TomTom Go 6100

Navigation begleitet uns ständig wenn wir unterwegs sind. Natürlich braucht man die weniger, wenn man immer nur den gleichen Weg zurück legt. Doch auch da kann es passieren, dass ihr mal in einen Stau geratet oder eine Umfahrung machen müsst wegen temporären Störung. Da ist es natürlich immer gut wenn man die Möglichkeit hat, sich navigieren lassen.
Doch mit dem Smartphone ist das immer so eine Sache. Zum einen braucht es zusätzlich Strom und wenn mal die Telefonfunktion gebraucht wird, stört das in vielen Fällen die Navigation. Heute geht es ums TomTom Go 6100 Standalone Navigations-Gadget.

Beschreibung

Hier kommen natürlich Standalone Navigationsgeräte sehr praktisch. Deshalb haben wir uns vor einigen Jahren gegen die Navigation von Smartphones entschieden und auf ein TomTom GO gesetzt.

TomTom Go 6100

Diesen Frühling hat TomTom ein paar neue Modelle ihrer Go-Reihe präsentiert. Darunter auch das TomTom Go 6100 mit seinem grossen 6 Zoll Display. Früher als ich selber noch Autofahren konnte, war das immer mein grösster Knackpunkt, dass die Displays von Navigationsgeräten viel zu klein war.
Spätestens nachdem man einmal in einem Tesla S sass weiss man die Größe eines solchen Displays zu schätzen. Gut da ist es nicht immer ganz so ideal weil relativ weit unten und dann das Problem der Sichtbarkeit daher kommt.

Aus dem Grund sind die 6 Zoll vom TomTom Navi für uns eine ideale Größe.

Verarbeitung

Wie schon seine Vorgängermodelle ist auch das Go 6100 sehr gut verarbeitet. Am gewohnten Design hat TomTom nichts geändert, was auch nicht nötig ist. Ausser dass es gefühlt, dezent runder geworden ist zumindest in den vier Ecken.
Die Rückseite weist nach wie vor die schöne Grill-Loch-Optik auf und ist magnetisch. Dank dem verbauten Magnet dockt das Navi einfach und schnell auf der beigelegten Halterung ein. Das ist besonders praktisch, wenn man es mal etwas eilig hat.

Einen Knopf für die Bedienung findet ihr oben rechts, auch hier nach wie vor einen einzigen Button für das ein- und/oder ausschalten vom Navi selber. Für die erste Aktivierung müsst ihr den Knopf ca. zwei Sekunden gedrückt halten. Wie bei jedem Akku betriebenen Gadget empfehle ich es, erst mal über Nacht komplett aufzuladen.
Unten am Go 6100 findet ihr links den microUSB Port an dem ihr das Kabel anschliessen und das Navi mit Strom versorgen könnt. Das Kabel kommt mit einer L-Form daher, das ist sehr praktisch da so das Kabel nicht so rasch ein Kabelbruch erleidet weil es je nach Montage-Ort sonnt abgedrückt werden könnte.
Zentriert in der Mitte findet sich der breite Connector-vor. Dieser hat links und rechts jeweils eine Vertiefung, damit das Navi auch stabil in der Dockingstation verbleibt.
Rechts daneben befindet sich der microSD Kartenslot über den ihr den internen 8’000 MB Speicherplatz erweitern könnt.

Beim Zubehör findet ihr die schon beschriebene Docking-Station welche über einen Saugmechanismus an der Scheibe oder der Armatur vom Auto fest hält. Für das befestigen müsst ihr einfach den idealen Ort finden und dann den geriffelten Bereich oberhalb des Saugknopfes leicht drehen. Dazu ist einzig eine knappe viertel Umdrehung nötig. Auch das dient einer schnellen Abwicklung.

Zusätzlich findet ihr noch einen Zigarettenanzünder-Adapter in der Verpackung wieder. Dieser fällt in der Version vom TomTom Go 6100 äusserst schlank aus. Hier würde ich mir von TomTom aber wünschen, dass sie mir einen Adapter mit zwei oder sogar drei USB-Ports beilegen würden. Das ganze würde für den Navigationshersteller höchstens ein paar Cent/Rappen mehr Aufwand bedeuten, dem Kunden aber viel Freude bringen.
Denn heutzutage will man unterwegs ja auch noch das Smartphone und vielleicht auch noch das des Beifahrers aufladen solange man unterwegs ist im Auto.

Die Navigation und Bedienung

Nach dem Start vom Navigationssystem landet ihr direkt auf der Karte welche – wenn ihr euch nicht gerade wie ich beim ersten einschalten im Keller befindet – euch auch gleich ortet.

Auf der rechten Display Seite befindet sich oben die aktuelle Uhrzeit und die – sofern ihr eine Route eingegeben habt – verbleibende Zeit bis ihr euer Ziel erreicht habt.
Darunter eine Timeline mit dem noch zurück legenden Weg, sowie den Informationen wie weit ihr noch habt bis zur nächsten Tankstelle. Die Schweiz ist zwar relativ klein, dennoch kann es auch hier mal knapp werden mit einer Tankfüllung.
Wenn es mal knapp werden soll, genügt ein kurzer Tipp auf das Tanksymbol und die Stelle wird euch direkt auf der Karte angezeigt. Zusätzlich habt ihr die Möglichkeit aus den verschiedenen Optionen aus zu wählen:

  • Ort hinzufügen
  • Zu «aktuelle Route» hinzufügen
  • Als Ausgangspunkt verwernden
  • In der Nähe suchen
  • Weitere Informationen

Hinter dem letzten Punkt findet ihr Informationen dazu, zu welcher Kette die Tankstelle gehört und was ihr für Tankoptionen habt. Das praktischste, wenn ihr unterwegs seid, ist schiedlich der zweite Punkt «zu aktuelle Route hinzufügen» womit ihr weder lange suchen, noch eure Fahrt unterbrechen müsst.

Links im Display gibt es zwei Bereiche. Oben das leichte Dreieck über den ihr euch genau anzeigen lassen könnt wo ihr aktuell seid oder von da aus wieder in der Gesamtübersicht der Karte gelangt. Darunter mit dem «+» und «-» könnt ihr – wer hätte es gedacht – rein und raus zoomen bei der Karte.

Unten in der linken Ecke, hinter dem Kreis mit den vier Punkten findet ihr das Menü wieder. Zentral findet ihr die ganzen Menüpunkte wieder und darunter die Möglichkeit schnell die Lautstärke der Navigationsstimme zu ändern. Daneben könnt ihr das Navi stummschalten, zum Beispiel bei einem einkommenden Telefonat.

Die Menüpunkte sind unterteilt in:

  • Suchen
  • Heimatort hinzufügen
  • Letzte Ziele
  • Aktuelle Route
  • Meine Orte
  • Meine Routen
  • Sprachsteuerung
  • Parken
  • Tankstelle
  • TomTom Dienste
  • Einstellung
  • Hilfe
  • Editieren

Mit dem letzten Menü-Punkt könnt ihr die Reihenfolge der einzelnen Menüpunkte so anpassen, wie ihr sie am meisten benötig. Leider ist hier nicht möglich, einen Punkt gänzlich aus dem Menü zu streichen. Das zum Beispiel um die Einstellungsoption weiter nach vorne zu rücken.

Die einzelnen Menüpunkte muss ich euch hier sicherlich nicht erläutern die solltet ihr anhand der Namensgebung auch erahnen können.

Sprachsteuerung

Damit ihr während der Fahrt noch mehr die Augen auf die Strasse habt ist es neben der Touch-Eingabe auch möglich, das Navi per Stimme zu steuern.

Dazu habt ihr drei verschiedene Stimmen zur Verfügung:

  • Yannick
  • Lisa
  • Werner

Mit dem letzten Update sind noch weitere Stimmen dazu gekommen. Zum einen die «Happy Holly» und der «Gangster Tony». Erstere ist ein sympathisches junges Fräulein, mit einer lustigen Stimme. Diese beiden könnt ihr euch jeweils für CHF 1.95 dazu kaufen.

In anderen Sprachen gibt es noch weitere Stimm-Optionen. Zur Aktivierung müsst ihr ins Menü gehen und den Punkt Sprachaktivierung auswählen. Wenn ihr möchtet kann das Navi auch immer auf eure Stimme hören, heisst mit dem Zauberwort: »Hallo TomTom» aktiviert sich die Spracheingabe von allein wie man es von seinen Smartphones kennt.

Jetzt kommt das aber etwas weniger gute, in meinen Tests und die habe ich über die letzten Wochen einige male gemacht ist die Steuerung per Stimme nicht ganz so schön umgesetzt wie ich es zum Beispiel bei Siri, Cortana oder Google now gewohnt bin.

Doch mit der Zeit wird das ganze einfacher, denn nicht wie bei anderen Systemen müsst ihr beim Go 6100 vorher definierte Wörter nehmen. Das heisst für euch natürlich ihr müsst euch erst Mal daran gewöhnen und anschliessend diese auch korrekt verwenden.
Die Erkennung meiner Stimme war nicht immer ganz so ideal, musste ich doch gewisse Befehle immer wieder wiederholen. Dies passiert mir normalerweise bei Sprachgesteuerten Gadgets eher selten.

TomTom MyDrive

Etwas was mich aber sehr überzeugt hat ist TomTom MyDrive. Neben dem Go 6100 und der TomTomBandit haben sie auch einen neuen, Cloud basierten Dienst vorgestellt.

Wie oft hab ich mich früher geärgert. Nach dem aufstehen und Frühstück oder auch direkt aus dem Büro heraus ins Auto gesetzt und dann erst mal das Navigationsgerät starten, dann die Adresse suchen und erst dann los fahren zu können. Das ganze gestaltete sich jeweils nicht ganz so ideal, vor allem wenn man es etwas eilig hatte.

Das Feedback hat TomTom sicherlich nicht nur von meiner Person erhalten und deshalb auch reagiert.

Mit MyDrive könnt ihr neu am Computer, Tablet oder auch dem Smartphone euer Kartenmaterial editieren. Heisst ihr könnt eure Hauptziele schon einmal vorab eingeben und favorisieren. Ihr könnt auch schon direkt am Frühstückstisch oder im Büro eure Routen eingeben und diese direkt ans Navigationssystem übertragen lassen.

Zusätzlich bekommt ihr wichtige Informationen zusätzlich geliefert dank der MyDrive Funktion. Hierzu gehören zum Beispiel Informationen zur Verkehrslage. Somit könnt ihr auch zu Hause/im Büro noch entscheiden ob es sich lohnt noch doch etwas früher los zu fahren.

Das tolle an der Funktion ist natürlich, dass ihr das nicht nur bei den neusten Modellen nutzen könnt. Die folgenden Navigationssysteme werden unterstützt: GO 40/50/60/400/500/510/600/610/5000/5100/6000/6100

Lieferumfang

  • TomTom GO 6100
  • microUSB auf USB Kabel
  • Zigarettenanzünder Adapter
  • Halterung fürs Auto

Technische Details

  • Grösse: 169.9 x 104.8 x 22.2 mm
  • Gewicht: 300 g
  • Display Grösse: 6 Zoll
  • Display Auflösung: 800 x 480 Pixel
  • Zieleingabe: per Sprache und Touchscreen
  • Akku Betrieb: max. 2 Stunden
  • Speichererweiterung: microSD
  • Integrierter Speicher: 8’000 MB
  • SIM-Karte: integriert inkl. Datenplan
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Vorteile

  • Lebenslage kostenlose Karten-Updates
  • Fahrspurassistent
  • Lifetime TomTomTraffic Verkehrsinformationen
  • Angenehme Lautstärke der Stimme

Nachteile

  • Keine Bluetooth Verknüpfung zum Smartphone fürs Freisprechen

Fazit

Toll wäre, wenn die MyDrive App noch Zugriff auf das Smartphone eigene Adressbuch bekommen könnte. Damit man schnell eine Adresse von einem Freund, Bekannten oder Kunden eingeben könnte.

Alles in allem ist das Go 6100 wiedermal ein stimmiges Navigationsgerät aus dem Hause TomTom. Es kann was es tun muss, nämlich navigieren. Die zusätzlichen Features mit MyDrive kommen mir gelegen und dürfen in der Zukunft gerne noch weiter ausgebaut werden.

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