Wiko Fever 4G

Im letzten Sommer habe ich euch hier auf GadgetPlaza ein Wiko Smartphone vorstellt. Vom Wiko Highway Pure 4G bin ich nach wie vor begeistert. Wiko bringt auch immer wieder Updates fürs Smartphone heraus.  Und auch heute noch empfehle ich es immer wieder gerne und bekomme begeisterte Rückmeldungen von den Personen.
Nun bringt Wiko ein weiteres, sehr interessantes Smartphone auf den Markt. Mit dem Fever kommt etwas Leuchtendes auf uns zu.

Hardware

Gleich vorneweg: Wie schon beim Highway Pure 4G, gibt es auch hier wieder einen «Wow-Effekt». Das Fever ist von seiner Ausstattung – immer mit einem Blick auf den Kaufpreis – ein super verarbeitetes, gut ausgestattetes und günstiges Smartphone.

Wiko Fever 4G

Das Fever wird von einem Metallrahmen umschlossen, welcher an vier Stellen unterbrochen ist. Unterteilt ist dies in die verschiedenen Antennen. Umgeben wird der Rahmen von phosphoreszierendem Material, heisst, der Rahmen speichert sich Licht und gibt es im Dunkeln wieder ab. Im September letzten Jahres, während der IFA, hat Wiko das Fever der Öffentlichkeit präsentiert.
Da habe ich mich direkt in meine Kindheit zurück versetzt gefühlt. Damals gab es die Heftchen, mit denen man Woche für Woche (oder war es Monat für Monat) ein neues Teil zu einem Spielzeug geliefert bekam. Darin gab es einen T-Rex, der auch in der Nacht leuchtete.
Das Leuchten des Fever ist sehr dezent und ist wohl auch mehr als ein Gag oder Unique-Feature zu betrachten, als das ihr damit die Funktion einer Taschenlampe erhalten sollt. Auf jeden Fall findet sich das Wiko so sehr schnell und einfach auch im Dunkeln wieder.

Verarbeitung

Das Fever wird, wie seine Vorgänger, in einer praktischen Schachtel ausgeliefert. Auf dieser aufgedruckt seht ihr auch gleich den Glos-Effekt abgebildet. Auf der Front ist oben rechts auch ein glänzender Sticker angebracht, auf welchem «Designed in France» aufgedruckt ist – hier spielt Wiko zu Recht die lokale Karte aus.
Auf der Rückseite der Verpackung findet ihr die drei Farbvarianten abgebildet, namentlich sind das «Black/Grey», «White/Gold» und «Black/Gold». Bei meinem ist die Wahl auf «Weiss und Gold» gefallen, wie ihr auf den Bildern hier im Testbericht sicher schon erahnen konntet. Darunter aufgelistet, wie bei vielen Smartphone Herstellern, die ganzen Key-Features. Ihr kennt mich, ich gebe nicht allzu viel auf diese ganzen Specs. Mir ist wichtiger, dass ein Gadget gut in der Hand liegt und sich anständig bedienen lässt. Den ein oder anderen Wert streifen wir allerdings sicher auch in diesem Review.

Im Inneren der Verpackung kommt zuerst das Fever 4G zum Vorschein. Darunter verbirgt sich, neben dem Papierkram, auch ein kleines Säckchen mit verschiedenen SIM-Karten-Adaptern. Das ist für Wiko typisch und auch farblich schön in «Wikogrün» gehalten.
Daneben, in einem separaten Schächtelchen, befinden sich der Strom Adapter zum Aufladen des Smartphones, ein microUSB- auf USB-Kabel sowie ein In-Ear-Kopfhörer mit integrierter Fernbedienung.

Nach dem kleinen Umweg übers Zubehör geht’s jetzt zum Hauptakteur – dem Fever 4G von Wiko.
Wie schon die Verpackung, macht auch das Smartphone selber einen sehr guten ersten Eindruck.

Die Front ist – bis auf das Wiko-Label, welches in der Ecke links oben seinen Platz gefunden hat – clean gehalten. Gestützt/Geschützt wird das Smartphone selbst durch den Alurahmen – in meinem Fall, wie oben beschrieben, in Gold – welcher wiederum von leuchtendem Kunststoff umgeben ist.
Oben findet ihr den 3.5 mm Klinkenstecker Eingang, auf der rechten Seite den An- und Ausschalt-Knopf sowie die Lautstärke-Wippe. Beide stehen leicht ab und wirken sehr wertig. Nichts daran wackelt, so wie man es sich auch bei manchem Flaggschiff anderer Hersteller wünschen würde. Auf der Unterseite ist der microUSB-Port angebracht und gleich daneben der Mikrofon-Eingang. Das wäre es auch schon mit den Schnittstellen direkt am Telefon. Kein SIM-Kartenschacht, wie zum Beispiel beim Highway Pure.
Die beiden SIM-Karten wie auch der – zum Erweitern des Speicherplatz – angebrachte microSD-Kartenslot befinden sich unter der Rückseite.
Diese weist eine leichte Leder-Optik auf und umschliesst die grosszügige Linse und den LED-Blitz. Oben zentriert ist nochmals ein Wiko-Brand eingelassen und unten findet ihr, hinter mehreren Löchern versteckt, den Lautsprecher.

Der interne Speicher hat nur 16 GB Platz, zusätzlich könnt ihr diesen mit einer microSD Karte erweitern – aktuell mit einer Grösse von maximal 64 GB, was aber sicherlich für die meisten Nutzer schon weit aus ausreicht. Um an den SIM- und microSD-Kartenslot zu gelangen, müsst ihr die Rückseite zuerst entfernen. Das geschieht über den, von früheren Samsung Smartphones bekannten, Ablöse Prozess, der einem jeweils alle Nackenhaare (sofern man welche hat) aufstellt. Gleich links unter der Kamera findet ihr den ersten und leicht weiter unten den zweiten SIM-Kartenslot. Noch etwas weiter unten, wieder auf der linken Seite, findet sich dann auch die Möglichkeit der Speichererweiterung.
Der Akku lässt sich nicht ohne weiteres selber entfernen.

Display

Bei dem Display setzten die Franzosen auf ein 5.2″ grosses IPS Full-HD Display. Aufgelöst wird das ganze mit 1’920 x 1’080 Pixeln, was eine Dichte von 424 ppi ausmacht. Ihr bekommt damit ein klares und helles Display und müsst euch keine allzu grossen Sorgen machen, dass ihr viele Pixel auf dem Telefon erahnen könnt – wie dies vielfach bei anderen, eher günstigeren Modellen der Fall ist.
Geschützt wird es durch ein Gorilla Glass 3, welches euer geliebtes Smartphone besser vor Kratzern schützt.

Prozessor

Beim Prozessor handelt es sich um einen Octa-Core-Prozessor auf Cortex A53 Basis. Unterstützt wird dieser von 3 GB RAM. Mithilfe der Hardware ist das Smartphone in der Lage, die ganzen Apps, Spiele etc. flüssig zu bedienen. So ist auch ein schneller Wechsel von der einen in die nächste geöffnete App ein schnelles und die einzelnen Apps im Hintergrund müssen nicht nochmals neu geladen werden – natürlich sofern der Entwickler seine App auch auf dem neuesten Stand hat.

Akku

Wie schon beim Highway Pure reicht der Akku gut über einen normalen Arbeitstag – je nach Nutzung natürlich auch länger. Verbaut hat Wiko hierzu einen 2’900 mAh Akku.

Kamera

Einer meiner Kritikpunkte am ultradünnen Highway Pure 4G war die Kamera. Auch wenn sich die Kamera mit dem Update und Android Lollipop etwas gebessert hat, ist das nach wie vor mein einziger «negativer» Punkt an dem sexy Smartphone.

Beim Fever 4G hat Wiko nochmals kräftig einen oben drauf gelegt. Nach hinten ausgerichtet findet ihr eine 13 mp Kamera und auf der Display Seite kommt eine 5 mp Kamera zum Einsatz.
Beide Kamera-Module verfügen zusätzlich über einen LED-Blitz. Somit seid ihr auch bei Selfies immer gut belichtet.

Audio

Wie schon oben beschrieben, geht der Speaker des Fever nach hinten raus. Da kommen Töne natürlich anders rüber, vor allem wenn das Smartphone flach auf dem Tisch liegt. Für den Musikgenuss oder zum Anschauen von Videos / Filmen oder sonstigen bewegten Bildern hält man es besser in der Hand – dann fällt das auch weniger auf. Bei dem Preis müssen natürlich Abstriche gemacht werden, weshalb der Speaker wohl auch auf der Rückseite landete.
Von der Audioqualität her spielt das Fever in einer ähnlichen Liga wie die meisten Speaker. Für Nutzer wie mich, die meist einen Kopfhörer nutzen oder die Wiedergabe streamen, passt das auf alle Fälle.

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Software

Wiko Smartphones basieren auf Android, genauso haben sie dies auch beim Fever gehalten.

Android 5.1

Hierbei setzt Wiko auf das Betriebssystem der Version 5.1, namens Lollipop. Das System haben sie, wie schon bei allen ihrer Systeme, nur dezent angepasst.

Auf dem Homescreen bekommt ihr, neben der Google-Suche, die typischen Google Apps in einem Ordner, die Kamera, die Galerie, den Play Store, die Telefon, SMS, eMail und Kontakt App angezeigt.
Im Screen links davon die Einstellungen, den Dateimanager, eure Downloads und eine App für die Systemaktualisierung.
In dem Screen rechts vom Hauptscreen findet ihr zahlreiche System-Apps, die mittlerweile standardmässig auf jedes Smartphone gehören. Ganz praktisch bei der Speichergrösse – für alle die ohne microSD Karten Erweiterung arbeiten – ist die «Clean Master» App, mit deren Hilfe ihr euer Smartphone sauber halten könnt. Gelegentlich mal den RAM leeren, die nicht mehr gebrauchten Speicherplätze der Apps leeren und ähnliches.
Zusätzlich haben sie noch eine «One Clean» App installiert, diese macht einzig und alleine den RAM leer. Das auch ohne dass eine App startet. Der im Logo befindliche Ventilator beginnt sich einfach kurz zu drehen und anschliessend gibt er über eine Info unten am Screen den Hinweis, dass wieder alles ready ist.

Eingabe & Bedienung

Was mir gefällt, ist, dass Wiko auf die beim Highway Pure vorinstallierte, zusätzliche Tastatur verzichtet hat. Diese ist übrigens beim Highway Pure auch mit dem letzten grossen Update verschwunden.

Generell tun die 3 GB RAM, welche Wiko dem Fever spendiert hat, sehr gut. Ist es doch damit sehr fix und muss auch nicht immer wieder Apps neu laden, wenn ihr sie auf dem Hintergrund hervorholt.

Vorteile

  • Schönes, grosses und klares Display
  • Sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • Leuchtet in der Nacht

Nachteile

  • Rückseite ablösen graust ein wenig

Testbericht

Wiko bringt mit dem Fever 4G einen Kracher auf den Markt. Nicht nur, wenn man das Preis-/Leistungsverhältnis anschaut. Mit dem Fever von Wiko bekommt ihr ein flinkes Android in die Finger. Was mir auch sehr gefällt: Wiko verzichtet fast komplett auf Bloatware. Den verwendeten Speicher könnt ihr um bis zu 64 GB erweitern. Und ihr habt die Möglichkeit, euer Smartphone mit einer zweiten SIM Karte zu bestücken.
Den beiden SIM-Karten könnt ihr in den Einstellungen Aufgaben zuteilen. Dazu gehört die bevorzugte Karte für die Datenübertragung und ihr könnt auswählen, welche der beiden ihr fürs Telefonieren oder SMS schreiben nutzen möchtet. Das macht nicht nur bei einem Auslandaufenthalt Sinn, es kann je nach Vertrag und Land auch interessant sein. So könnt ihr zum Beispiel die Telefonate über den Besten «all inklusive» Vertrag tätigen und zusätzlich einen guten Datentarif kaufen, der über die zweite SIM Karte läuft.

Schon länger schreibe ich in meinen Blogs oder spreche im Podcast darüber, dass es nicht immer ein Flaggschiff sein muss. Heute bekommt ihr – wie Wiko mit dem Fever zeigt – für wenig Geld ein tolles Smartphone in die Hand gedrückt.

Disclaimer: Dies ist ein sponsored Post – enthält aber, wie ihr es von mir gewohnt seid, immer meine ehrliche Meinung zum Gadget.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  Wiko Fever 4G
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android 5.1
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 5.2"
Auflösung: 1'920 x 1'080 Pixel 425 PPI
Technologie: IPS Technology
Technisches
Prozessor: Octa-Core 1.3 GHz, Cortex A-53
RAM: 3 GB
Speicherplatz: 16 GB (erw. über microSD bis zu 64 GB)
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • WLAN
  • Bluetooth 4.0
  • 3.5 mm Klinken
  • microUSB
Sensoren:
  • GPS (A-GPS)
Multimedia
Kamera Front: 5 mp
Kamera Hinten: 13 mp
Audio: -
Textformate:
Videoformate:
Netzwerk
3G: Ja
LTE: Ja
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 2'900 mAh
Gewicht: 143 g
Grösse: 148 x 73,8 x 8,3 mm
Lieferumfang:
  • Wiko Fever 4G
  • Strom-Adapter
  • micoUSB- auf USB-Kabel
  • In-Ear Kopfhörer
  • SIM-Karten-Adapter
  • Bedienungsanleitung

Eine Antwort

26.1.2016

Würde ich Android nutzen würde ich mir Wiko genauer anschauen. Interessantes Smartphone für den kleinen Preis.

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