TomTom GO 500

Als ich begonnen hab mit Autofahren (ei ist das schon lange her) da wollte ich immer ein Navigationsgerät besitzen, das herumfahren, anhalten und Karte auspacken war mir mit der Zeit einfach zu umständlich geworden.
Damals waren die Navigationslösungen einfach noch viel zu teuer, später dann kam das iPhone hinzu und die Möglichkeit über Apps sich navigieren zu lassen. Aus dem Grund habe ich die Standalone Geräte etwas aus den Augen verloren.

Beschreibung

Doch als wir im Frühling an dem TomTom Event teilnehmen durften, an dem uns eine coole neue Fitness-Uhr (Testbericht dazu folgt) vorgestellt wurde sowie die neuste Generation der Navigationslösungen, wurde ich schon wieder neugierig.

TomTom GO 500

Seit ein paar Wochen sind wir nun mit dem TomTom GO 500 unterwegs. Und ohne das Fazit vorneweg zu nehmen es ist schon eine andere Welt das navigieren mit einer solchen eigenständigen Lösung.
Das Navigieren mit dem Smartphone gelingt mittlerweilen richtig gut, vor allem die neueren Modelle die eine gute GPS Antenne verbaut haben. Auch ist es sehr praktisch nicht noch ein Gerät dazu kaufen zu müssen und das auch noch zu transportieren ausserhalb des Autos.
Doch wenn man mal einige Tage mit einem Navigationsgerät unterwegs war weiss man deren Vorteile zu schätzen. Dazu kommt dass das Smartphone wieder als solches, uneingeschränkt genutzt werden kann. Natürlich nur als Beifahrer!!!

Verarbeitung der Hardware

Was mir gleich sehr positiv aufgefallen ist, ist die Verarbeitungsqualität. Das TomTom Go 500 wirkt durch sein Gewicht (229 g) stabil und wertig. Man hat auch etwas in den Händen.
Dazu kommt die saubere Verarbeitung, die leicht geneigte Rückseite dank der sich das Navigationsgerät gut in den Händen halten lässt.

Oben rechts gibt es den einzigen Knopf am Navigationsgerät, welcher die Funktion des An- und Ausschalten übernimmt.

An der Unterseite befindet sich von links nach rechts der microUSB Port für das Aufladen des Navigationsgerätes. Zentral in der Mitte ist die Dockingstation angebracht über die das Go 500 an der mitgelieferten Halterung befestigt wird. Rechts aussen befindet sich noch der microSD Kartenslot.

Hinten an der Rückseite ist ein gelöchertes Stück Konstoff eingelassen hinter dem sich auch das Magnet befindet. Dank dem Magneten, dessen Gegenstück sich in der EasyClick-Halterung befindet, lässt es sich einfach und schnell im Auto montieren. Das tolle dieser Vorgang lässt sich Einhändig ausführen. Sehr praktisch wenn man knapp in der Zeit ist und schnell noch im Aussteigen das Navigationsgerät mitnehmen möchte.

Auf der Frontseite befindet sich ausser dem 5″ Touch-Display und dem TomTom Brand unterhalb des Screens gar nichts.

Navigationssoftware

Auch hier hatte ich wie schon bei der Hardware einen ersten Wow-Effekt. Gleich nach dem Start zeigt die Karte einen Ausschnitt aus der aktuellen Umgebung an. Dank der Touch-Technologie lässt sich, wie vielen vom Smartphone/Tablet her gewohnt, einfach durch Pinch-to-Zoom oder hin und her Wischen auch durch die weitere Umgebung surfen und sich zurechtfinden.
Alternativ könnt ihr auch über die bekannten Zoom- und Navigations-Buttons durch die Karte browsen.

Wenn ihr Navigieren oder eine Einstellung vornehmen möchtet gelangt ihr durch einen Klick in der Menü-Umgebung und im vergleich zu früher hat die eine tolle Entwicklung durchgemacht. Nicht mehr die alte Gitter-Artige Auflistung sondern neu hat es  App-ähnliche Menü Buttons die jeweils darüber noch angeschrieben sind. Dazu gehören:

  • Suche
  • Aktuelle Route
  • Meine Orte
  • Parken
  • Tankstelle
  • Traffic und Gefahrenstellen
  • Einstellungen

Direkt darunter könnt ihr die Lautstärke des Navigationssystems einstellen, je nachdem wie laut ihr die Stimme haben möchtet. Neben der Lautstärkeregelung gibt es einen Mute sowie Tag/Nacht Button.

Zu den einzelnen Punkten gibt es nicht allzu viel zu erklären sind sie doch selbstredend. Was aber sicherlich erwähnenswert ist, wenn ihr nach einem Ort sucht wird gleich unter eurem geschrieben (ähnlich wie bei Feldern bei den Suchmaschinen) Orte eingeblendet die anhand euren getippten Buchstaben passen könnten. Somit seid ihr nach wenigen Buchstaben Tippen meist schon beim Ergebnis.
Eine Funktion die mir sehr gut gefallen hat, ist die Anzeige der nächsten Parkhäuser. Kennt sicherlich ein jeder der in einer neuen, noch nicht bekannten Stadt ist, und gerade einen Interessanten Einkaufspunkt oder sonstigen Platz gefunden hat und schnell ein Parkmöglichkeit sucht. Da ist es immer praktisch, eine Übersicht aller in der nähe befindlichen Parkmöglichkeiten zu erhalten. Noch wichtiger ist dies natürlich bei Tankstellen, um möglichst schnell wieder an den wichtigen Brennstoff zu kommen.

Staumeldungen bekommt ihr beim TomTom GO 500 ohne ein zusätzliches Abo, kostenlos und zumindest hier wo wir es getestet haben ziemlich genau. Dazu wird einzig ein Smartphone benötigt über das ihr euch via Thetering mit dem Internet verbinden könnt. Von Vorteil ist natürlich auch noch eine gut ausgestattete Datenflattrate. Aktuell funktioniert das Thetering leider aber nur über Smartphones mit Android (ab Version 4.0) und iOS ab Version 5.0 (Voraussetzung ist dabei Bluetooth 4.0).

Lieferumfang

  • TomTom Go 500
  • EasyClick-Magnethalterung
  • USB Kabel
  • Autoladegerät
  • Bedienungsanleitung

Technische Details

  • Grösse: 145 x 90 x 20 mm
  • Gewicht: 229 g
  • Display Grösse: 5″ (130 mm)
  • Display Auflösung: 480 x 272 Pixel
  • Speicherweiterung: microSD
  • Farzeughalterung: mit Saugnapf und Stromversorgung
  • Akku: bis zu 2 Stunden Navigation ohne Stromanschluss
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Vorteile

  • Touchfähiges Display
  • Vorschläge beim eingeben von Adressen
  • Lebenslange Karten Updates
  • Schnelle Routenberechnung

Nachteile

  • Thetering funktioniert nicht mit allen Smartphones
  • Keine Sprachführung

Fazit

Wie schon einleitend gesagt ist das mein erster, ausführlicher Test mit einem Navigationsgerät. Ich habe keine vergleiche mit anderen Modellen. Auch kenn ich mich nicht wirklich aus mit Navigationsgeräten und was die sonnst noch alles können. Aber für die einfache Navigation mit zusätzlichem guten Staumelder und weiteren nützlichen Features ist das TomTom GO 500 ein geniales Gerät.

Es ist klein und somit handlich, lässt sich sehr einfach von der Halterung lösen und (bei Frauen) in der Handtasche oder einem Rucksack verstauen wenn man das Auto verlässt.

Nicht ganz so gut gefallen hat mir dass nur die neueren Smartphone Modelle unterstützt werden und vor allem keine Windows Phones, das hat aber auch seine Vorteile, den der Bluetooth 4.0 Standard ist sehr Akkuschonend und somit schont ihr gleich auch noch euer Smartphone beim Thetering.

Ein Punkt der mir aber wiederum sehr gut gefallen hat, ist auch die tolle 3D Grafik mit welcher die einzelnen Gebäude in einem Pastelton, leicht Transparent dargestellt werden. Zu der tollen Grafik bekommt ihr hier von TomTom lebenslang Karten Updates.

2 Antworten

28.10.2013

Wie immer eine schöne Review. Mir fehlen allerdings ein paar Bilder der eigentlichen Kartendarstellung, damit ich einen Vergleich anstellen könnte.
Selbst nutze ich schon lange Navigon Europe auf meinem iPhone 4S und bin mehr als zufrieden damit. Die Kartendarstellung ist sauber, Parkmöglichkeiten in der Nähe des Ziels kann ich ebenfalls abrufen. Die Streckenführung ist sehr gut und Verkehrsbehinderungen werden – bei INet-Verbindung – aus allen Navigon-Nutzerdaten sehr zeitnah und genau eingerechnet und bekannt gegeben. Sieht man den Preis – oft bekommt man die Europa-Version im Angebot für 60€ – plus einmalig 15€ für lebenslange, vierteljährliche Kartenupdates, könnte mich ein Standalone-Gerät für 100€ mehr nicht überzeugen. Allerdings gilt das natürlich nur, wenn man sowieso schon ein iPhone hat. Zusätzlich kann es durchaus auch Geschmackssache sein. Und über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten ;)

Dankeschön für die Blumen, und natürlich auch den Hinweis. Bilder der Karten werde ich noch nachliefern bei meiner nächsten Ausfahrt – hast vollkommen recht Dankeschön.
Für mich der Grund warum ein Standalone Gerät weil immer dann wenn es brenzlig wird und ich die Navigation gebrauchen kann kommt ganz sicher ein wichtiges Telefonat rein und das möchte ich entgegen nehmen ohne dass die Navigation darunter leidet.
Auch der Akkuverschleiss ist heutzutage nicht mehr so gegeben da es z.B. auch von TomTom geniale Smartphone Halterungen gibt. Genauso mit OS Maveriks und der coolen KartenApp auf dem Mac – und der Möglichkeit die Router ans iPhone zu senden etc. wird natürlich das Smartphone als Navigation noch mehr interessanter. Doch da ja immer Beifahrer möchte ich mein iPhone da auch zum Surfen etc. nutzen deshalb werden wir uns schlussendlich für ein Standalone Gerät entscheiden.

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