Nexus 7

Google fährt mit dem Nexus 7 den gleichen Weg wie bei den Smartphones.
Zu jedem neuen Android OS bringen sie ein Referenzmodell raus, welches alle neuen Features auch unterstützt. Der Grosse Vorteil an der Nexusreihe ist, dass diese über einen längeren Zeitraum zeitnah die Updates vom aktuellsten Android OS erhalten.
Herzlichen Dank an @dersigiman fürs organisieren unseres Nexus7. Das Video Review dazu folgt noch.

Hardware

Nach dem riesigen Erfolg vom iPad musste Google jetzt endlich auch selber einspringen da es bis anhin noch kein anderer Tablet Hersteller es auch nur in die Nähe geschafft hat. Wie Google im letzten Jahr auch bekannt gegeben hat, wollen sie sich auf die 7″ Tablets konzentrieren und nicht

Nexus 7

Wer unsere Blog verfolgt weiss, das uns 7″ Tablets nicht wirklich Begeisterungssprünge auslösen, doch wie ist das beim neusten Android Tablet?

Steve Jobs hat, bei der Vorstellung vom iPhone (und dem damit Einzug haltenden iOS) gesagt, dass ihr System fünf Jahre vor allen anderen Mitbewerbern sind. Das gleiche bei der Einführung des iPad. Als Apple das iPad auf den Markt brachte waren alle noch daran beim Smartphone Markt aufzuholen.
Jetzt im Jahre 2012 sind wir genau die fünf Jahre weiter und Android wurde von Jahr zu Jahr, von Version zu Version ausgereifter. Mit Android 4.1 (Jelly Bean) hat Google ein ausgereiftes, leicht zu bedienendes und Butterweiches System auf den Markt gebracht, welches dem iOS in fast nichts nachsteht.

Erster Eindruck und Haptik

Das erste mal in der Hand fühlt sich das 340 g leichte Plastik Tablet gut an. Die Rückseite wurde mit einer Speziellen, gummierten Schicht überzogen. Dadurch liegt es rutschfester in der Hand, was beim mobilen Einsatz unterwegs sicherlich sehr praktisch ist. Auch beim hinlegen auf einen Tisch oder so muss man dabei nicht so viel Angst vor Kratzern haben wie z.B. beim iPad mit seinem Aluminium-Rückseite.
An der Front befindet sich beim Übergang zum Touchscreen eine markante Kante. In den Amerikanischen Reviews hörte man immer wieder dass das Display nicht ganz so sauber eingebaut wurde. Das müssen wir leider bestätigen, dies sollte natürlich auch bei einem $ 200.- Tablet nicht sein.

An der oberen Kante befindet sich einzig am linken Rand das Mikrofon. Auf der rechten Seite der Power Button um das Tablet zu Ein- und Auszuschalten sowie die Lautstärkeregler.

Am unteren Rand, rechts der Klinkenstecker für den Anschluss des Kopfhörers. In der Mitte befindet sich dann noch der microUSB Stecker für das Synchronisieren und aufladen des 4’325 mAh Akkus.

Am linken Rand befinden sich keine Bedienelemente einzig unten der Connector für eine Dockingstation.

Auf der Rückseite sind zwei Logos «eingraviert», Nexus und ASUS (der Hersteller hinter dem ersten Nexus Tablet von Google). Ganz unten befindet sich ein 57 mm langer Schlitz über den das Tablet die Töne wiedergibt.

Display

Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly BeanDas 7″ Display  weisst eine Auflösung von 1’280 x 800 Pixel mit 216 ppi aus. Bei der Technologie wurde auf ein IPS LCD Screen gesetzt. Wir wollen es gar nicht mit dem iPad 2 oder dem neuen iPad Display mit Retina Auflösung vergleichen, das wäre nicht fair.
Doch man merkt dem ASUS Tablet  eine etwas blasse Farbgebung an. Da wir meist auf unseren iPads arbeiten fällt dieser Unterschied natürlich sehr ins Auge. Für ein Nachfolge Modell wäre etwas mehr Helligkeit sicherlich kein Fehler – dies bemerkt man vor allem im Ausseneinsatz.

Vielfach habe ich im Netz gelesen, dass das Glas des Displays nicht gut eingebaut wurde, dem muss ich bei meinem Modell leider zustimmen, auch meines hat Unebenheiten.
Aber wie gesagt das ganze ist ja auch ein $ 200.- Tablet da muss man gewisse Abstriche hinnehmen.

Kamera

Als das iPad auf den Markt kam wurde vielfach bemängelt, dass es keine Rückkamera hatte, doch ehrlich wer nutzt diese Rückwärtige Kamera schon, wenn man nicht gerade viele Augmented Reality Apps hat oder in der Filmbranche arbeitet. Beim Nexus7 wurde – wahrscheinlich auch aus Kostengründen – auf die Rückkamera Verzichtet. Dies ist vor allem schade, da das mobile 7″ Tablet sehr gut für den Ausseneinsatz und deren Navigation passen würde. Mal schauen was da die Nachfolger Modelle bringen werden.

An der Front wurde auf eine 1.2mp Kamera gesetzt, diese lässt sich gut nutzen für Google Hangouts oder Skype calls. Möchtet ihr Selbstportrait machen mit der Kamera ladet am besten die «Camera Launcher for Nexus7» App herunter. Aufgelöst werden die Bilder mit 1’280 x 960 Pixeln.

Performance

«Projekt Butter» darauf haben Android Nutzer schon lange gewartet, ein Grosser Schritt für das sonnst immer etwas Rückelige System und es ist wie Google versprochen hat um einiges flüssiger geworden im System. Auch wenn es noch nicht ganz an iOS heran kommt aber es macht auf jedenfall viel mehr spass. Da hoffen wir doch das möglichst bald alle anderen Smartphones welche wir mit Android besitzen von dem Update profitieren dürfen.

Es gibt sie noch die mini-Rückler aber wie gesagt um längen besser als es vor 4.1 war. Benchmarks haben wir keine erstellt, da es davon schon genügend im Netz zu betrachten gibt.

Konnektivität

Tastaturen, externe Musik Gadgets lassen sich über den stromsparenden Bluetooth 4.0 Standart verbinden. Beim WLAN Standart wurde auf 802.11 b/g/n im 2.4 GHz Band gesetzt, somit lassen sich ohne Probleme Filme, Musik und Bilder aus dem bestehenden Netzwerk streamen. Das gleiche gilt für Dienste wie Google Music, Spotify und Konsorten.

Mein Nexus7 hat leider beim WLAN Schwierigkeiten, vor zwei Jahren im Sommerloch wurde viel über den angeblichen «Antenna Gate» geschrieben, mein kleines Tablet hat genau einen solchen. Immer wenn ich es im Landscape Modus bediene  und unten Links halte geht das WLAN Signal zurück bis ganz weg. Bis jetzt habe ich noch nichts ähnliches im Web dazu gefunden, werde es aber im Video zum Review zeigen.

Für den gelegentlichen Austausch von Bildern, Musik, Kontaktdaten, Apps etc. hat das Nexus7 NFC mit an Board. NFC und Android Beam sind auch standardmässig aktiviert. Die zwei Gadgets müsst ihr gegeneinander halten, warten bis sie verbunden sind und dann auf Bestätigen klicken für das senden zum zweiten Device.

Akku

Im Vergleich zu anderen 7″ Tablets welche auf Basis von Android ausgeliefert werden läuft der Akku des ASUS Nexus 7 wirklich lange. Normalerweise müssen wir vor einem spontanen Test meist das Device erst noch etwas aufladen, der Nexus 7 hat aber wirklich Power, das gefällt.

Sound

Der Speaker welcher hinten über den 57 mm Schlitz aus dem Tablet kommt entspricht dem verkaufswert. Wahrlich viel darf man davon also nicht erwarten, bei 3/4 des Lautstärkeregelers kommt dieser schon an seine Grenze. Wer aber mobil unterwegs ist wird eh ein Kopfhörer nutzen um die Musik, oder den Film zu konsumieren.

Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly Bean

Software

Wie oben schon beschrieben, Android Jelly Bean macht Spass, Google hat in den letzen Jahren viel vorwärts gemacht und sein System stetig ausgebaut.
Der grosse Vorteil an der Nexus Reihe von Google (egal mit welchem Hersteller im Hintergrund) ist, dass das nackte Android auf dem Device installiert wird.
Somit werden bei einem Android Update diese Geräte meist Zeitnah zur Vorstellung beliefert. Das hat damit zu tun, dass der Hersteller nicht noch sein eigenes GUI über Android knallt und für den Kunden somit Updates extrem in die Länge zieht oder gar nicht zustande kommen.

Die im System integrierte Spracherkennung funktioniert jetzt auch offline und wurde überall perfekt integriert, leider noch erst in Englisch. Weitere Sprachen sollen aber bald folgen.

Viele die Android nutzen, streichen vor allem die Widget-Funktion hervor. Diese lassen sich jetzt auch sehr einfach anpassen und sollten Apps im Wege sein verschieben diese sich dann an einen noch freien Platz.

Auch an den Ordnern für Apps wurde gefeilt, diese werden nun durch schwarze Ringe um ein paar einzelne App-Icons dargestellt. Anklicken und gleich ploppt der Ordner auf und zeigt seinen gesamten Inhalt. Erstellt werden sie durch aufeinander ziehen zweiter Apps, nochmals angeklickt lässt sich ein Titel für den Ordner eingeben damit man auch von Aussen den Überblick behält.

Vorinstallierte Apps

Nexus7 -ASUS Tablet mit Jelly BeanAuffällig ist bei dem Android Tablet die ganzen Google Dienste welche sehr präsent vorinstalliert sind.

In der Bar unten auf dem Homescreen befinden sich per Default, der Play-Store, Google Music, YouTube, Google+ (ja es gibt’s noch), der Chrome Browser. In einem Ordner weitere Google Dienste wie Google Mail, Maps, Google Earth, Talk, Currents, Kontakte, Gallerie und der Kalender.

Mit den ganzen Apps lassen sich so gut wie alle Grundbedürfnisse eines Tablets abdecken. Filmchen anschauen, Auf der Weltkugel umhersurfen und fremde Plätze kennen lernen dank Google Earth und Street View. Mails abrufen genauso wie im Netz surfen über den eigenen Browser genauso wie die Täglichen Termine und Kontakte im Griff zu haben.

Schade, google music und movies gibts in der Schweiz / Deutschland noch nicht, bleibt zu hoffen dass diese Möglichkeiten bald kommen werden. Doch wie man bei Apple gesehen hat, brauchen solche Verträge eine lange, lange Zeit.

Dank dem Play-Store könnt ihr aus einer riesigen Auswahl an kosten-freien und -pflichtigen Apps wählen.

Wenn ihr noch ein paar interessante App Tipps für euer Nexus 7 seid, schaut doch mal beim @derSigiman vorbei.

Google Now

Eine der grössten Neuerungen am neusten Android Betriebssystem. Google Now ist euer persönlicher Begleiter. Ähnlich wie Apples Siri beantwortet sie Fragen die nicht nach einem Bestimmten Muster ausgesprochen werden.

Google Now weiss immer wo du dich befindest, da fleissig deine GPS Daten überwacht werden, dadurch ist es auch ein einfaches, über die Suche das nächste Restaurant zu finden oder eine Bäckerei, alles was ihr gerade sucht.

Auch merkt sich Google wie ihr eure regelmässigen Strecken – ÖV oder eigenes Auto – hinter euch bringt. Sollte es einen kürzeren Weg geben oder im Falle eines Staus/Verspätung eine Alternative gesucht werden gibt euch das Nexus7 gleich Auskunft .
Du hast in deinem Google Kalender einen geschäftlichen/privaten Termin vermerkt? In Zukunft werdet ihr ihn nicht mehr verpassen, denn Google weiss wo diese stattfindet und erinnert euch wenn ihr euch auf den Weg machen solltet, damit ihr es noch zeitig schafft. Sollte unterwegs etwas unvorhergesehnes passieren liefert euch Google die notwendigen Updates.

Was natürlich dabei nicht zu vergessen ist. Google weiss schon viel über euch da die meisten die Suche nutzen, über Google eMails versenden und/oder sogar die Google eigene Social Media Plattform nutzen. Mit den ganzen Bewegungsprofielen und den Verknüpften Daten aus eueren Privaten Leben ist das ganze natürlich schon eher bedenklich. Da bleibt abzuwarten in welche Richtung sich das ganze noch so entwickeln wird.

Weitere Details

Was ganz unschön gelöst ist die Rotationssperre, Steve Jobs meinte damals zum iPad Start, egal wie rum ich es halte, es muss immer richtig sein (behaftet mich nicht auf den genauen Wortlaut).

Googles Ansicht ist da eine andere, per Default ist der HomeScreen und gewisse Apps gesperrt für eine Rotation. Somit lässt sich nicht im Landscape Modus arbeiten.
In den einzelnen Apps lässt sich das über die Notification Bar entriegeln, Android wäre nicht Android gäbe es da nicht eine Möglichkeit dies zu umgehen «Ultimate Rotation Control» nennt sich die App welche nachinstalliert werden kann. Nur läuft der Homescreen nach unseren Tests mit der App überhaupt nicht mehr rund. Evtl. kann uns da einer unserer Leser eine andere Möglichkeiten nennen um diese Sperre zu umgehen.

Extrem schade ist auch dass es Google Music und der Movie Store noch nicht in der Schweiz / Deutschland gibt. Es bleibt zu hoffen, dass diese bald auch hier starten werden. Doch wer den schweren Weg welche Apple dabei gehen musste mit verfolgt hat weiss das das noch dauern kann, hoffen wir mal Apple konnte da den Weg etwas ebnen.

Vorteile

  • Android 4.1.1
  • Update Garantie da Google eigenes Tablet

Nachteile

  • Keine Rückkamera
  • kein erweiterbarer Speicher
  • mein Nexus7 wir sehr warm im Betrieb
  • Viele der Dienste sind noch auf USA begrenzt

Testbericht

Google’s Hoffnung dass die Leute ihre Daten in der Cloud speichern ging nicht ganz auf, deshalb sind in den Staaten wie auch in England das 16 GB Version komplett ausverkauft. Und da muss ich diesen Leuten recht geben 8 GB für ein Multimedia Gerät das für den Konsum gedacht ist ist schon sehr, sehr wenig.
Den noch ist es nicht so, dass man Flächendeckend, egal wo man ist Netz zur Verfügung hat und bei der Morgendlichen Zugfarht zur Arbeit wäre das schon schön wenn man etwas mehr Material zur Auswahl mit dabei haben könnte.
Sicherlich es gibt, die Möglichkeit von Hotspot via Smartphone oder einem mobilen Router, aber das ist nicht jedermanns Sache.

Alles in allem ist es für ein $ 200.- Tablet richtig gut verarbeitet, man merkt es ihm aber doch schon auch an.

Wir empfehlen die 16 GB Version zu wählen, den 8 GB sind extrem schnell voll und da das Tablet keine 3G oder 4G Anbindung hat und das Netz ausserhalb von WLAN noch nicht überall so ausgebaut ist dass man auf Cloud Dienste setzen kann ist man froh um jedes GB welches noch frei ist.
Sobald es das Nexus 7 hier auch zu kaufen gibt, werden wir natürlich den kaufen Link in der Sidebar hier im Review ergänzen.

Gadget passt zu ...

Allen die ein Android Tablet suchen welches eine Updategarantie hat, klein und kompakt ist und noch preiswert in der Anschaffung.

Passendes Zubehör

Technische Daten

  Nexus 7
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Android 4.1.1
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 7"
Auflösung: 1280 x 800 Pixel 216 ppi
Technologie: IPS LCD
Technisches
Prozessor: 1'300 MHz Quad-Core Tegra 3
RAM: 1 GB
Speicherplatz: 8
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • microUSB
Sensoren:
  • Accelerometer
  • Gyroskop
  • Kompass
  • Magnetometer
  • GPS
  • NFC
Multimedia
Kamera Front: 1.2 mp
Kamera Hinten: -
Audio: -
Textformate:
Videoformate:
Netzwerk
3G: Nein
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: 4'325 mAh
Gewicht: 340 g
Grösse: 198.5 x 120 x 10.45 mm
Lieferumfang:

4 Antworten

[…] ich gleich mal auf meinen Nexus7 […]

27.8.2012

Schöne Review
Die Glas- und WIFI-Probleme habe ich nicht bei meinem Gerät (oder einfach noch nicht bemerkt).
Die Grösse ist für mich die wichtigste Eigenschaft: Sehr handlich und dadurch auch sehr ÖV-tauglich, lässt sich sogar in Cargo-Pants verstauen.
Zudem ist die Gesichtserkennung – zwar nur für geringen Schutz – enorm praktisch, weil man das Tablet ja bei Benutzung eh gleich vor die Nase hält und nicht beide Hände frei haben muss.

[…] die App lief auf nur auf ausgewählten Android Devices und auf dem «besten» Android Tablet dem Nexus 7 funktionierte es nicht (ein Schelm wer böses über Google […]

[…] Nexus 7 […]

Kommentar schreiben

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
* Name, E-Mail Adresse und Kommentar sind benötigt