Shure MOTIV MVi

Auf dem Pokipsie Blog habe ich euch vor kurzem die neue Produkte Serie von Shure vorgestellt. Mit dem Namen MOTIV bringt der Mikrofon Hersteller eine Reihe von Produkten die neben ihrer Mac und PC Kompatibilität auch noch eine iOS und Android Nutzung ermöglichen.
Nach dem ich euch vor kurzem das MV88 aufsteckt Mikrofon fürs iPhone/iPad vorgestellt habe, kommt heute mit dem MVi ein Audio Interface an die Reihe.

Beschreibung

Audio Interfaces gibt es verschiedenste auf dem Markt. Seit dem iPhone und später auch dem iPad haben wir eine neue Mobilität erhalten. Für die es natürlich auch die entsprechenden Produkte dazwischen benötigt.

Shure MOTIV MVi

Nicht immer genügt der Einsatz vom MV88 von Shure. Manchmal braucht es auch etwas grösseres, oder man möchte auf vorhandene Mikrofone zurück greifen die über einen grossen Klinken- oder gar einem XLR-Stecker verfügen.
Ich habe den MOTIV MVi immer im Zusammenhang mit einem Mikrofon getestet. Natürlich könnt ihr über den Input auch Instrumente anhängen um diese mit dem iPhone, iPad oder einem Computer zu verbinden.

Verarbeitung

Was gleich auffällt, beim in die Hände nehmen des Kartons, ist, dass der Inhalt sehr wertig verbaut sein muss. Wie alle Produkte der Shure MOTIV-Serie ist auch das Audio Interface sehr gut verpackt. Dank der Karton-Verstärkung bleibt auch bei einem ruppigen Transport zu euch nach Hause jedes Teil an dem Ort wo es hin gehört. Positiv fällt auf, dass bis auf die drei Plastik Verpackungen der Kabel und des MVi alles aus Karton ist und somit einfach entsorgt werden kann.

Zu den beigelegten Kabeln gehören ein USB- auf microUSB- sowie ein microUSB- auf Lightning-Kabel. Praktischerweise bezieht das MVi seinen für den Betrieb benötigten Strom direkt vom angeschlossenen Produkt. Heisst vom iPad/iPhone oder dem Computer an dem es hängt. Somit müsst ihr nicht noch zusätzlich immer ein Stromkabel und -Adapter mit euch rum tragen wenn ihr unterwegs für Aufnahmen seid. Macht natürlich das Setup gleich nochmals schlanker und attraktiver.

Nun rücken wir im Karton dem anfänglich beschrieben Gewicht schon deutlich näher. Der MVi hinterlässt einen soliden ersten Eindruck. Gleich vorneweg, dieser zieht sich durch meine ganzen Tests durch.
Der Korpus vom MVi ist aus Metall was ihn auch das angenehme Gewicht verleiht. Unterteilt ist das ganze in zwei Hälften die wohl bei der Produktion mit der Technik bestückt und anschließend verschlossen werden.
Oben drauf ist in das silber-metal Gehäuse der Brand «Shure» eingelassen und an der Unterseite findet ihr eine Gummierte Sohle die den kompletten Boden bedeckt. Somit und mit dem Eigengewicht hat der MVi einen sehr guten Stand.

An der Front findet ihr das MVi-Touchpanel. Dieses ist grob gesagt in vier Bereiche unterteilet. Von Links nach rechts unten sind das zum einen die Möglichkeit den Input auf Stumm zu stellen. Gefolgt vom Auswahlfeld für den jeweilig gewünschten DSP-Modus. Die Wahl habt ihr hier zwischen

  • Sprache
  • Gesang
  • Akustisch
  • Laut
  • Flat

Rechts oben in der Ecke findet sich noch das Feld für die Regelung des Kopfhörerausgangs. Sobald ihr diesen betätigt änder sich die Farbe des LED-Pegelfeldes unten und ihr könnt die Ausgangsleistung eures Monitoring testen.
Die Pegelfelder sind ansonsten dazu da um das Eingangssignal zu justieren.
Mit der Vorderstärkung könnt ihr ein maximum von 36 dB erreichen. Bearbeitet werden die Signale im MVi mit einem Limiter, Equalizer, Kompressor und dem LowCutFilter.

Auf der Rückseite vom Shure MVi findet ihr die ganzen ein, respektive Ausgänge vom Audio Interface. Zentral ist dies der Klinken-, kombiniert mit dem XLR-Stecker. Links davon geht der 3.5 mm Klinkenstecker ab über den ihr den Kopfhörer fürs Monitoring anschliessen könnt. Rechts davon ist der microUSB Port angebracht. Von dem aus ihr den MVi mit dem Computer oder mobilen Device verbindet. Die kleine LED unterhalb des Signal-Eingangs zeigt euch an, wenn die Phantomspeisung aktiviert wird.

Die beiden beigelegten Kabel sind mit einem Meter kurz gehalten. Dies ist vor allem im mobilen Einsatz sehr praktisch wenn nicht noch all zu viel Kabel rum liegt bei einer Aufnahme.

Beidienung

Das Medienkonzept des MVi ist extrem smart. Dank der kombinierten Darstellung verzichtet Shure auf eine grössere Grundfläche. Und dennoch lässt es sich einfach und auch schnell verständlich bedienen. Besonders praktisch finde ich, dass sich Shure für ein Touch-System entschieden hat. Gibt ein solches bei der Bedienung schon mal keine Geräusche von sich, was dann später auch wieder unangenehm bei der weiter Verarbeitung werden kann.

Kleiner Tipp, wenn ihr zwischendurch mal ein Instrument/Mikrofon vom MVi abzieht und ein neues Ansteckt. Einfach kurz den Kopfhörer auf Stumm schalten. Somit schont ihr eure Ohren und müsst nicht extra den Kopfhörer von den Ohren nehmen. Wenn ihr das Touch-Feld der Stummschaltung länger gedrückt haltet, aktiviert ihr damit die Phantomspeisung.

Alles andere könnt ihr dann in der kostenlos im App Store erhältlichen App nach justieren und so einstellen wie ihr euch es gewohnt seid.

Lieferumfang

  • Shure MOTIV MVi
  • Lightning- auf microUSB-Kabel
  • microUSB- auf USB-Kabel
  • Bedienungsanleitung

Technische Details

  • Grösse: 84 x 72 x 42 mm
  • Gewicht: 310 g
  • Farbe: Metallic Silber
  • Bittiefe: 16/24 Bit
  • Abtastraten: 44,1/48 kHz
  • Frequenzgang: 20 Hz bis 20 kHz
  • Verstärkungsbereich: 0 bis +36 dB (XLR), 0 bis +9 dB (Klinke)
  • Phantomspeisung: +48V USB/+12V iOS
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Vorteile

  • Saubere Verarbeitung
  • Tauchpanel Bedienung
  • 5 DSP-Modus
  • Viele Einsatzgebiete
  • iPad/iPhone kompatibel

Nachteile

Fazit

Immer wieder zeigen es die kleinen, dass auch sie ganz gross sein können.
Genauso hier beim Shure MOTIVE MVi. Ein eher unscheinbares, kleines Audio Interface was aus der Verpackung kommt. Doch davon darf man sich nicht täuschen lassen.
Dank seinen fünf DSP-Modis bekommt ihr verschiedene, Voreinstellungen schon mit auf den Weg. Diese lassen sich dank dem einfachen und intuitiven Touch-Feld auch schnell umstellen genau so wie ihr es gerade benötigt.
Dazu kommt die schön aufbereitete App auf iOS dazu wenn ihr mobil aufzeichnen möchtet und «nur» ein iPad oder iPhone zur verfügung habt. Aber auch am Computer müsst ihr keine zusätzlichen Treiber installieren. Das erlaubt es euch schnell und einfach eine Aufnahme zu starten, da ihr das Setup nur anstecken müsst und schon könnt ihr los legen.

Für mich gerade perfekt da ich in nächster Zeit doch das eine oder andere Interview direkt vor Ort machen möchte. Ich bin schon sehr gespannt wie es sich in einem solchen Fall schlagen. Dazu gibt es sicherlich bald etwas im #GeekTalk Podcast zu hören.

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