WD My Cloud EX2

NAS Systeme hatte ich schon von verschiedensten Herstellern im Test, einige davon findet ihr hier im Blog aber auch im #GeekTalk Podcast wieder. Dabei hab ich für verschiedne Anwendungsszenarien einen jeweiligen Favoriten für mich gefunden.
Externe Festplatten aus dem Hause WD habe ich selber fünf Stück im Einsatz. Etwas was ich mir schon länger mal anschauen wollte, waren deren NAS Lösungen und das durfte ich nun dank Brack.ch auch tun. Für euch habe ich in den letzten Wochen die My Cloud EX2 fleißig unter die Lupe genommen.

Beschreibung

Externe Festplatten von Western Digital habe ich neben Lacie Platten am meisten in meinem Portfolio. Mit diesen hab ich ohne Ausnahmen gute Erfahrungen gemacht und sie deshalb auch immer weiter empfohlen wenn ich angefragt wurde nach einer Platte die ich Empfehlen kann. Deshalb war ich natürlich noch mehr gespannt auf diesen Test.

WD My Cloud EX2

Netzwerkspeicher sind eine praktische Möglichkeit Dateien in Familien oder auch bei Pärchen zentral zu lagern und mit entsprechenden Apps sogar ohne Computer Anbindung darauf zu zugreifen. Auch in Zeiten rund um Datensicherheit und stationierte Server in den Staaten ist auch die eigene Cloud ein grosses Thema.

Verarbeitung

Wie schon bei den Books-Festplatten welche ich bis anhin in Verwendung hatte, ist die Verarbeitungsqualität sehr hoch. Auch am Design hat sich nichts geändert, was auch nicht schlimm ist, nennt man mehrere sein eigen, sehen sie aus wie Bücherrücken im Gestell. Die Frontseite ist leicht abgerundet wie man es von den guten alten Bücken her kennt. Die verwendete Farbe würde ich als Space Gray (ich weiss ich bin Apple versaut) definieren. Am unteren Rand findet ihr einen dunkleren Balken der leicht auf die rechte Seite übergeht. Auf diesem findet ihr zum einen den «WD My Cloud EX2» Brand aber auch drei LEDs die euch den aktuellen Systemstatus übermitteln.   Das oberste zeigt euch verschiedene Status-Meldungen.  Ein blaues Leuchten der LEDs steht für einen ordnungsgemäßen Betrieb, während ein rotes Leuchten auf einen Fehler der Festplatten und ein gelbes Leuchten auf ein Problem etwa bei der Netzwerkverbindung hindeutet. Die unteren beiden zeigen die jeweilige Aktivität der einzelnen Platten.

Oben und hinten und unten findet ihr jeweils ein «Gitter-Rost» über den das NAS seine wärme ablässt. Auf der Rückseite findet ihr des weiteren zwei USB 3.o Ports fürs anschliessen von weiteren Platten für Backup und zur Erweiterung. Darunter den Ethernet Port sowie den Steckplatz für das beigelegte Stromkabel. Mehr hat es nicht und braucht es auch für eine solch einfache NAS Lösung das vorwiegend für den Heimgebrauch und kleinere Betriebe gedacht ist.

Die Festplatten lassen sich einfach austauschen und/oder erweitern. Dazu müsst ihr oben einfach im vorderen Bereich auf die leichte Vertiefung drücken, womit sich der Deckel abhebt. Anschließend müsst ihr die kleine Schraube lösen und schön könnt ihr die einzelnen Festplatten an den beiden Laschen herausziehen. Zum Einsatz können hier 3.5 Zoll Platten kommen, eine Möglichkeit, 2.5 Zoll zu verwenden gibt es nicht.
Am Boden finden sich noch vier gummierte Füsse dank denen das NAS leicht angehoben ist. Dies muss so sein, denn ein kleiner 35 x 35 mm grosser Lüfter ist unten angebracht welcher die Luft von unten ansaugt und durch das NAS-System «bläst». Praktisch ist, dass der Lüfter seine Arbeit nur bei sehr hoher Systemtemperatur antritt und ihr somit bei normalem arbeiten eine ruhige Lösung habt.

Des weiteren bieten sie einen rutschfesten Stand. Dies ist bei Festplatten-Lösungen und NAS-Systemen immer wichtig, da diese nicht gross erschüttert werden sollten.

Konfiguration

Je nachdem für welches Modell ihr euch entscheidet kommt nach dem einschieben von den beiden Festplatten gleich das Anschliessen dran. Sobald ihr den Stromstecker einstöpselt, beginnt dies mit dem Startvorgang. Nun gilt es das Ethernet Kabel mit dem Modem/Router oder einem Switch zu verbinden. Und schon könnt ihr loslegen.
Der nächste Schritt ist ein Besuch auf WDs Webseite. Dort lädt ihr euch die Setup Datei herunter und folgt deren Installationsprozess.
Dabei richtet ihr gleich auch ein Konto ein für den Zugriff von überall auf eure Daten.

Schade ist, dass beim einrichten eines Nutzers keine Passwörter mit «@, % /» und ähnlichen Zeichen generiert werden kann.

Ansonsten findet ihr über den Webzugriff im Dashboard alle nötigen Informationen. Das Dashboard ist sehr übersichtlich und aufgeräumt gestaltet. Oben rechts habt ihr den direkten Zugriff auf die angeschlossenen UBS Geräte, die Warnungen/Nachrichten vom System, einem Hilfebereich und den Bereich um das NAS über den Webzugriff abzuschalten, neu zu starten oder den Benutzer abzumelden.

Das darunter liegende Menü ist unterteilt in die folgenden Punkte:

  • Startseite
  • Benutzer
  • Freigaben
  • Cloud-Zugriff
  • Sicherungen
  • Speicher
  • Apps
  • Einstellungen

WD My Cloud EX2 - Dashboard Menüstruktur

In der Übersicht des Dashboards (Startseite) findet ihr alle nötigen Daten zum NAS. Zum einen der noch zur verfügung stehenden Plattengrösse, der Auslastung von RAM und CPU, wieviele Geräte über die Cloud zugreifen und wieviele Benutzer auf dem NAS registriert sind.

Es lassen sich einfach Benutzer erstellen, Freigaben definieren anschliessend den einzelnen Benutzer zuordnen und die Zugriffe aus der Cloud regeln. Unter dem Punkt Sicherungen könnt ihr Backups von und über den USB Port machen, heisst externe Platten auf euer NAS Backupen oder die Daten vom NAS auf externe Platten zusätzlich sichern. Sicherungen lassen sich natürlich auch über Remote durchführen, Interne Sicherungen anlegen solche in die Cloud verlagern und Kamerasicherungen vornehmen.
Somit ist alles abgedeckt was man sich wünschen könnte und mein Backup-Herz ist vollkommen Glücklich.

WD My Cloud EX2 - Dashboard

Beim Punkt Speicher könnt ihr das RAID bestimmen, die beiden einzelnen Platten checken und weitere Einstellungen vornehmen. Beim zweit-letzten Menüpunkt den Apps könnt ihr die HTTP, FTP und P2P Downloads definieren.

Anschließend folgen noch die Einstellungen. Hier lassen sich zum einen der Namen des NAS definieren, die Zeit- und Datum- Einstellungen vornehmen, den Cloud- und Energiesparmodus- Regeln und das Mac-Backup an- oder wieder ausschalten.
Im Bereich des Netzwerk lassen sich die IP Adressen konfigurieren, bei Media den DLNA- und iTunes-Medienserver aktivieren oder wieder deaktivieren. Auch findet ihr unter Hilfsprogramm eine Reihe von Überprüfungsmöglichkeiten des Systems. Bei Problemen könnt ihr Benachrichtigungen aktivieren über SMS und eMail. Standardmäßig ist die automatische Aktualisierung der Firmware aktiviert somit sucht das NAS zu der definierten Zeit jeweils nach einer aktuellen Firmware.

Einsatzgebiet

Wie schon weiter oben erwähnt, zielt das WD NAS auf den Heimanwender und kleinere Büros ab. Einfaches Setup und schnelle Inbetriebnahme unterstützt das ganze. Bietet somit auch einem NAS-Einsteiger einen einfachen Umgang mit der Materie und bietet einem genau die Features welche man braucht und haben möchte.

Perfekt auch für alle OS X Nutzer die einen Ersatz für eine TimeCapsule suchen. Sobald ihr das NAS eingerichtet habt, findet euer Mac dieses gleich für die Time Machine und ihr könnt ab sofort Backups darüber fahren.

Mit der WD Photos App könnt ihr automatisiert euere Bilder und Videos vom Smarpthone direkt auf das NAS übertragen lassen, womit ihr immer gleich ein Backup habt und über die DLNA Funktion diese dann auch wieder auf euren TV/Media-Center oder ähnliche Geräte bringen könnt.

Lieferumfang

  • WD My Cloud EX2
  • Stromkabel und Adapter
  • schwarzes Ethernetkabel
  • Kurz-Bedienungsanleitung

Technische Details

  • Grösse: 171.45 x 154.94 x 99.06 mm
  • Gewicht: ca. 800 g
  • Netzteil: 36 Watt
  • Anschlüsse: 2 x USB 3.0 und Ethernet
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Vorteile

  • Stylische Lösung
  • Aufgeräumtes & einfach zu bedienendes Dashboard
  • Bietet eine Vielfalt von Möglichkeiten
  • Einfacher Einstieg in die NAS-Welt

Nachteile

Fazit

Das bewährtes Design der My Books Linie zieht WD auch beim NAS System durch und das gefällt mir. Zum einen ist es schlicht, und es lässt sich somit einfach in die vorhandenen Festplatten gut einbinden. Vom Design her mag das WD NAS mich vollkommen überzeugen, die Frage war wie es mit System im Alltag ausschaut.

Auch hier hat mich das Gesamtpaket überzeugt. Je nachdem was für ein Paket ihr kauft, sind die Festplatten schon vor installiert, hier habt ihr die Auswahl von zwei-, vier-, sechs-, acht- und zwölf-Terrabite. Ansonsten ist das verbauen von neuen Platten keine Aufgabe. Schnell die Halter angeschraubt und ab in den vorhergesehenen Einschub.

Bei der Installation wird euch Schritt für Schritt erklärt wie es funktioniert. In wenigen Minuten ist das System in der Grundfunktion eingerichtet und schon könnt ihr auch los legen.

Somit ist das WD My Cloud EX2 eine super Alternative zu NAS Systemen anderer Hersteller und findet im Heimanwendungsbereich genauso seinen Platz wie in kleinen Büros.

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