TomTom Bandit

Vor einigen Wochen hat TomTom in Amsterdam mit dem Bandit ein neues Produkt lanciert. Mit der Action Cam folgt ein neues, aber schlüssiges Gadget welches das Produkt-Portfolio vom Navigationsriesen weiter ausbreitet.
Kameras mit dem Fokus auf Action gibt es nun doch schon einige auf dem Markt und Go Pro hat mit seiner Reihe grosse Erfolge verbuchen können.
Bandit kann in meinen Augen, durch seinen integrierten Media-Server und das eigene Accessoire-Sortiment punkten. Doch wie schlägt sich die runde Kamera im täglichen gebrauch?

Beschreibung

Die Bandit ist grösser als herkömmliche Action Kameras, das ist aber überhaupt nicht schlimm. Damit lässt sie sich einfacher in der Hand halten und ihr habt mit dem Kamera-Typischen Formfaktor auch ein gewohntes Gadget in der Hand.

TomTom Bandit

Sehr gespannt war ich nach der Ankündigung auf die Action Kamera und überlegte mir was genau ich mit der aufzeichnen könnte. Da ich nicht allzu viel aus dem Haus komme, wäre natürlich Treppen laufen etwas oder Skateboard fahren, zumindest auf dem LEGO Brett welches Bart gehört.
Spass beiseite natürlich hab ich mir ein paar Geschichten überlegt wie und wo ich die Kamera ausprobieren möchte. Leider hab ich in der Testzeit aber nicht alles ausprobieren können. Schaut doch in der nächsten Zeit das eine oder andere mal in unserem YouTube Channel nach, da findet ihr sicherlich noch ein paar Videos welche ich mit der Kamera  gedreht hab.

Verarbeitung

Was gleich auffällt nach dem aus der Verpackung nehmen ist, dass die Kamera sehr wertig wirkt. Muss sie natürlich auch da im bei Action Aufnahmen doch schnell mal etwas schief gehen könnte und die Kamera somit nicht gleich in Mitleidenschaft gezogen werden sollte.
Gefertigt ist die Kamera aus einem festen Kunstoff (ähnlich wie man es von früheren Lumia- und HTC-Smartphones gewöhnt ist).
Der Haupt-Korpus ist fast komplett in weiss gehalten, was aber sofort auffällt ist der horizontale rote Streifen mit dem weissen TomTom-Schriftzug. Vorne und hinten, wo sich zum einen der Akku und die Linse entfernen lässt ist eine dunkelgraue Umrandung und die griffigen Stellen der beiden Stücke sind in schwarz gehalten.

Oben am Bandit findet ihr zum einen – von vorne nach hinten – den Stop-Knopf, das Display und das Navigations-Kreuz. Die Bedienung ist dem der TomTom Runner Uhr gleich gehalten. Wer im Besitz einer solchen ist, kennt die Bedienung, alle anderen werden sich nach kurzem ausprobieren schnell damit anfreunden. In der heutigen Zeit könnte man diese Menüführung sicherlich etwas anders gestalten. Aber lieber so, also mit einem Touch-Display welches bei einer Action Kamera nicht wirklich sinnvoll wäre.

Hinten, an der Bandit findet ihr den Knopf fürs anschalten der Kamera und fürs markieren von wichtigen Situationen während des Filmens. Gleich darüber befindet sich der mit einer Gummi-Abdichtung verdeckte Port fürs anschliessen von einem alternativen Strom Kabel. Dies macht dann sinn, wenn ihr zum Beispiel mit dem Auto unterwegs seid und Timelaps Aufnahmen macht. Auch könnt über diese Schnittstelle mit einem speziellen Adapter-Kabel ein externes Mikrofon anschliessen um eine Besser Audio Aufnahme zu gewährleisten.

Die weiter oben schon erwähnten beiden dunkelgrauen Umrandungen kommen von der Halterung, welche unten am Bandit angebracht sind. Dies lässt sich je nach Aufnahmesituation bis zu 90° in beide Richtungen verschieben um die Kamera auch in die Richtige Position zu bekommen. Die einzelnen Schritte um welche sich die Halterung ausrichten lässt halten sehr stark und das ganze Konzept wirkt somit robust.
Je nach Paket in dem ihr eure TomTom Bandit kauft habt ihr noch zusätzliche Adapter beiliegen. Diese lassen sich einfach mit einem Griff, einhändig befestigen und/oder wieder lösen.

Zusätzlich verkauft TomTom noch einiges an Adaptern für die Action Cam. Egal ob ihr sie am Handgelenk befestigen möchtet oder eine Fahrrad- oder Snow Board-Halterung sucht ihr werdet fündig. Auch bieten sie einen Selfie-Verlängerungs-Stock an.
Der in meinen Augen aber wichtigste Adapter ist natürlich der GoPro Adapter. Denn mit diesem könnt ihr die meisten auf dem Markt befindlichen GoPro-Zubehör Teile auch mit nutzten. Das macht die Bandit vor allem für Switcher besonders attraktiv die schon das eine oder andere Zubehör für ihre alte GoPro gekauft haben.
Daneben findet ihr auch noch eine 360° Panorama Halterung mit der ihr Atemberaubende Panorama Aufnahmen aufnehmen könnt.

Wenn wir gerade beim Zubehör sind, auch für die Kamera selber gibt es noch zusätzliche Hilfsmittel. Zum einen die «Schwimmweste», eine Linse für den Unterwassereinsatz und eine Akku Abdeckung. Letztere macht vor allem dann sinn, wenn ihr euch ein zweites Akku-Paket zulegt.

Zu guter letzte denkt TomTom auch noch an den Transport der Bandit. Für diese könnt ihr euch ein Set von drei Mikrofaser-Taschen dazu kaufen. Diese bieten zum einen der Kamera Schutz vor Schmutz und Staub, können aber gleichzeitig auch gleich für die Reinigung von der Linse genommen werden. Die drei Taschen sind jeweils in schwarz gehalten. Einziger Unterschied sind die Kordeln zum zuziehen und das TomTom-Label am unteren Rand. So seht ihr gleich auch optisch was sich in welchem Beutel befindet.

Doch ganz stimmt es nicht, das letzte der Zubehör-Teil, welches TomTom für euch bereit hält ist eine Fernbedienung. Diese könnt ihr euch zum Beispiel um den Arm binden (geht auch über die Ski-Jacke). Von der Aus könnt ihr die Aufnahme Aktivität starten und natürlich auch wieder stoppen und genauso Highlights Markieren. Praktischerweise hat die Fernbedienung auch eine LED, die euch wie die Kamera selber zeigt, ob aktuell gerade aufgenommen wird oder die Kamera aus ist.

Handhabung

Deine Bandit schaltest du über den Kopf mit dem roten Kreis, hinten an der Kamera gestartet. Dieser muss dazu für ca. zwei Sekunden gedrückt werden. Kurz darauf ist diese bereit und du kannst über die Kreuz-Navigation-Taste durch das Menu gehen. Das Menü ist wie folgt unterteilt:

  • Foto
  • Video
  • Zeitlupe
  • Zeitraffer
  • Film

Je nachdem welchen Modus du wählen möchtest, wählst du diesen jeweils an in dem du mit dem oberen und unteren Teil vom Navigations-Kreuz diesen aufs Display holst. Wenn du dann drei Sekunden lang nicht weiter interagierst landest du automatisch im jeweiligen Modus. Ansonsten einfach nach rechts drücken und schon bist du im entsprechenden Menü.

Generell hast du von hier aus jetzt vier Richtungen in denen du gehen kannst.
Nach unten kommst du in die jeweiligen Einstellungen, findest da aber gleich auch immer die Allgemeinen-Einstellungen und den Status der Kamera angezeigt.
Nach rechts gehts in die Informationen welche die Kamera für euch ermittelt. Zum einen findet ihr da die Information zu der zurückgelegten Geschwindigkeit, Details der microSD Karte, wie deren Platz und noch verbliebenen Einheiten und zu guter letzt, wenn verbunden der Puls.
Das Navigations-Kreuz  nach oben gedrückt und du kannst dich mit der Android oder iOS App verbinden. Wenn ihr nach links drückt gelangt ihr wieder in das Hauptmenü.

Foto

In den Einstellungen zu den Fotos könnt ihr die Bildergrösse bestimmen. Die Serien-Bild Aufnahme starten und auch da wieder deren grösse festlegen und auch den Zeitintervall.

Video

Beim Video in den Einstellungen könnt ihr auch die Aufnahme-Details festlegen. Auch lässt sich einstellen ob das aufgezeichnete Video «breit» oder «normal» festgehalten werden soll.

Zeitlupe

Bei der Zeitlupe ist das genau so festgehalten. Hier habt ihr zum Beispiel die Wahl zwischen 1080/720 oder WVGA.

Zeitraffer

Beim letzten der Modi ist die Einstellung auf 4K oder 1080 Möglich und ihr könnt noch den Zeitintervall festlegen wie häufig das ein Bild gemacht wird. Diese werden anschliessend für euch in einem kleinen Film zusammengeschnitten.

Einstellungen Allgemein

In den Allgemeinen Einstellungen lässt sich die Bandit mit einem Androiden oder iPhone verknüpfen, die Kamera Einstellungen Global vornehmen, den Speicher Verwalten, eine Info anzeigen und die Actioncam in den Flugmodus bringen.

Aufnahmen

Während den aufnahmen markiert die Actionkamera für euch einzelne Passagen automatisch, wenn ihr – bei verbundenem Pulsgurt – einen gewissen Puls erreicht habt, eine Geschwindigkeit erreicht und/oder viel Action vor der Kamera passiert.
Wie oben schon erwähnt könnt ihr auch manuell einen solchen Punkt setzen. Diese manuellen Favoriten-Punkte sind besonders praktisch, wenn ihr später das Video editieren möchtet in der Postproduktion.

Die Bandit ist Spritzwasser- und Staub-geschützt. Wenn ihr die spezielle, zusätzliche Linse drauf macht, bei der es unten auch keine Öffnung für das Mikrofon hat ist die Kamera auch wasserdicht. Heisst ihr könnt damit bis zu 50 Meter tief tauchen und eure Aufnahmen machen.
Die Linse lässt dich durch ein leichtes eindrücken eines weissen Knopfes oberhalb der Linse, einfach weg drehen.

Die optional erhältliche Schwimmweste empfehle ich vor allem Eltern die gerne auch mal ihre kleinen im Pool, See oder im Meer filmen. Wenn etwas passiert sollte man in erster Linie sorge zum Kind/Baby tragen und im schlimmsten Fall die Kamera halt los lassen. Wenn die Schwimmweste um diese gehüllt ist, müsst ihr euch um die Kamera keine Sorgen machen. Denn die schwimmt gänzlich alleine weiter und geht so nicht unter. Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass das sehr praktisch ist.

Akku

Etwas vom wichtigsten an einem Gadget ist heutzutage immer der Akku. In meinen Augen hat TomTom beim Bandit dies sehr geschickt gelöst. Gleich wie die Linse entfernt ihr auch den Akku Teil von der Actioncam.
Einmal herausgezogen seht ihr auch gleich wie die Kamera aufgeladen wird. Dazu müsst ihr nicht mal ein spezielles Kabel mit nehmen. Sofern ihr den Adapter von euerem Smartphone/Tablet habt könnt ihr den Akku gleich da rein stecken. Das gleiche gilt natürlich für jede andere USB-Schnittstelle an Computer, Stereoanlagen oder dem Auto.
Weiter geht es mit dem Speicherplatz, den dieser befindet sich direkt auf der Seite des Akkus. Heisst wenn ihr den Akku an einem Computer anschliesst um diesen auf zu laden, könnt ihr gleich auch die Daten des microUSB Sticks sichern. Das tolle, die UBS-Schnittstelle ist auf dem 3.0 Standart und ihr könnt eure Daten somit schnell von der Karte ziehen. Hier ist es natürlich ratsam sich auch eine Speicherkarte zu holen welche vom schnelleren Schlag ist.

Postproduktion

Nun kommen wir zum meines Erachtens coolsten Feature der Bandit. Wie ich oben im Text schon das eine oder andere mal erwähnt habe, beinhaltet die Action-Kamera einen integrierten Meiden-Server.
Wer zu Hause einen aktuellen Fernseher hat kennt das sicherlich dank dem integrierten Medien-Server habt ihr die Möglichkeit auf alle in eurem Netzwerk befindlichen Bilder, Musik und Video Stücke zurück zu greifen.
Gleich geht es hier mit der Bandit. Mit der entsprechenden Android und iOS App bekommt ihr nach dem verbinden mit dem entsprechenden Smartphone via WLAN einen direkten Stream auf die Kamera.
In der App findet ihr dann die einzelnen Filme welche ihr vorher gemacht habt und könnt diese manuell oder auch automatisch zu einem Film generieren lassen. Fürs automatische einfach kurz das Smartphone schütteln und schon reihen sich die einzelnen Clips wieder neu an. Dies könnt ihr auch mehrfach wiederholen bis ihr zufrieden seid mit der Reihenfolge oder auch manuell eingreifen.

Anschliessend gehts darum einen Soundtrack hin zu zu fügen und wenn ihr möchtet könnt ihr noch die Überblendungen etwas editieren. Wenn ihr den für euch fertigen Clip zusammenhabt könnt ihr diesen in der Kamera-Roll auf eurem Smartphone speichern. Das Ergebnis könnt ihr dann sofort über das Social Media Netzwerk teilen wie ihr möchte, es auf YouTube oder Vimeo hochladen oder via eMail/der Cloud an Familie und Freunde weiter verteilen.

Lieferumfang

  • TomTom Bandit
  • Batt-Stick 1’900 mAh
  • 1 Halterung
  • 1 GoPro Adapter/Halterung
  • Spritzwassergeschützte Linsenabdeckung

Technische Details

  • Grösse: 94 x 38 x 52 mm
  • Gewicht: 190 g
  • Akku: 1’900 mAh
  • Akkulaufzeit: Bis zu 3 Stunden bei 1’080p30
  • Video: 1’080p30 / 1’080p60 / 720p60 / 720p120
  • Film: 4k15 / 2,7k30
  • Zeitraffer: 1’080p30 / 4k30 (Aufnahme mit 1 Sek., 1/5 Sek., 1/10 Sek., 1/15 Sek., 1/30 Sek., 1/60 Sek.)
  • Zeitlupe: 1’080p (2 x)/720P (4 x)/WVGA (6 x)
  • Einzelbild: 16 mp
  • Serienbild: 16 mp/8 mp (Aufnahme mit 10 Sek., 10/2 Sek.)
  • Mikrofon: integriertes – externes anschliessen möglich
  • WLAN: ja
  • Bluetooth: 4.0
  • USB: 3.0
  • Wasserfestigkeit: IPX7 (mit spezieller Linsenabdeckung IPX8)
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Vorteile

  • Kompakte Bauweise
  • Viele Sensoren
  • Automatische Favoritisierung
  • Vielfältige Adapter
  • Integrierter Medien-Server

Nachteile

  • Ausschalt-Knopf dürfte einfacher zu drücken sein

Fazit

Nicht immer muss es eine GoPro sein. Das zeigt TomTom eindrücklich mit ihrem neusten Familienmitglied. Vor allem aber dank dem optimal erhältlichen GoPro-Adapter macht es die Actioncam auch für GoPro Nutzer interessant die schon ein gewisses Sortiment an Zubehör gekauft haben für ihre alte Kamera.

Die kleine Bandit hat mich jetzt die letzten Monate begleitet und ich habe vor allem viele Videos von und mit meiner Familie gemacht. Sei es in der Natur, zu Hause oder beim baden, die Kamera kommt überall mit und bereitet viel Spass.
Doch auch im Outdoor Einsatz ist sie dank den zahlreichen Adaptern ein hilfreiches Werkzeug um coole Tricks und Szenen fest zu halten.

Meine beiden einzigen Punkte in denen ich mir bei einem zukünftigen Modell etwas Verbesserung wünsche ist zuerst der Ein- und Ausschalt-Knopf. Diesen zu bedienen ist nicht immer einfach, da es schon einen gezielten Druck bedarf. Das heisst für mich einfach jeweils nach dem festhalten einer Szene die Kamera kurz ruhig halten und erst dann ausschalten. Damit bei den ganzen Filmen nicht immer der «Abschwung» der Kamera mit drauf ist zum Schluss der Szene.
Als zweites würde ich mir eine kleine Box für den Transport wünschen. Sicherlich die Kamera ist sehr stabil und es passiert ihr nichts auch wenn sie im Rucksack/Tasche transportiert wird. Auch gibt es optional die Stoffsäckchen die ihr zum Schutz dazu kaufen könnt. Da aber die Halterung unten doch sehr stabil ist habe ich – der jeweils zahlreiche Gadgets in der Tasche hat – doch immer etwas schiss mein dritt-Smartphone einfach so neben dran zu legen in der Tasche.

Die Qualität der gemachten Bilder ist sehr gut, die Aufnahmen – wenn man etwas Übung hat – auch. Wie immer wenn Action rein kommt will es erst etwas gelernt sein, die Hand relativ ruhig zu halten und nicht zu schnelle Bewegungen zu machen. Das gilt natürlich nicht wenn ihr die Kamera mit einem der Adapter irgendwo befestigt, einzig beim Freihändigen Filmen.

Ich bin echt begeistert von der kleinen Kamera und hab am meisten Freude am integrierten Medienserver in Zusammenarbeit mit der App.
Ich freu mich schon mit der Kamera nächstens mal in den Europapark zu gehen – auch wenn ich nicht auf die grossen Bahnen kann werde ich sie sicherlich da auch nochmals ausprobieren.

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