ASUS Vivo Tab RT

Ein Tablet, gleichzeitig auch ein «Laptop» für jede Situation gewappnet soll man mit dem Vivo Tab RT von ASUS sein. Das machte mich natürlich neugierig und Dank meinem «Pokipsie goes Windows 8» Experiment darf ich es auch die nächsten paar Monate fleissig austesten.

Hardware

Das iPad hat ein riesigen Vorteil, dank seiner Verbreitung gibt es extrem viel Zubehör. Eines meiner liebsten ist das Logitech Ultrathin Keyboard was gleichzeitig als Tastatur sowie auch als iPad Schutz dient.
Der Nachteil ist natürlich, dass es nur mit dem iPad zu nutzen ist da ist ein Logitech k810 eine gute Alternative.

ASUS Vivo Tab RT

Beim auspacken direkt aufgefallen ist das gefühlte Gewicht, welches eher schwer daher kommt wenn man die Dokingstation und das Tablet in den Händen hält.

Erster Eindruck und Haptik

Natürilch ist es als Tablet und Tastatur auch dicker als ein normales Tablet welches man einfach so mit sich herum trägt. Wenn ich es aber mit dem iPad in Kombination mit dem Ultrathin Keyboard vergleiche kommt man da auch auf eine ähnliche dicke.

Die Verarbeitung des Tablets ist Top, hinten bedecken etwas mehr als 2/3 der Rückseite eine Alu-Abdeckung. Am oberen Rande ist das gewählte Material Plastik darunter befinden sich auch die ganzen Antennen für WLAN und der NFC Chip.

Display

Beim Display wurde auf ein Corning Fit Glass  IPS Pannel gesetzt, welches kratzfest ist und sich bei der Bedienung sehr gut anfühlt.
10.1″ Zoll ist das Display grosse und im 16:9 Format gehalten. 178° beträgt der Blickwinkel mit welchem ihr auf die 1’366 x 768 schauen könnt.

Kamera

Ein Tablet ist nicht primär zum Fotos machen gedacht vor allem nicht ein 10″, doch immer mehr sehe ich sie die Menschen die es dennoch tun und/oder versuchen. Hierfür hat hat ASUS das Vivo Tab mit einer 8 mp Rück-Kamera ausgestattet welche bei idealem Licht gute Bildqualität liefert.
An der Front macht eine Kamera schon viel mehr sinn, da alleine wir mit unseren Mädels 2-3 mal am Tag sicherlich einen Video Call machen. Dafür ist im Vivo eine 2 mp Kamera vorgesehen die für Skype und Sonstige Video Telefonie bestens geeignet ist.

Performance

Im inneren des Vivo Tab RTs werkelt ein 1.3 GHz Nvidia Tegra 3 Quad-Core Prozessor welcher von 2 GB RAM unterstützt werden. Dies bietet schon einmal eine gute Grundperformance für das Tablet.
Das wechseln zwischen den einzelnen Apps funktioniert gut und flüssig, sicherlich im direkten Vergleich zum Aspire S7 von Acer (einem Ultrabook wohlbemerkt) sieht man schon einen Unterschied. Da bemerkte ich schon das etwas «gemütlichere» starten der Apps und auch beim Wechsel von einer zur nächsten.

Konnektivität

Beim Tablet

In sachen Anschlussmöglichkeit muss ich das ASUS Vivo Tab RT loben. Zum einen bietet das Tablet selber einen microHDMI Zugang, dieser ist aber (zumindest in meinem Modell) sehr schlecht zugänglich wie ihr auch im Video sehen könnt.
Auch wenn ich selber in Zeiten von AirPlay und SmartGlass (sofern die Xbox oder eine Apple TV vorhanden ist) den Sinn dessen nicht mehr sehe. Ich will ja mein Tablet auf dem Sofa nutzen und nicht mit einem Kabel 1-2 Meter vom TV weg sitzen (nennt mich bequem oder faul aber das freie hantieren des Tablets ist mir wichtig).

Da aber auf dem Vivo Tab Windows RT als Betriebssystem gewählt wurde ist es mit SmartGlas ausgestattet und somit das freie agieren ohne weiteres möglich.

Als weiteres gibt es einen kleinen Adapter (ähnlich wie der vom iPad) über den ihr USB Geräte anschliessen könnt. In unserem Test haben wir dies mit einer Apple USB-Maus sowie einem Apple USB-Keyboard ausprobiert was auf Anhieb ohne Probleme funktioniert hat.

ASUS Vivo Tab RT - Windows 8 Externe HD Anbindnen

Das anschliessen einer externen Festplatte – in unserem Test war dies die 2.5″ Verbatim Ultraslim Portable Festplatte (ein Testbericht zu der UBS 3.0 Festplatte findet ihr hier) – hat auch sofort funktioniert. Kurz nach dem anschliessen erklingt ein kurzer Ton- und Text-Hinweis auf. Durch anklicken dessen bekommt ihr eine Auswahl der Einsatzmöglichkeit.

  • Laufwerk für Sicherung konfigurieren (Dateiversionsverlauf)
  • Ordner öffnen, um Dateien anzuzeigen (Explorer)
  • Keine Aktion durchführen

Der zweite Punkt öffnet den Windows Desktop und ihr könnt wie von früheren Windows Versionen gewohnt auf die Daten der Disk zugreifen.
Wenn ihr den die Sicherung wählt, kommt ihr auch auf den Windows Desktop, dort aber direkt in die Einstellungen für den Dateiversionsverlauf (Backup) welche sich euch rate, wenn ihr das Tablet nicht nur zum Surfen auf Facebook und Co. nutzt zu aktivieren. Dazu könnt ihr fast jede externe Platte nehmen

Wie ihr wisst bin ich ein Backup-Fan und rate euch sofern ihr sie nicht nicht schon gehört habt unsere Sonderfolge dazu im #GeekTalk anzuhören.

Ihr seht mit diesem kleinen Adapter (welcher bei Apple und anderen Herstellern übrigens zusätzlich gekauft werden muss) seid ihr auch im reinen Tablet Einsatz in der Lage externe Devices anzuhängen.

Mit der Dockingstation

Wenn ihr die Dokingstation mit dabei habt, braucht ihr diesen Adapter nicht mit zu schleppen, den auf der rechten Seite befindet sich ein USB  3.0 Port. Auf der linken Seite ist ein Dock-Connector welcher für das Aufladen der Tastatur gedacht ist. Weitere Anschlüsse bietet die Docking Station nicht.

Akku

16 Stunden Akku verspricht ASUS wenn ihr das Tablet und die Dockingstation nutzt, in knapp zwei Wochen in denen wir das Vivo Tab bis jetzt nutzen durften, konnten wir noch keine wirklichen Akku Tests machen.
Was ist aber bis jetzt schon sagen kann der Akku hält wirklich lange durch was wirklich sympathisch ist.

Sound

Wer von einem Tablet ein super Sound erwartet ist auf der falschen Fährte. Wie auch, in einem solch meist schmalen Tablet noch vollwertige Speaker verbauen. Dennoch war ich überrascht, über das Volumen was die beiden Stereospeaker aus dem Tablet zaubern. Da kann sich noch so man ein Tablet Hersteller eine Scheibe von abschneiden.
Da ich meine Musik immer via AirPlay, DLNA oder SmartGlas streame ist mir selber die Qualität nicht so wichtig der verbauten Boxen. Auch unterwegs beschall ich selten gerne die ganze Umgebung und höre lieber über meine Kopfhörer Musik.

ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT ASUS Vivo Tab RT

Software

Windows 8 bietet unglaublich viel Potential und in meinen Augen war der harte Cut dringend nötig, sage ich ja schon seit Jahren dass Windows einen ähnlichen Schnitt wie auch Apple mit OS X machte nötig hat.
Gesagt haben das viele und lustigerweise konnte ich feststellen, dass genau diejenigen Windows Nutzer welche das immer wieder gesagt haben jetzt über die Veränderung klagen.
Für mich, der Windows immer nur als Testsystem (Blick über den Tellerrand) und nicht als Hauptsystem nutzte ist es natürlich einfacher, sehe ich Windows 8 mit den Kacheln als neues System an. Verstehe aber auch einen jeden der etwas verwirrt ist und sich schwierig tut damit. Doch bitte bevor ihr euch ärgert, probiert es doch einmal wie ich ein paar Wochen aus.

Windows 8 RT

Gleich beim ersten Blick stechen einem die einzelenen Apps und Verknüpfungen ins Auge die sogenannten «Live-Kacheln». Oben rechts seht ihr das aktuelle Benutzerkonto mit welchem ihr euch auf dem Windows Tablet angemolden habt.

Bedienung

Bedient wird alles Gesten. Mit einer Wischgeste vom linken Rand in die Mitte wechselt von App zu App. Das gleiche von der rechten Seite her ruft die Suche, Einstellungen und angeschlossenen Geräte auf.
Die Suche in meinen Augen (wie beim OS X) eine der Wichtigsten Funktionen für allem für langjährige Windows Nutzer. Über diese starte ich schon auf dem Mac ein jedes Programm oder suche etwas was ich auf anhieb nicht finde.

Wenn ihr mit der Zeit viele Apps und Kacheln installiert habt könnt ihr durch eine einfache Zoom Geste diese verkleinern und  bekommt somit schnell eine Übersicht. Gleichzeitig könnt ihr somit auch schnell vom Anfang zum Ende wischen.
Durch einmaliges antippen startet die Funktion/App hinter der Kachel, wenn ihr aber den Finger länger drauf lässt, bekommt ihr die Möglichkeit den Platz oder die Grösse der Kachel zu ändern.

Eine praktische Funktion ist des geteilten Bildschirms. Dazu startet ihr zuerst eure App welche ihr im «Hintergrund» laufen lassen möchtet. Diese zieht ihr vom oberen Rande her runter und dann nach links oder rechts an den Rand wo ihr sie schlussendlich haben möchtet. Jetzt drückt ihr die Windows Taste und startet die zweite App.
Die aktuelle Musik, eure Twitter Timeline, der eMail Eingang oder sonstige Funktionen habt ihr somit immer im Blickfeld, hierzu sein einfach gesagt dass dies beim Produktiven Arbeiten sehr ablenkungsgefährdent ist.

Etwas nützliches haben wir in den Einstellungen gefunden. Unter Allgemein gibt es beim runterscrollen den Punkt «PC ohne Auswirkung auf die Dateien auffrischen». Um diese Funktion ist man sicherlich froh nach ein paar Monaten mit dem neuen Betriebssystem. Da meist zu Beginn viele neue Apps geladen werden und einiges auch wieder deinstalliert wird.

Vorinstallierte Apps

Was ich an meinen Macs schätze ist das die grundlegenden Dinge schon vorinstalliert sind und ich nach wenigen Minuten nach dem auspacken schon nutzen kann.
Genauso verhält sich Windows 8, für den normalen Gebrauch ist alles mit dabei, weitere Apps können über den Haus eigenen App Store hinzugekauft oder geladen werden. Im Store ist mir einfach aufgefallen, dass die Preise im direkten Vergleich mit Apple doch meist höher ausfallen.
Office 2013 oder Office 365 gefällt genauso, dazu aber auf dem Pokipsie Blog bald einen Beitrag dazu.

 

Vorteile

  • Lange Akkuzyklen
  • Convertable
  • Saubere Verarbeitung

Nachteile

  • etwas dick und gefühlt schwer
  • Tastatur ist sehr gedrängt

Testbericht

Für den Täglichen gebrauch und in meinem Fall als 1:1 iPad Ersatz bin ich in den ersten 1.5 Wochen noch nicht ganz so warm geworden.
Doch im Einsatz mit der Logitech k810, welche sich mit meinem Windows 8 Ultrabook von Acer (Review folgt) und dem ASUS Vivo Tab verknüpft bin ich schon glücklicher.

An die Tastatur kann man sich gewöhnen auch an das irgendwie eher schwere Gefühl (auch wenn es auf dem Papier nicht viel Unterschied macht).
Praktisch ist der NFC Chip welcher es noch schneller als über die Cloud erlaubt Dateien direkt vom Smartphone auf das Tablet zu übertragen.

Hier bleibt mir zu sagen, dass ihr es am besten wenn möglich einmal selber in die Finger nehmt und dann entscheidet ob es für euch passt.

Ich werde am Ende meines #pgw8 Experiments noch ein Fazit (nach ca. 3 Monaten Test) darüber schreiben.

Gadget passt zu ...

Technische Daten

  ASUS Vivo Tab RT
Benutzeroberfläche
Betriebssystem: Windows 8 RT
Sprachen: -
Preis Schweiz: N/A
Preis Deutschland: N/A
Display
Grösse: 10.1“
Auflösung: 1'366 x 768 Pixel
Technologie: IPS
Technisches
Prozessor: NVIDIA™ Tegra® 3 Quad-core / Icera410
RAM: 2 GB
Speicherplatz: 32 GB
Akkulaufzeit: -
Schnittstellen:
  • Bluetooth 4.0
  • MicroSD
Sensoren:
  • G-Sensor
  • Light Sensor
  • Gyroscope
  • E-compass
  • NFC
Multimedia
Kamera Front: 2 MP
Kamera Hinten: 8 MP
Audio: -
Textformate:
Videoformate:
Netzwerk
3G: Nein
WiFi: Ja
Allgemeines
Akku: -
Gewicht: 525 g
Grösse: 263 x 171 x 8.3 mm
Lieferumfang:

2 Antworten

11.2.2013

Guter Bericht! Nutze das Tablet selber rege. Der Preis beim Link auf den Brack.ch Shop kam mir etwas hoch vor und das verlinkte Gerät ist, wie sich herausstellt, nicht die RT sondern eine Variante mit Atom und vollem Windows 8.

Ciao Sascha, freut mich zu hören, vielen Dank.
Das mit dem Brack Artikel habe ich soeben korrigiert, sieht schon etwas anders aus mit dem Preis (danke für den Hinweis).

Kommentar schreiben

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
* Name, E-Mail Adresse und Kommentar sind benötigt