Thecus NAS N2520

Netzwerkspeicher kann man nicht genug haben, deshalb teste ich nun seit einiger Zeit eine NAS-Lösung aus dem Hause Thecus. Hierbei habe ich mich für das N2520 entschieden, einem two-bay Modell welches es mit zwei Festplatten aufnimmt um eure Daten im Netzwerk  zu speichern.
Nach dem ersten Video zum NAS folgt heute jetzt der ausführliche Testbericht des Netzwerkspeichers.

Beschreibung

Heutzutage brauchen Dateien wie Fotos oder private Filme immer mehr Platz.
Umso besser die Qualität von Video- und Foto-Apparaten werden um so mehr Platz benötigen die einzelnen Dateien. Dazu kommen immer mehr Geräte welche sich in einem Haushalt tümmeln. Vom Rechner über das Smartphone und Tablets und von überall möchte man Zugriff auf seine Daten haben.

Thecus NAS N2520

Hier macht sich ein NAS-System natürlich sehr gut. Deshalb schau ich mir immer wieder neue Möglichkeiten an.

Verarbeitung

Das Thecus N2520 kommt in einem schlichten weiss daher. Bis auf den senkrechten, silber-grauen streifen an der Front. Auf diesem befinden sich die ganzen LEDs für die Betriebsanzeige und die zwei Bedienungsknöpfe und einen USB Port mit der Geschmacksrichtung 3.0. Darüber lässt sich zum Beispiel eine externe Festplatte anschliessen für das Backup der Daten auf dem NAS-System.

Die beiden Seiten des NAS sind aus Blech, genauso wie die Rückseite. Die rechte Seite ist komplett in weiss gehalten, auf der linken ist der Brand «Thecus» eingestanzt. Dieser leuchtet bei aktiven NAS dank einer hinterlegten weissen LED.
Auf der Rückseite im oberen Beriech sind kleine Löcher ausgestanzt damit der verbaute Lüfter die Luft auch nach aussen transportieren kann. Zusätzlich findet ihr an der leicht gebeugten Oberfläche ganz vorne am Rand einen zusätzlichen Schlitz.

Auf der Rückseite befindet sich noch weitere Ports. Dazu gehört der Stromanschluss, einen Ethernetport und gleich daneben zwei USB (2.0) Zugänge für weitere externe Festplatten oder USB Sticks. Des weiteren befinden sich überhalb der genannten Anschlüsse noch eine HDMI und eine SPDIF-Anschluss.

Konfiguration

Als erstes gilt es, das Thecus NAS mit einer Stormquelle und eurem Netzwerk via Ethernet-Kabel zu verbinden. Dann auf die Homepage von Thecus zu gehen und den entsprechenden Client runterladen. Dieser steht euch für Linux, Mac oder Windows zur Verfügung. Die runtergeladene Datei starten, auswählen wohin die App installiert werden soll. Je nachdem ob ihr Adobe AIR schon auf eurem Rechner installiert habt gehts weiter ansonsten noch ein Zwischenschritt, den dieses ist dazu nötig. In meinem Fall war es auf dem Rechner musste aber (da schon länger – sehr lange nicht mehr gebraucht wurde) zuerst mit einem Udpate versehen werden.
Wer von euch Adobe Air nicht auf dem eigenen Rechner haben möchte, kann das NAS auch direkt über den Browser via IP Adresse ansteuern.

Nach dem auswählen eurer Sprache geht es ans einrichten der von euch eingebauten Festplatten. Hier könnt ihr wählen aus den folgenden drei Möglichkeiten wählen:

  • JBOD
  • RAID 1
  • RAID 5

Ersteres ist einfach erklärt (und bitte Profis steinigt mich jetzt nicht deswegen) die volle Nutzung der Platte. Wenn ihr z.B. zwei 2 TB Platten eingeschoben habt, habt ihr somit 4 TB zum persönlichen Gebrauch, hierzu werden alle eingebauten Platten zu einer sichtbaren gemacht.
Bei RAID 1 hättet ihr nur 2 TB zur Verfügung da alle Daten auf der ersten auch auf der zweiten Platte gespiegelt werden.
Bei RAID 5 habt ihr im genannten Beispiel eine Aufteilung im Verhältnis 2:1:1. Zwei Anteile davon für den Gebrauch einen für den Schutz und den letzten könnt ihr nicht  für den Schutz und den dritten Teil sind für euch nicht zu gebrauchen.

Nun ist das N2520 bereit für den nächsten Schritt das Einrichten eures Kontos. Dazu müsst ihr einen Namen vergeben, ein Passwort wählen und eine Thecus ID anlegen. Letzteres ist optional und wird nur benötig, wenn ihr von aussen auf eure Daten zugreifen möchtet.

Jetzt ist das NAS bereit, zumindest in den Grundfunktionen und ihr könnt die Detaileinstellungen vornehmen. Zusätzliche Funktionen lassen sich über die «Offizelle NAS Applikationen» oder über «Drittanbieter App Installation» nach installieren.

Zu den offiziellen Apps gehören unter anderem:

  • Dropbox
  • McAffe
  • MySQL-Kit
  • Piczza
  • Plex
  • Transmisson
  • XBMC
  • Apache
  • etc.

Für die Drittanbieter Apps hat Thecus eine extra Seite eingerichtet. Darin befinden sich Apps wie z.B. der YouTube Downloader, SugarCRM, Drupal, Joomla etc.

Betriebssystem ThecusOS6

Bedient wird das Thecus NAS mit dem einfach gehaltenen Betriebssystem welches auf den Namen ThecusOS6 hört. Zum Start sind einzig zwei Symbole auf dem «Desktop». Der «Share Folder» und das «RAID Management».
Links unterhalb des Titels oben findet ihr ein «Kalender-Einstllungs»-Symbol. Darauf geklickt und das Control Panel öffnet sich. Die Einstellungen welche ihr immer wieder benötigt, könnt ihr zusätzlich auf den Desktop legen.

Wie einleitend erwähnt, ist die Bedienung des NAS einfach gehalten und logisch. Es gibt noch ein paar Ecken und Unebenheiten, die man schöner, oder einfacher hätte lösen können. Doch das sind zum Glück alles Punkte, welche via Software Update geändert werden kann. Auch gibt es noch den einen oder anderen Sprachlichen Fehler drin wo die Übersetzung nicht ganz geklappt hat.

In Zeiten von NSA und den zahlreichen Skandalen rund um diese und andere Regierungsorganisationen ist das Thema Own-Cloud ein interessantes. Hierfür sind alle nötigen Dienste einfach über das Control Panel zu konfigurieren.

Backup

Thecus hat auch an das Backup gedacht. Je nachdem wie ihr euer NAS nutzt ist es wichtig, dass ihr die darauf befindlichen Daten auch Backupt. Oder zumindest ein Teil der darauf befindlichen Daten, je nachdem wie wichtig euch diese sind.

Hierzu habt ihr verschiedene Möglichkeiten, wie z.B. einem Online Backup über Amazon S3 oder durch das anschliessen von einer USB Festplatte.

Lieferumfang

  • Thecus NAS N2520
  • Stromkabel und Adapter
  • Ethernet-Kabel
  • Schnell-Bedienungsanleitung

Technische Details

  • Grösse: 210 x 166 x 114 mm
  • Gewicht: 1.35 kg
  • Prozessor: Intel® Atom™ SoC CE5315 Dual Core(1.2GHz Dual Core )
  • RAM: 1 GB (DDR3)
  • USB: 1 x 3.0 – 2 x 2.0
  • HDMI: 1 x
  • Soundausgang: SPDIF
  • Festplatten: 2 x HDD
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Vorteile

  • Geringer Anschaffungwiederstand
  • Perfomantes Betriebssystem

Nachteile

  • Übersetzung könnte etwas optimiert werden

Fazit

Wie ich schon länger immer wieder zu sagen pflege, es muss nicht immer Synology sein. Mit dem Thecus bekommt ihr ein einfach zu bedienendes und schnelles NAS System.

Ich habe das NAS nun seit bald einem halben Jahr im Einsatz und nutze es gerne und intensiv. Zum einen für Backups und natürlich auch zur zentralen Datenablage. Das Thecus hat meine Synology (aus dem Jahre 2010) komplett abgelöst, darauf habe ich aktuell nur noch ein Teil meiner grossen Filmsammlung lagern.

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