpasst hatte. Doch umso mehr ich mich eingearbeitet hatte umso mehr hab ich gefallen gefunden (und/oder mich daran gewöhnt).

Was mir sofort aufgefallen ist, war die Einfachheit vom System. Damit meine ich z.B. den langen Tap auf den Homescreen da ploppt schon eine Bildliche Übersicht der jetzt anstehenden Möglichkeiten auf. So könnt ihr einfach den Hintergrund ändern, die Übergänge definieren, Widgets verwalten genauso wie die einzelnen Homescreens etc.. Und das zieht sich durch das komplette System womit es einem Android Anfänger schon mal wesentlich leichter fallen wird sich zurecht zu finden.

Schwebende Schaltfläche

Im Einstellungsmenü könnt ihr im unteren Drittel zusätzlich die «Schwebende Schaltfläche» aktivieren. Damit bekommt ihr zwei etwa 2 mm breite Kreise ineinander, welche zur Hälfte aus dem Displaysand schauen. Die Position der Schwebenden Schaltfläche könnt ihr natürlich selber bestimmen an welchem Rand ihr sie auch immer bevorzugt. Dies ist vorallem für Linkshänder super da die sonnst Probleme in der Bedienung bekommen.

Über diese Schwebende Schaltfläche habt ihr Zugriff auf verschiedene Mini Programme.

  • Schnellzugriff auf den Homescreen
  • Miniprogramme dazu gleich unten mehr
  • Das aktivieren des Gerätemanagers
  • und dem Besen

Der erste Punkt braucht nicht wirklich Erklärung, einfach schnell und mit einem Klick seid ihr auf eurem Homescreen, solltet ihr sonnst man den Weg zurück nicht mehr erreichen können.

Zu den miniprogrammen gehören: Musikplayer, Nachrichten Versand, Notizen, Rechner und Kalender. All diese kleinen Programme schweben dann überhalb des aktuellen Bildschirm-Contents in einem kleinen, leicht transparenten Feld.

Über den Geräteadministrator könnt ihr euer Smartphone etwas zu entrümpeln.

Mit dem Besen reinigt ihr eure RAM-Modul und allgemein den Speicher vom Gerät, dabei werden die aktuell geöffneten Apps geschlossen und somit Speicher frei gegeben.

Kamera App

Wenn ihr mit der 8 mp Front Kamera ein Selfie auslöst, bekommt ihr beim abdrücken am oberen, rechten Rand ein Miniatur Fenster eingeblendet in dem ihr sehen könnt was genau von der Kamera erfasst wird. Dann zählt ein Countdown von drei herunter und das Foto wird ausgelöst. Dies hat vor allem einen sehr praktischen Grund. Wenn ihr nicht so Selfie geübt seid, bemerkt ihr schnell dass ihr vor lauter auf die Kamera-Linse konzentrieren völlig schräg ins Bild lacht. Hiermit kann euch das nicht mehr passieren, da ihr kurz vor dem Auslösen einen guten Blick in die Linse habt. Auch sonst bietet euch die Kamera App eine gute Unterstützung damit ihr einfach und schnell ein gutes Foto schiessen könnt.

Vorteile

  • Ultradünnes und sexy Design
  • flüssiges Bedienen
  • simples Bedienen dank der Huawei Emotion UI 2.3

Nachteile

  • Der Akku dürfte etwas mehr Leistung haben

Testbericht

Der erste Eindruck zählt wie man so schön sagt und das erste Feeling hat sich komplett durch den ganzen Test gezogen. Das super schlanke und leichte Design mag begeistern, erste bedenken, dass es mir zu leicht ist (wie damals der Plastikbomber SGSII) haben sich nicht bewahrheitet. Natürlich ist es ein wuchtiges 5″ Smartphone, dennoch fand es gut in meiner Hosent- und Gadget-Tasche seinen Platz und begleitete mich seit dem Pariser Event auf Schritt und Tritt.

Ein sexy Design wie es das Huawei Ascend P7 und dann noch zu einem solch interessanten Preis, da kann man doch nicht nein sagen. Wäre da jetzt noch Windows Phone 8.1 als Betriebssystem vorinstalliert wäre ich nochmals ein ticken Glücklicher. Aber Scherz beiseite, es ist wirklich ein geniales Smarpthone, das Spass in der Nutzung macht gerne benutzt wird.

Auch die Menüführung kam mir sehr gelegen, ich hatte mich sehr rasch eingewöhnt und konnte mich auf die Bedienung vom Ascend P7 konzentrieren und noch mehr auf die Aufgabe welche ich damit erledigen wollte.

Ein Super Design bietet euch das Huawei Ascend P7 auch noch und das ganze zu einem super Preis, vor allem wenn man es mit den Mittbewerbern vergleicht.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Huawei Ascend P7
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android 4.4.2
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 5"
Auflösung: 1'920 x 1'080 Pixel
Technologie: IPS
Technisches
Prozessor: 1.8 GHz Quad-Core
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 16 GB
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • NFC
  • WiFi 802.11b/g/n
  • Bluetooth 4.0 with BLE
  • microUSB 2.0
Sensoren:
  • G-sensor
  • Accelerometer
  • Proximity & light sensor
  • Ambient light sensor
  • Compass
Multimedia
Kamera Front: 8 mp
Kamera Hinten: 13 mp
Audio: MP3, MIDI, AMR-NB, AMR-WB, AAC, AAC+, eAAC+, AAC-LC, FLAC, WMA2-9, RA Audio File Format: *.mp3, *.mid, *.amr, *.3gp, *.mp4, *.m4a, *.wav,*.ogg, *.ra
Textformate:
Videoformate:
  • 3gp
  • mp4
  • m4a
  • rm
  • rmvb
  • wmv
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Ja
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 2'500 mAh
Gewicht: 124
Grösse: 139.8 x 68.8 x 6.5 mm
Lieferumfang:
  • Smartphone
  • Strom Adapter
  • microUSB auf UBS Kabel
  • Kopfhörer
  • SIM-Karten-Schacht Öffnungs Tool
  • Bedienungsanleitung

2 Antworten

24.6.2014

habe das huawei ascend p7 gekauft (in weiss), und es ist GENIAL! es ist leicht, praktisch, super touchscreen und auch die kamera ist super. der akku hält bei mir so 50 h durch, obwohl ich fast ständig mit wifi verbunden bin. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen :))

Auf jedenfall ein Smartphone das sehr gut gefällt, danke @melody für dein Feedback dazu.

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