Samsung Galaxy S6 Edge

Vor kurzem habe ich euch das aktuelle Note von Samsung, das Note 4 vorgestellt hier im Blog sowie im #GeekTalk Podcast (#gt0915) vorgestellt. Für diejenigen unter euch welche das Review gelesen haben oder die Podcast Folge angehört haben, haben sicherlich mitbekommen dass ich freude an dem Phablet hatte aufgrund seiner Verarbeitungsqualität. Damals hab ich gesagt wenn Samsung mit dem Galaxy S6 und S6 Edge den Weg weiter in die Richtung geht, dass dann etwas richtig tolles dabei raus kommen wird.
Einen ersten Eindruck vom neuen Modell habt ihr hier im Blog schon im Testbericht vom Daki zum Galaxy S6 bekommen. Heute geht es um mein Testbericht zum Edge Modell.

Hardware

Wer mich und meine Reviews zu den Galaxy Modellen verfolgt hat, weiss das  ich kein Freund von den Modellen war. Vor allem wegen der Verarbeitungsweise welche Samsung in den letzten Jahren gegangen ist.

Samsung Galaxy S6 Edge

Das verwendete Kunstoff hat zwar einiges an Fortschritte gemacht, von Jahr zu Jahr haben sie sich etwas gesteigert. Doch auch in der Pflaster-Optik vom SGS 5 vermochte es nicht überzeugen.
Die Möglichkeit den Akku zu tauschen mochten mich noch nie wirklich überzeugen. Trag ich doch lieber ein Akku-Gadget mit mir, statt ein zweiter oder dritter Akku für meine Smartphones. Vor allem wie diese universell einsetzbar sind. Auch die microUSB Ports lassen sich schon länger anders lösen wie Huawei und HTC glanzvoll zeigen.

Verarbeitung

Beim Galaxy S6 sowie auch dem Edge Modell gibt es die Möglichkeit nicht mehr. Kein Akku Tausch mehr genauso keine Aufstockung vom internen Speicher über zusätzliche Karten sind mehr möglich.

Für mich nicht schlimm, für den einen oder anderen aber sicherlich ein «Weltuntergang». Haben doch viele genau aus dem Grund noch Samsung Smartphones gewählt.

An der Oberseite findet ihr den SIM-Kartenschacht, ein Infrarotsensor und das Sekundäre Mikrofon. Gefolgt auf der rechten Seite vom An- und Ausschalt-Knopf.
Auf der Unterseite finden sich das Mikrofon, der Speaker, der microUSB-Port und der 3.5 mm Klinkenstecker wieder. Somit bleibt für die rechte Seite nur noch die beiden Lautsstärkeregler übrig.
Rückseitig steht die 16 Megapixel Kamera recht ab und gleich daneben ist der Sensor sowie ein LED Blitz.
Frontseitig ist unter dem Display ein waagrecht-länglicher Homebutton verbaut mit einem eingebauten Fingerprintscanner.

Display

Beim Display musst ich bei der Vorstellung vom ersten Edge schon etwas schmunzeln. Abgerundete, seitliche Kanten, wie schon beim Vorgänger-Modell, nur diese Mal auf beiden Seiten. Umso länger ich das Edge anschaute umso mehr ich es in den Fingern hatte wusste ich nicht mehr ob es mich jetzt begeistert oder stört.
Begeistert, weil es anders ist als bei allen anderen aktuellen Smartphones auf dem Markt. Das mit dem Finger über den Screen gleiten bei solch «weichen» Kanten ganz ein anderes, neues Gefühl ist. Generell fühlt sich das Display sehr gut an.
Das Stören kommt daher durch die abgerundeten Kanten der Displayrand extrem dünn ist. Heisst beim Fotografieren im Landscape-Modus genauso wie beim Filmen fürchte ich mich manchmal davor dass es bald ungewollt fliegen könnte. Beim Filme schauen – und das kann Abends im Bett doch schnell mal die eine oder andere Stunde sein liegt es auch gar nicht so schön in den Händen wie es vergleichbare aktuelle Modelle tun. Dazu kommt dass ich es mich nicht wirklich getrau meinen beiden Mädels in die Finger zu geben für ein Spiel zwischendurch oder schnell mal ein interessantes YouTube Video.

Aber kommen wir doch mal zum Display selber. Es ist ein 5,1″ Display (Quad-HD) mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel und einer Pixeldichte von 576 dpi. Die Zahlen sprechen für sich, die Farben sind Brilliant genauso wie die Helligkeit. Ihr könnt den Inhalt vom Display auch draussen in hellem Licht ablesen.

Die beiden abgerundeten Kanten haben aber nicht nur einen optischen Effekt auch funktionell lassen sie sich nutzen. Wenn ihr zum Beispiel in der Nacht aufwacht und noch im Halbschlaf seid, möchtet ihr zum Zeitbelesen sicherlich nicht gerade vom Display geblendet werden. Dazu müsst ihr einfach – je nachdem wie ihr es definiert habt – über den linken oder rechten Rand streichen und schon zeigt es euch die Uhrzeit an. Ein weiterkamst ziehen zeigt noch zusätzliche Informationen an. Eine sehr praktische Funktion die vor allem in der Nacht oder auch bei einer Sitzung praktisch ist.
Wenn ihr mal nicht gestört werden möchtet und eure S6 Edge auf die Displayseite legt, bekommt ihr dennoch mit wenn euch ein Anruf erreicht. Möchtet ihr diesen gerade nicht abnehmen müsst ihr einfach kurz den Sensor neben der Kamera abdecken und schon bekommt der Anrufer eine vorher definierte SMS zugestellt.

Prozessor

Dank des verbauten Acht-Kern-Prozessors (Exynos 7420) und den unterstützenden 3 GB RAM bekommt ihr mit dem Edge geballte Leistung geboten. Das merkt ihr auch im täglichen Gebrauch beim starten von Apps, und dem wechseln zwischen diesen. Zusätzlich verbraucht dieser auch noch weniger Akku als es bei Vorgängermodellen war und das ist natürlich immer gut.

Akku

Was mir ausserordentlich gut gefallen hat, war die Leistung vom integrierten Akku. Mit seinen 2.600 mAh hält er im Vergleich zu Vorgängermodellen ausgesprochen lange durch. Komme ich doch mit dem S6 Edge gut über einen Tag klar, so dass ich es jeweils in der Nacht aufladen kann.
Besonders hervorgehoben werden sollte auch die Wiederbeschaffung vom Strom im S6, will heissen, dass ihr unter zwei Stunden einen komplett leeren Akku wieder voll bekommt. Wenns mal schnell gehen muss, Samsung wirbt mit damit dass ihr innert 10 Minuten den Akku auf 4 Stunden Laufzeit hochfahren könnt. In meinen Tests habe ich die vier nicht immer ganz erreicht aber dennoch ist die Funktion sehr, sehr nützlich.

Auch sehr praktisch ist natürlich das Kabellose aufladen vom S6. Dank der Powermatters-Ladetechnik (PMA) oder über die Qi-Ladetechnik lässt es sich einfach durch auflegen auf eine entsprechende Ladestation mit Strom versorgen.

Kamera

Mit seinen 16 Megapixel bringt Samsung eine wirklich gelungene Kamera in sein Flaggschiff. Vor allem die individuellen Anpassungen vom ISO und Weissabgleich haben sie schön umgesetzt.
Neu lässt sich diese wenns schnell gehen muss über einen doppelklick auf den Homebutton starten.
Die Frontkamera ist mit 5 Megapixeln bestückt und bringt mit dem «Wide-Selfie-Mode» wie ihn Samsung nennt gut ein paar Nasen mehr auf ein Foto.

Audio

Der Ton, welcher im S6 und Edge nun auch unten im Rand, rechts neben dem microUSB Port raus kommt gefällt. Voluminös bis ca. 4/5 der Lautstärke so kann man gut auch mal eine Konferenzschaltung in einer Gruppe machen.

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Software

Ausgeliefert werden sowohl das Galaxy S6 wie auch das Edge S6 mit Android 5.0, der zumindest aktuell noch neusten Version von Googles mobilem Betriebssystem.

Touchwiz UI

Wie die meisten Hersteller knallt natürlich auch Samsung seine eigene UI drüber. Bis anhin war Touchwiz für mich ein Dorn im Auge, viel zu grell, bunt und in den Einstellungen einfach zu kompliziert und zu stark aufgeteilt. Hat sich wie bei der Hardware auch beim Samsung eigenen UI einiges getan in den letzten Jahren.

Die neuste Version kommt schlank und vor allem durchdachter daher.

Dank der Smart-Manager-Funktion habt ihr einen schnellen Zugang zu den wichtigsten Einstellungen der Anzeige vom Stromverbrauch etc. Auch hat Samsung fleissig an neuen Features gearbeitet. Könnt ihr zum Beispiel euren ganzen Kontanten unterschiedliche Farben zu ordnen. Sobald ein solcher euch dann Anruft bringt das Komplette Display in der entsprechenden Farbe. Auch bekommt ihr einen Ultra-Stromspar-Modus geboten, wenn ihr mal an die Grenze eures Akku-Guthabens kommen solltet und noch unterwegs seid.

Das Einstellungsmenü ist jetzt um einiges durchdachter und besser aufgebaut. Somit findet ihr schneller und einfacher den Punkt welchen ihr gerade benötigt.

Vorteile

  • schönes, und Farbenfrohes Display
  • Gute Akku Leistung
  • Super Verarbeitung
  • Schnelles Arbeitstempo

Nachteile

  • Nicht mehr Wasserdicht

Testbericht

Alles in allem ist das Samsung Galaxy in der sechsten Version ein grosser Schritt für Samsung gewesen. Endlich verzichteten sie komplett auf die Kunststoffrückseite. Es gibt keine Möglichkeit mehr den Akku zu tauschen und auch der Speicherplatz ist und bleibt so wie er beim Kauf gewählt wurde. Vor allem die letzteren beiden Punkte sind für einige eingefleischte Samsung Fans natürlich nicht ganz so einfach nach zu vollziehen.
Dennoch finde ich das Gesamtergebnis sehr gelungen und mir gefällt vor allem das neue Feeling welches man mit dem S6 und dem S6 EDGE hat.
Auch wenn ich jetzt nach einigen Wochen im Dauertest sagen muss, dass mich die abgerundeten Display-Ränder eher nicht ganz so Glücklich machen. Das hängt zum einen damit zusammen, dass ich mir aus den Features welche die beiden abgerundeten Ränder bieten nicht allzu viel mache (oder noch nicht). Dazu kommt auch dass ich vielfach Filme und Dokumentationen über das Smartphone konsumiere und da ist das halten vom daher sehr dünnen Rand nicht unbedingt ganz so angenehm. Auch hatte ich immer wieder das Gefühl dass mir das Galaxy nächstens aus den Händen rutscht. Hier ein kleiner Tipp kauft euch eine gute Hülle dazu und nein, es ist mir nie passiert dass das Smartphone effektiv runter gefallen ist. Wohl einfach ungewohnt mit einer solch glatten Oberfläche für ein Samsung Gadget.

Android läuft sehr Performant auf dem Modell und der Finger-Scanner funktioniert um Welten besser als der im Vorgänger platzierte.

Mit dem Samsung Galaxy S6 und dem S6 EDGE hat Samsung einen grossen Schritt vorwärts gemacht und das war auch nötig. Somit können sie sich mit den Mittbewerbern messen und haben in Richtung HTC (mit ihrem aktuellen One M9) sehr viel aufgeholt was die Verarbeitungsqualität anbelangt.
Was mir natürlich sehr gefällt da ich unglaublich viele Kabel in meinem Büro habe, dass die Möglichkeit besteht das Smartphone via Induktion zu laden. Dazu gibt Samsung auch jedem S6 und S6 Edge eine runde, praktische Ladestation dazu. Diese hat auf der Oberfläche einen gummierten Rand womit die Smartphones schön drauf liegen bleiben und nicht abrutschen. Funktioniert übrigens auch perfekt mit dem Lumia 930 von Microsoft.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Samsung Galaxy S6 Edge
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 5.1"
Auflösung: 2560 x 1440 Pixel und 576 dpi
Technologie: Quad-HD-Super-AMOLED-Display
Technisches
Prozessor: Quad-core 1.5 GHz Cortex-A53 & Quad-core 2.1 GHz Cortex-A57
RAM: 3 GB
Speicherplatz: 32 / 64 / 128 GB
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • 3.5 mm Klinkenstecker
  • microUSB
  • SIM-Kartenschacht
Sensoren:
  • GPS
  • Glonass
  • Beidou
  • Bluetooth v4.1
  • IR
  • Accelerometer
  • Gyro
  • Proximity
  • Kompass
  • Barometer
  • Herzraten
  • SpO2
Multimedia
Kamera Front: 5 mp
Kamera Hinten: 16 mp
Audio: -
Textformate:
Videoformate:
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Ja
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 2'600 mAh
Gewicht: 132 g
Grösse: 142.1 x 70.1 x 7 mm
Lieferumfang:
  • Smartphone
  • Kopfhörer
  • microUSB auf USB Kabel
  • Ladeadapter
  • Adapter für Kabelloses aufladen

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