PicoPix 3610 mini Beamer von Philips

Ein kleiner, mobiler Beamer der auch noch vernünftige Bilder liefert. Auf der Suche bin ich schon länger, genauer gesagt schon Jahre.
Ich habe dabei auch so manches Modell gekauft und das Fazit war bis anhin ein jedesmal das gleiche, ich wurde Enttäuscht.
Gespannt habe ich mich an den Test vom Philips PicoPix 3610 gemacht und was dabei herausgekommen ist könnt ihr hier im Testbericht nachlesen.

Beschreibung

Gleich vorneweg, ich gebe seit meinem Unfall leider keine Schulungen mehr und habe keine aktuellen Vergleichsmöglichkeiten zu Beamern wie sie aktuell eingesetzt werden in Schulungszimmern, dennoch weiss ich von Kollegen die noch fleissig unterrichten, das Verlangen nach einer mobilen Lösung bei Beamern nach wie vor gefragt ist.

Mobile Beamer stehen bei vielen schon seit Jahren auf dem Wunschzettel. Je nach Einsatzgebiet war die Grösse, Leuchtkraft oder dann der Preis etwas was gegen eine Anschaffung eines solchen gesprochen hat.
Vor mehr als zwei Jahren haben wir uns bei unserem heimischen Kino für einen Beamer entschieden.

PicoPix 3610 mini Beamer von Philips

Da war ich natürlich Gespannt wie sich ein heutiger mini Beamer im Einsatz schlägt.
Was muss ein mobiler Beamer alles bieten? Dies ist natürlich sehr individuell und von Einsatzzweck zu Einsatzzweck unterschiedlich. In unserem Fall war ein mobiler Beamer den man einfach transportieren konnte (somit wenig Platz einnehmen durfte), auch zu Hause, schnell vom Keller in den Obersten Stock transportieren lässt ohne dass man dafür mehrere Hände braucht.

Verarbeitung

Was mir gleich aufgefallen ist, der Karton ist sehr klein, öffnet man diesen kommt ein noch kleinerer Beamer zum Vorschein. Ist dieser doch knapp grösser als die von uns heiss geliebte Apple TV. Darauf, wie bei Früher bei Windows Computern und heute Androiden Smartphones/Tablets üblich, ist ein grosser Kleber aufgemacht. Dieser zeigt euch die Haupt-Features des kleinen Beamers:

  • WiFi / DLNA
  • OfficeViewer
  • LED
  • Eingebauter Speaker
  • 1080p Video Wiedergabe
  • Akku Li-ion (bis zu 2 Stunden)
  • App Steuerung für Android und iOS
  • 120″ (305 cm Bildschirmdiagonale)

Entfernt man den Kleber erstmal, kommt der glänzende, schwarze Klavierlack hervor welcher das grosszügige Touchpad umrandet. Da dieses logischerweise mit den Fingern bedient wird, ist der Klavierlack sicherlich nicht das praktischste, sieht man darauf dann doch einen jeden Fingerabdruck. Die Verwendung von Polycarbonat bei Beamern ist fast durchgehend auch im höheren Preissegment normal. Der PicoPix sticht hierbei vor allem durch seine «Lüftungsschlitze» welche sich nicht als solche ausgeben auf. Rund herum ist er nicht wie oben mit Klavierlack eingedeckt sondern mit einem matten Kunststoff. Dieses ist mit Löchern versehen die von links bis in die Mitte immer grösser und anschliessend wieder kleiner werden, womit das ganze nicht so steril wirkt. Das gleiche Muster findet ihr auch unten am mini Beamer, da sind aber nur wenige der Löcher auch durchgehend.

Sehr praktisch im mobilen Einsatz ist natürlich auch der Gummiring welcher unten zentriert am Gehäuse angebracht ist. Damit steht er auch fest auf seinem Platz auch wenn mal ein Kabel etwas mehr in eine Richtung weg zieht als einem lieb ist.

Auf der Rückseite befinden sich von links nach rechts der Stromanschluss, der miniUSB Port, einen SD/MMC Zugang, der miniHDMI und 3.5 mm Klinkenstecker. Einer, genauer gesagt der A/V-Port hat keinen Platz mehr hinten am Beamer gefunden, dieser durfte auf die rechte Seite wandern.

Bedienung

Für die Bedienung wichtig sind neben den oben schon erwähnten Touchpad sicherlich der An- und Ausschalt-Regler auf der linken Seite. Diesen müsst ihr für drei Sekunden nach vorne ziehen und schon schaltet sich der kleine ein. Dies ist natürlich besonders praktisch da sonnst der Beamer versehentlich aktiviert werden könnte in der Tasche oder einer Jacke und das wäre nicht wirklich praktisch. Als dritter und letzte Physisches Bedienelement Findet ihr am oberen, vorderen Rand noch ein dreh-Rad über das ihr die Bildschärfe einstellen könnt.

Auf die Fernbedienung gehe ich weiter unten beim Zubehör noch kurz ein.

Ports

An dem mini Beamer könnt ihr verschiedenste Wiedergabegeräte anschliessen. Hier findet ihr die einzelnen Ports aufgelistet gleich noch mit einer kurzen Beschreibung:

USB

Beginnen wir beim USB Port, darüber könnt ihr natürlich einen USB Stick oder eine externe Festplatten anschliessen.

Auch das iPhone, iPods und iPads könnt ihr mit dem Apple Original Kabel an dem kleinen Beamer anschliessen. Wichtig hierbei ist dass es erst ab iPad nano 6. Generation, iPod touch 4. Generation, iPhone 4 Generation und iPad ab der 2. Generation funktioniert. Danach könnt ihr auf die darauf befindlichen Medien Dateien zugreifen und diese direkt wiedergeben.

Doch nicht nur Dateien die ihr auf einem Medium habt könnt ihr geniessen. Es ist auch möglich einen Analoge «TV Antenne» anzubringen (optional erhältlich) und somit direkt TV geniessen.

miniUSB

Am miniUSB Port könnt ihr euch direkt mit einem Computer oder Ultrabook anschliessen. Das direkte anschliessen ist aber kein muss, dank dem integrierten WLAN Modul könnt ihr direkt über euer Netzwerk die Daten streamen und auf der Leinwand geniessen. Solltet ihr einmal unterwegs sein und keinen Zugriff auf ein WLAN haben ist das kein Problem, denn der PicoPix kann auch eine direkte Verbindung aufbauen (Ad-hoc-Netz).

A/V

Über den links befindlichen A/V Port lassen sich mittels eines A/V zu RGB Kabels auch Videokameras oder Spielkonsolen anschliessen. Da der PicoPix so kompakt ist, könnt ihr auch mal eine Spielkonsole aufbauen wenn an einem Ort kein Fernsehapparat zur Verfügung steht.

SD/MMC Slot

Am hinten zwischen den ganzen Anschlüssen versteckten länglichen Schlitz könnt ihr eine SD oder MMC Karten anschliessen.

Streaming

Bis auf die WLAN Übertragung bedingten die obigen Punkte alle ein anschliessen eines Physischen Mediums. Doch es geht auch anders. Wenn ihr

Neben dem Anschliessen von Hardware wie oben beschrieben, könnt ihr auch Medien z.B. direkt von euerm NAS System wiedergeben sofern dieses über eine DLNA Funktion verfügt. Da dies aber die meisten NAS Systeme beherrschen habt ihr eine einfache Möglichkeit eure zentral gespeicherten Dateien zu wiedergeben.

Leistung

Von der Leistung her bekommt ihr im Akku Betrieb 60 Lumen auf die Leinwand, sobald ihr den Beamer an den Strom anschliesst, sind es sogar 100 Lumen.
Wie einleitend schon erwähnt, könnt ihr eine 120″ Bildschirmdiagonale bespielen, dies sind in centimeter ca. 305. Je nach Wiedergabe-Art und -Übertragung bekommt ihr bis zu 2 Stunden Leistung geboten. Dies ist natürlich der Idealfall, heisst bei der Übertragung auf HDMI gesetzt und Keynote/Powerpoint Präsentationen anzeigen. Sobald ihr natürlich Filme abspielt oder ein Videospiel geniesst und das ganze auch noch via WLAN verkürzt sich die Zeit dem entsprechend.
In unserem Test haben wir über HDMI das Acer Aspire S7 Ultrabook angeschlossen und darüber einen Film wiedergeben. Die 90 Minuten Film konnten wir gerade noch zu Ende schauen. Da wir aber ausser für den Test immer eine Steckdose zur Verfügung hatten/haben ist dies für uns nicht wirklich relevant.

Zubehör

Das beigelegte und mit einem «Philips PicoPix» Brand versehene Etui ist aus weichem Material. An der Front und Rückseite jeweils mit etwas Karton im Gewebe verstärkt. Die Seiten bestehen aus jeweils einem Gummiband, damit ist die Tasche im nicht gebrauch sehr kompakt und bietet dennoch dem kleinen Beamer einen grundlegenden Schutz beim Transport.

Neben dem Etui liegt noch eine kleine, 86 x 40 x 6 mm schmale Fernbedienung bei für die Bedienung ausserhalb der Reichweite durch eure Arme.
Damit lassen sich die wichtigsten Einstellungen vornehmen wie die Lautstärke, die Navigation im Menü des Beamers, die Suchfunktion und die Wahl der Medienwiedergabe. Wenn der PicoPix in der nähe ist, wird die Fernbedienung nicht gebraucht ihr könnt ihn über das Touch-Feld auf dem Beamer direkt bedienen. Dazu gibt es das grosse Touch-Feld und oberhalb drei «Bereiche» für den Home-, Menü- und zurück-Button.

Lieferumfang

  • Philips PicoPix 3610 Beamer
  • HDMI auf miniHDMI Kabel
  • Stromkabel und Adapter
  • USB zu miniUSB Kabel
  • Kleine Fernbedienung
  • Quickstarter Guide
  • Etui für den Transport

Technische Details

  • Grösse: 105 x 105 x 31.5 mm
  • Gewicht: 280 g
  • Helligkeit: 100 Lumes – 30’000 Stunden Beitrieb
  • Speaker: 1 Watt
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Vorteile

  • Kompakter Beamer für unterwegs
  • Bedienung direkt am Beamer
  • Gutes Preis-Leistungsverhältnis

Nachteile

Fazit

Ihr seid auf der Suche nach einem mobilen Beamer, da ihr gelegentlich Kurse gebt, Vorträge haltet oder Schulungen anbietet und das in wechselnden Lokalitäten? Ihr möchtet gerne die Möglichkeiten von Keynote und/der PowerPoint, Filmen und Bilder via Computer, Tablet oder ähnlichem nutzen aber die Schulungsräume geben es nicht her?
Bis anhin war es immer nötig, einen grossen, schweren Beamer mit zu schleppen. Dies ist neben den ganzen anderen Hilfsmitteln und Unterlagen nicht immer das praktischste, vor allem wenn ihr dann noch per Öffentlichem Verkehrsmittel unterwegs seid.
Hier hat Philips mit dem PixoPix 3610 eine geniale Lösung geschaffen. Sicherlich er hat nicht die gleiche Leistung wie es einer seiner grösseren Brüder hin bekommen, das funktioniert schon alleine aufgrund seiner Grösse nicht. Dennoch bekommt ihr in einem einigermassen abgedunkelten Raum ein Bild auf die Wand projeziert. Ihr könnt somit einen Vortrag halten, der durch Zusatzinfos am Beamer und/oder auch mal einem Kurzfilm angereichert wird. Auch seid ihr dank des integrierten Akkus in der Lage einen Vortrag zu halten ohne passende Steckdose in der nähe, zumindest für die Dauer welche der Akku euch bietet. Mit einem MacBook/Ultrabook im Einsatz seid ihr so extrem mobil. Trotz seinen kleinem Erscheinungsbild bekommt ihr mit ca. 2.5 m Abstand zu der Wand eine 1.5 m Bild Diagonale an die Wand.

Genial ist, so finde ich, vor allem seine kompakte Grösse. Ist er doch kaum grösser als eine Apple TV oder mein Intel NUC und kann somit auch für den gelegentlichen Filmkonsum gebraucht werden.
Sehr pratisch z.B. wenn in der Ferienwohnung oder dem Hotelzimmer kein, oder ein nur sehr kleiner Fernseher angeboten wird. So könnt ihr ohne Probleme, schnell und einfach Filme geniessen und müsst nicht auf das heimische Kino verzichten.

Dank dem integrierten WiFI könnt ihr euch auch direkt mit einem NAS, einem Computer oder einem Smartphone/Tablet verbinden und dessen Medien wiedergeben. Hierzu ist einfach anzuraten den mini Beamer mit eingestecktem Stromkabel zu nutzen, damit auch während des ganzen Filmes ein Bild gezeigt wird.

Bedient wird der Beamer direkt am Beamer selber über das Touch-Interface oder über eine dazu passende App aus dem Play-/App-Store. Zusätzlich liegt für das freie Bedienen noch eine kleine Fernbedienung bei.

 

In meinen Augen ein perfekter Kompromiss von seiner Mobilität zur Leistung und wäre mir, es auf jedenfall die Platzersparnis wert. Dennoch rate ich euch, den mini Beamer nach Möglichkeit selber an zu testen und zu schauen ob er auch euren Anforderungen gerecht wird, ist doch dessen Einsatz bei jedem sehr individuell.

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