Samsung Galaxy S6

Next is now. So vermarktet Samsung ihr neues Galaxy S-Flaggschiff, das Galaxy S6, für dieses Jahr. Es wurde Zeit für eine radikale Änderung. Nicht nur bei der Prozessorwahl hat man Mut gezeigt, sondern auch am Design.

Ich habe das S6 seit längerem im Gebrauch und kann somit meine Erfahrungen schildern. Vorweg: Endlich Samsung!

Hardware

Samsung Galaxy S6

Mit dem Galaxy S6 reagieren die Südkoreaner auf die mächtige Kritik der Kunden der vergangenen Jahre. Ein Neustart musste her. Der interne Ausdruck wurde nicht umsonst in “Project Zero“ getauft. Von der Vorderseite, sieht das S6 sehr ähnlich den Vorgängern, S5, S4 und S3, aus. Bei der Rückseite und den verwendeten Materialien schliesst man allerdings zur Konkurrenz auf. Das neue Handset ist quasi ein Glas-Alu-Glas Sandwich.

Verarbeitung

Im Vergleich zu abnehmbaren Rückseite, zum Beispiel, besteht oft das Risiko, dass es nach einiger Zeit anfängt zu knarzen. Hier besteht (leider) die Möglichkeit nicht, somit entfällt direkt auch der Akkuwechsel, damit verbunden – warum auch immer – die Speichererweiterung per microSD. Alles geht nahtlos zu einander, es gibt keinerlei Spaltmasse oder ungünstige Kanten. Hier echt mal ein Lob an Samsung, bisher fiel mir eine solide Verarbeitung erst jüngst beim aktuellen Note-Modell auf.

Display

Wow. Dat Display, boy. In meinen Augen eine Wucht. Hier kurz die Fakten:

5.1 Zoll Super AMOLED Display mit 2560 x 1440 Pixel, daraus resultiert sich eine wahnsinnige Pixeldichte von 577ppi. Ein Rekordwert, bisher. Der Bildschirm wiedergibt alles, wirklich alles, rattenscharf an, die Farben sind AMOLED typisch etwas “gesättigt“ aber dies ist in den Einstellungen unter Anzeige in drei Modis beziehungsweise vier inkl. dem anpassbarem Modi konfigurierbar. Die Helligkeit weiss zu überzeugen, im direkten Vergleich zum HTC One M9 oder dem Sony Xperia Z3, ist es marginal heller.

Samsung Galaxy S6

Die Blickwinkel gehen in Ordnung. Optimal ist es für mein Empfinden aber nicht. Beim Kippen des Gerätes artet sich schonmal ein “Regenbogen-Effekt“ auf dem Screen auf aus den Farben grün, blau und violett. Dies war eigentlich schon immer bei AMOLED Panels zu besichtigen, beim anderen Smartphone mehr, beim anderen weniger, aufgrund der Schutzschicht gegen Reflektionen.

Prozessor

Wie im einleitenden Text angesprochen, wurde beim Prozessor Mut gezeigt. Drei Jahre lang setzte man hauptsächlich auf QUALCOMM SoCs in den Galaxy S-Flaggschiffen für Europa. Nun, verbaut man den hauseigenen Exynos 7, den Exynos 7420 Octa, im Galaxy S6 ein. Besonderheit: Dieser ist im 14 Nanometernverfahren gefertigt. Strenggenommen ist jene kein echter Octa-Core Chip, da er in zwei Quad-Cores unterteilt ist. 4 x Cortex-A53 à 1.5 GHz und die vier stärkeren Cortex-A57 Kerne à 2.1 GHz. Die entsprechend gekoppelte Grafikeinheit ist die Mali-T760MP8. Für die reibungslose Performance stehen 3 GB DDR4 Arbeitsspeicher zur Verfügung.

Akku

Die Nennladung beträgt 2550 mAh. Einen Tag bin ich mit dem Samsung Galaxy S6 schaffte ich ohne Probleme. Bei etwas zurückhaltender Nutzung auch bis zu 1.5 Tage, mehr aber definitiv nicht. Bei einem Arbeitstag beträgt die Display-on-time im Durchschnitt 4 Stunden. Kein Idealwert aber auch nicht grottenschlecht. Mehr geht allerdings immer. Ich würde es auf Motorola Nexus 6 und LG G Flex 2 Niveau ansiedeln. Protipp: Die eingestellte Helligkeit und die Sync. machen viel aus!

Kamera

Dass Samsung Mobile beim Galaxy S6 und Galaxy S6 edge nicht auf den hauseigenen Kamerasensor, den ISOCELL setzt, ist eher nebensächlich. Wie beim Galaxy Note 4 kommt ein iMX240 von Sony zum Einsatz. Megapixel? 16, bei der Hauptkamera. Ein LED-Blitz ist ebenfalls vorhanden. Fazit zur Kamera, ist das Wichtigste, stimmt? Yes. Oh hell.. yes. Es schlägt in meinen Augen jede – zur Zeit – verfügbare Smartphonekamera auf dem kompletten Markt. Auch iPhone. Die Dynamik, Schärfe, Weissabgleich, Schnelligkeit sind phänomenal.

Audio

Die Lautsprecher sind im Vergleich zum Vorgänger auf die Unterseite gewandert. Beim Querhalten des Telefons, zum Beispiel beim Spielen, kann jener leicht verdeckt werden. Nicht optimal aber die Klangqualität ist immens besser geworden. Es ist zwar kein Vergleich zu der BoomSound-Technologie mit HTC zu vergleichen, aber sie kommen dem LG G Flex 2, sehr nahe, und, dass Flex 2 hat einen sehr ordentlichen Lautsprecher!

Software

TouchWiz wurde bearbeitet und entschlackt, für mehr Individualisierung für den Benutzer. Dies wurde im Vorfeld kommuniziert. Mein Eindruck? Joa, besser ist es auf jeden Fall geworden, wobei ich sagen muss, dass ich das UX von Sammy schon immer “mochte“. Bei dieser Version, beim S6 läuft und öffnet sich alles flott, schön animiert und flüssig. Flüssig, ja, bei einem Samsungphone, ein Fremdwort, quasi. Ich mein, kurz rum: Das Note 4 ist schon extrem fluffig und reagiert prompt, aber das neuste Galaxy S-Flaggschiff legt nochmal eins drauf. Tl;dr: Ich finde es, bis auf den App-Drawer (kein alphabetisches anordnen der Apps), wunderbar.

Beim Homescreen beispielsweise, gibt es endlich (!!) die Möglichkeit den Raster manuell einzustellen. Allein diese fehlende Einstellungen in der Vergangenheit, zwang mich früher immer bei einem Samsung Smartphone einen alternativen Launcher zu installieren.

Samsung Galaxy S6 Screenshot vom System

Manko: Die Tastatur. Ich kann mich an das mitgelieferte Keyboard überhaupt nicht anfreunden, deshalb habe ich prompt Fleksy installiert. Eine, für mich, perfekte Tastatur, die weitgehend einstellbar ist, was das Tippen und die Optik betrifft.

Samsung Galaxy S6 Screenshot vom System

Finger drauf und ziehen? War ein mal! Zum Glück.

Der Fingerabdrucksensor wurde so verbessert, dass man den Finger, wie beim iPhone, nur noch drauf legen muss. Es reagiert schnell und zuverlässig. Ich bin zufrieden und nutze das Sicherheitsfeature auch endlich bei Samsung gerne.

Vorteile

  • Handling
  • Performance
  • Display
  • Kamera

Nachteile

  • Akku
  • Tastatur

Testbericht

Wer derzeit ein neues Smartphone sucht der soll sich das neuste Kunstwerk von Samsung genauer anschauen. Design ist Geschmackssache, aber was die Südkoreaner da – im Vergleich zu den Vorgängern – geschaffen haben, ist eine radikale Änderung. Und jetzt, nicht darauf gewertet, sondern auch im Vergleich zu anderen Top-Phones, sieht es einfach extrem cool aus. Endlich kann man das Wort “genial“ in Verbindung zu einem Smartphone Smartphone von sich geben, ohne sich als Fanboy outen zu müssen. Ihr seht, ich bin angetan. Nun, es ist mein dailydriver, neben einem iPhone 6 Plus (davor lange genutzt), One M9, Xperia Z3, G Flex 2, Nexus 6, OnePlus One und so weiter… Mir gefällts. Der Akku könnte etwas grösser sein, jep, aber durch das schnelle Aufladen gewichtet sich dies auch nicht mehr all zu sehr, für mich, bei der Gesamtbewertung.

Ein Bericht zum Samsung Galaxy S6 edge kommt demnächst vom Martin.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Samsung Galaxy S6
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android OS
Sprachen: Alle relevanten auf der Erde
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 5.1
Auflösung: 1440x2560
Technologie: Super AMOLED
Technisches
Prozessor: Exynos 7420 Octa
RAM: 3
Speicherplatz: 32 GB
Akkulaufzeit: 1 Tag
Schnittstellen:
  • WLAN 802.11 a/b/g/n/ac Dualband
  • Wifi Direkt
  • apt-X
  • Bluetooth LE
  • A-GPS
  • GLONASS
  • Beidou
  • Infrarotport
  • NFC
Sensoren:
  • Accelerometer
  • Gyrometer
  • Annäherungssensor
  • Kompass
  • Barometer
Multimedia
Kamera Front: 5 MP
Kamera Hinten: 16 MP
Audio: MP3, WAV
Textformate:
Videoformate:
  • MP4
  • DivX
  • XviD
  • WMV
  • H.264 player
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Ja
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 2550
Gewicht: 138g
Grösse: 143,4 x 70,5 x 6.8 mm
Lieferumfang:
  • Samsung Galaxy S6
  • Adaptiver Fast Charging Adapter samt USB-Ladekabel
  • Quick Startguide
  • SIM-entfern-tool (nano SIM)

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