Wiko Highway Black

Im Pokipsie Blog habe ich euch vor kurzem berichtet, dass Altron (der Mutterkonzern von Brack.ch) in der Schweiz exklusiv den Distributionskanal für die Wiko Smartphone Reihe übernommen hat.
Ein Tag nach dem Post lag auch schon ein Wiko Smartphone von Brack.ch in meinem Briefkasten und ich konnte es in den letzten Wochen fleissig austesten.

Hardware

Wiko Highway BlackEtwas getrübt war ich natürlich aufgrund des Feedbacks welches ich auf meinen ersten Post im Pokipsie Blog erhalten habe.

Wiko Highway Black

Wiko Smarpthones haben den Ruf günstig zu sein und dennoch gut Verarbeitet zu sein. Beim Innenleben scheiden sich die Geister weil «nur» auf einen Mediatek Prozessor gesetzt wird und nicht wie sonnst bei den meisten Mitbewerbern üblich einem Qualcomm Snapdragon. Das wird wohl auch einer der Gründe sein für den Preisunterschied. 

Verarbeitung

Ich gebe es zu, ich habe mich immer noch nicht wirklich auf an die grossen Display Diagonalen gewöhnt und werde das wohl auch in näherer Zukunft nicht tun. Somit ist das erste was gleich auffällt beim öffnen des Paketes eine grosse Display Front.
Optisch geht es wie das Ascend P7 von Huawei in die Richtung iPhone und Sony Xperia Z. Vorne wie auch hinten wird auf Glas gesetzt an der Front sogar ein Gorilla Glass, schaut visuell toll aus, bringt aber auch fleissig Fingerabdrücke mit sich.
Zusammengehalten wird das ganze durch einen Alu Rahmen welcher in fünf Bereiche unterteilt ist.

An der oberen Seite findet ihr den 3.5 mm Klinkenstecker für euere Kopfhörer. Auf der rechten Seite neben dem ersten SIM-Kartenslot, den An- und Ausschalt-Knopf und eine Lautstärkewippe. Unten, zentral hat Wiko 55 feine Löcher in den Alu Rahmen eingelassen aus diesen kommt die Musik und der ganze Ton vom Highway Smartphone. Auf der linken Seite befindet sich ausser dem am oberen Rand befindlichen zweiten SIM-Karten Slot nichts.

Display

Beim Display setzt Wiko auf ein sehr scharfes fünf Zoll grosses Display mit einer Auflösung von 1’920 x 1’080 Pixeln (443 dpi). Das ganze wird geschützt von einem Gorilla Glass 2. Die Farben wirken im vergleich zu anderen aktuellen Smartphones leicht blass, aber beim Blickwinkel kann es dafür wieder punkten.

Prozessor

Für die Power ist ein Acta-Core-Prozessor zuständig, ein Cortex A7 mit acht Kernen. Die einzelnen Kerne sind jeweils mit bis zu zwei Gigahertz getaktet. Wie schon einleitend erwähnt ist der Prozessor von Mediatek und ich habe ihn mal spasseshalber gegen das HTC One M8 und das Samsung Galaxy S5 in einem Benchmark Tool antreten lassen. Wer viel hier im Blog mitliesst, weiss, dass ich das sonnst nicht tue, doch hier wollte ich mal einen Vergleich haben.

  • HTC One M8 – 36’047
  • Samsung Galaxy S5 – 33’871
  • Wiko Highway – 29’297

Wenn ihr das Wiko Highway gegen die besagten Mitbewerber antreten lässt erhält ihr dennoch eine gute Leistung, vor allem wenn ihr auf das Preis-/Leistungsverhältnis schaut.

Akku

Der Fix verbaute Akku greift auf 2’350 mAh zurück, was im Android Bereich bei der Grösse des Displays nicht wirklich viel ist. Dies merkte ich auch bei meinem Test. Wenn ich es so intensiv wie mein iPhone nutze habe ich schon mühe über den Tag zu kommen. Hier kommt mit natürlich zu gute dass ich meist in der Nähe eine Steckdose bin und eigentlich immer wenn ich ausser Haus bin mindestens ein mobiler Akku bei mir habe.

Seit dem letzten Update auf Android KitKat hat sich dies aber auch verbessert. Auch wenn ich dies nach so kurzer Testdauer seit dem Update nicht gerne sage. Deshalb die vorsichtige Aussage, gefühlt hat sich hier der Akkuverbrauch zum positiven gewendet.

Kamera

Die Rückseitig verbaute Kamera bietet euch 16 mp hier ist natürlich ein Test angesagt und deshalb habe ich fleissig drauf los geknipst und werde euch eine Auswahl der Bilder in mein Flickr Album hochladen.
Für so viele MegaPixel braucht man platz und der ist bei einem solch dünnen Smartphone etwas rar. Deshalb schaut die Rückkamera auch etwas aus dem Gehäuse raus wie man es z.B. vom HTC One her kennt. Dies ist optisch nicht mal so schlimm wenn ihr aber viel euer Smarpthone auf dem Tisch aufliegen habt und so spielt, oder schreibt kann das ganze schon etwas wackelig werden. Vor allem da dank des verbauten Blitzes das Modul natürlich nicht ganz in der Mitte angebracht ist.

Bei der Frontkamera scheint Wiko dem aktuellen Selfie-Trend verfallen zu sein. Diese löst Bilder mit bis zu 8 mp auf.
Somit könnt ihr neben Bildern auch Videos mit der Front-Kamera in HD aufzeichnen, sofern das gewünscht ist.

Audio

Der Sound welcher wie oben beschrieben im Highway durch die 55 feinen Löcher im Alu Rahmen kommt ist nichts was ich als Highlight beschreiben würde aber auch nicht schlecht. Hier empfehle ich wie bei den Meisten Smarpthones/Tablets nicht über das zweite Drittel der Einstellung zu gehen.

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Software

Es gibt schöne Modifikationen von Android und auch sinnvolle, hier ist bei mir immer als erstes die Frage wie schaut es mit Updates aus. Es bringt nichts, wenn ihr eine super tolle UI habt aber keine Updates mehr bekommt weil die Produktzyklen der Hardware zu knapp sind und ihr deshalb keine oder sehr verspätete Updates erhält.

Wiko und Android

Hier hat in meinen Augen Wiko einiges richtig gemacht. Zum einen haben sie das Update auf die aktuellste Android Version KitKat angekündigt und diese auch in einem guten Zeitrahmen ausgeliefert (auf das Update selber komm ich weiter unten noch zu sprechen). Dazu haben sie am Stock Android nicht allzu viel verändert. Sicherlich sind einige Kleinigkeiten angepasst doch das meiste erinnert ganz stark an das nackte Android. Das macht es für Wiko natürlich auch einfacher, aktuelle Updates nachzuliefern.

Spannend wird es ja dann auch mit Android L, dem neusten, ab Herbst 2014 verfügbaren Android System. Dies vor allem im Punkt der Akku Leistung, was ja nach Aussage von Google wieder stark optimiert wurde. Bis zum Zeitpunkt des Reviews gibt es noch keine Informationen zu Android L auf dem Highway.

Die vorinstallierenten Apps

Generell sind die Apps welche ihr schon ab Werkseinstellung auf dem Highway ausgeliefert bekommt fast wie beim nackten Android. Natürlich findet ihr so auch die ganzen Google Apps welche ihr nutzen könnt es aber nicht müsst, der Play Store ist ja mittlerweile bei Smartphone-Apps gut ausgestattet.

Sympathisch ist natürlich auch, dass Wiko fast keine bloatware auf ihrem System vorinstalliert und ihr somit auch gleich von beginn an über mehr Speicher verfügen könnt.

Kamera

Die Kamera App selber ist sehr schlicht gehalten und schaut fast aus wie beim nackten Android. Die Qualität der gemachten Bilder ist scharf und mag durchaus überzeugen. Einzig bei nicht ganz idealen Lichtverhältnissen beginnt es dann doch schnell zu rauschen.

Beim Filmen ist doch noch etwas Luft nach oben. Aufgenommen wird natürlich in Full HD bei 30 Bildern pro Sekunden. Die Bildschärfe ist gut, doch beim komprimieren wirken gewisse Bildelemente doch etwas verwaschen. Hier hilft sicherlich die die Einstellung etwas herunter zu schrauben und gespannt darf man natürlich auf kommende Udpates sein.

Updates

Ich habe es oben schon einmal erwähnt, in Sachen Updates seid ihr bei Wiko gut aufgehoben, zumindest gab es vor kurzem gerade das Update auf KitKat Android 4.4. Somit seid ihr damit schon mal auf dem neusten Stand und einigen anderen Mitbewerbern auch einiges voraus.
Jetzt kommen wir aber auch zum etwas unschöneren Teil. Zumindest wenn wir es aus aktueller Sicht aus dem Jahr 2014 anschauen. Ein Update einzuspielen geht nicht OTA (Over The Air – also via Smartphone auf Knopfdruck) es heisst hier bei Wiko, dass ihr das Smartphone am Computer (wohlgemerkt ein Windows basierter muss es auch noch sein) anschliessen müsst. Anschliessend geht es über die sauber und übersichtlich gestaltetet Wiko-Webseite. Dann wählt ihr euer Smartphone Modell aus und ladet euch die entsprechende .exe herunter. Entpacken und dann wird die Software gestartet, nach dem Klick auf «Donwload» könnt ihr das ausgeschalten und voll aufgeladene Smartphone mit dem mitgelieferten Kabel am Rechner verbinden.

Der ganze Vorgang hat schon etwas von ja, nicht ganz so optimal, wenn man bedenkt wie es da andere Hersteller lösen. Natürlich ist das Wiko nicht alleine, da gibt es noch einige andere Hersteller die das nicht anders umsetzten.

Vorteile

  • Dual-SIM
  • Hochauflösende Front- & Rückkamera
  • IPS Display mit gutem Blickwinkel

Nachteile

  • Kein LTE

Testbericht

Was mir als verwöhnter Apple Nutzer natürlich ein Dorn im Auge war, ist das Update einspielen via Computer. Doch wenn wir ehrlich sind, durften wir ja auch bis vor kurzem auch noch unsere Updates via iTunes einspielen. Dennoch sollte sowas in der heutigen Zeit nicht mehr über einen Rechner gehen.

Die drei Bedienungsknöpfe für das An- und Aus-schalten sowie der Lautsärkeregulierung dürften etwas weiter aus dem Alu Rahmen schauen, da sie doch zumindest zu beginn schwer zu erreichen sind. Aber auch in meinem Langzeit Test musste ich immer wieder mal danach suchen und eben auch etwas kräftiger drücken. Vor allem wenn ich es in der mitgelieferten Hülle genutzt hab was meistens der Fall war.

Wie ihr sicherlich bemerkt habt, kann das Wiko Highway nicht mit den Flaggschiffen wie z.B. dem HTC One M8, einem Huawei Ascend P7 oder ähnlichen mithalten. Doch wenn wir ehrlich sind braucht wirklich ein jeder ein solchen Flaggschiff mit Power ohne Ende die teilweise dank Android nicht ganz ausgemerzt werden kann?
Nein, und genau hier kommt z.B. das Huawei Ascend P7 oder eben das Wiko Highway zum Zuge. Ein gut verarbeitetes, optisch ansprechendes Smartphone, zu einem vernünftigen Preis. Natürlich gibt es auch potential für Verbesserung und hier gehört definitiv allen voran sicherlich das Einspielen eine Updates via OTA dazu.

Etwas was mir selber auch eher knapp vor kam ist der interne Speicher, gerade mal 12.3 GB habt ihr frei zur Verfügung. Da dieser nicht erweiterbar ist und die Fotos bei voller Auflösung doch etwas grösser sind, müsst ihr selber abwägen und/oder die Bilder und Grösseren Daten jeweils gleich in die Cloud auslagern. Oder diese immer wieder z.B. mithilfe des i-FlashDrive A-FlashDrive von PhotoFast weg speichern.

Wenn ich nicht die grössten Power User seid und für wenig Geld ein gutes Smartphone sucht, dann schaut euch doch mal das Highway von Wiko etwas genauer an. Gute Hardware für wenig Geld und dazu ein fast natives Android.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Wiko Highway
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android 4.4 (KitKat)
Sprachen: Französisch, Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Arabisch, Portugiesisch etc.
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 5"
Auflösung: 1'920 x 1'080 Pixel
Technologie: TFT IPS Panel
Technisches
Prozessor: Octa Core 2 GHz, Cortex-A7 Mediatek Prozessor
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 16 GB
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • 3.5 mm Klinkenstecker
  • microUSB
  • WLAN
Sensoren:
  • GPS
  • Gyrometer
Multimedia
Kamera Front: 8 mp
Kamera Hinten: 16 mp
Audio: MP3, Midi, AAC, WAV, uvm.
Textformate:
Videoformate:
  • 3GP
  • MP4
  • uvm.
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Nein
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 2'350 mAh
Gewicht: 154 g
Grösse: 144 x 70 x 7,7 mm
Lieferumfang:
  • Wiko Highway
  • Headset
  • Kurzanleitung
  • microUSB auf USB Kabel
  • Netzteil
  • SIM-Karten-Adapter
  • Schutzhülle

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